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Das günstigste iPad soll sein wichtigstes Update seit Jahren bekommen: einen Chip, der endlich Apple Intelligence unterstützt. Doch der Termin rutscht immer weiter nach hinten. Nach dem Frühjahr und dem Herbst 2026 ist jetzt der Beginn des Jahres 2027 im Gespräch.
Apple hat das Einsteiger-iPad zuletzt im März 2025 aktualisiert, mit A16-Chip und 11-Zoll-Display. Für den Alltag ist es ein solides Gerät, aber der A16 unterstützt kein Apple Intelligence. Damit ist das günstigste iPad das einzige Modell im aktuellen Sortiment, dem genau die Funktionen fehlen, die Apple seit 2024 ins Zentrum seiner Software stellt.
Das iPad der 12. Generation soll diese Lücke schließen. Was das Gerät mitbringen soll, steht inzwischen ziemlich genau fest, offen ist vor allem der Termin. Wie das aktuelle Modell im Vergleich zu iPad mini, iPad Air und iPad Pro abschneidet, zeigt die iPad-Kaufberatung.
Das Wichtigste in Kürze
| Detail | Erwartung |
|---|---|
| Chip | A19 laut Apple-Code, früher war der A18 genannt |
| Arbeitsspeicher | 8 GB |
| Display | 11 Zoll LCD, 60 Hz, unverändert |
| Design | keine Änderungen erwartet |
| Funk und Mobilfunk | Apples N1-Chip, in Mobilfunk-Modellen das C1X-Modem |
| Apple Intelligence | ja, erstmals im Einsteiger-iPad |
| Release | Anfang 2027 laut jüngstem Bericht |
| Preis heute (Vorgänger) | ab 499 Euro |
Chip: A19 statt A18
Der wichtigste Punkt ist der Chip, denn an ihm hängt Apple Intelligence. Lange galt der A18 aus dem iPhone 16 als wahrscheinlich, so hatte es Mark Gurman von Bloomberg genannt. Ende September tauchte in Apples eigenem Code dann ein anderer Eintrag auf: Dort steht für das neue Einsteiger-iPad der A19 zusammen mit 8 GB Arbeitsspeicher.
Der Code ist der härtere Beleg, weil er aus ausgelieferter Software stammt und nicht aus der Lieferkette. Der A19 stammt aus dem iPhone 17. Wenn das iPad 12 erst 2027 erscheint, liegt er damit wie üblich eine Generation hinter dem aktuellen iPhone-Chip.
Beide Chips unterstützen Apple Intelligence. Für den Alltag aus Surfen, Streaming, Notizen und leichter Büroarbeit macht der Unterschied zwischen A18 und A19 ohnehin wenig aus.
Display: LCD bleibt
Am Display soll sich nichts ändern. Das iPad 12 behält nach allen bisherigen Berichten das 11-Zoll-Liquid-Retina-Display mit LCD und 60 Hz. OLED, ProMotion und ein laminiertes Display bleiben dem iPad Air und dem iPad Pro vorbehalten.
Beim aktuellen Modell bietet das Display True Tone, den erweiterten Farbraum P3 und 500 Nits Helligkeit. Für den Preis ist das weiterhin solide.
Design: vertraute Form
Auch äußerlich soll alles beim Alten bleiben: flache Kanten, Touch ID im Einschaltknopf, USB‑C und Stereo-Lautsprecher. Die Frontkamera sitzt weiter an der langen Seite. Neue Farben sind möglich, das aktuelle Modell gibt es in Blau, Pink, Gelb und Silber.
Funk, Mobilfunk und Zubehör
Laut Apple-Code bekommt das iPad 12 Apples eigenen N1-Chip für WLAN, Bluetooth und Thread. In den Mobilfunk-Modellen soll das C1X-Modem stecken, ebenfalls eine Eigenentwicklung von Apple.
Bei Kameras und Zubehör sind keine großen Änderungen zu erwarten:
- Rückkamera: 12 MP Weitwinkel
- Frontkamera: 12 MP mit Folgemodus, an der langen Seite
- Apple Pencil: Apple Pencil (USB‑C) bleibt kompatibel
- Tastatur: Magic Keyboard Folio wird weiter unterstützt
Release: vom Frühjahr über den Herbst auf 2027
Der Termin hat sich mehrfach verschoben. Im März 2026 hatte Gurman noch berichtet, das Gerät sei fertig und erscheine im laufenden Jahr. Im selben Monat kam zwar das iPad Air mit M4, das Einsteiger-iPad aber nicht.
Am 30. April deutete Apples Finanzchef Kevan Parekh im Gespräch mit Analysten eine Verzögerung beim nächsten iPad an. Er nannte den Vergleich mit dem Vorjahresquartal schwierig, weil dort das iPad mit A16 eingeführt worden war. Danach galt ein Start im Herbst 2026 als wahrscheinlich.
Auch daraus wird nichts. Weder zum Event am 13. Oktober noch zur zweiten Runde Ende Oktober ist das Einsteiger-iPad eingeplant. Laut Gurmans Bericht vom 11. Oktober soll es erst Anfang 2027 erscheinen, im selben Jahr wie ein iPad Air mit OLED und ein neues iPad Pro.
Preis: Das aktuelle Modell kostet 499 Euro
Im deutschen Apple Store kostet das aktuelle iPad derzeit ab 499 Euro mit 128 GB, mit 256 GB sind es 629 Euro. Apple hatte im Juni die Preise für Macs und iPads angehoben.
Mit Apple Intelligence wäre das iPad 12 das günstigste iPad, das die Funktionen unterstützt. Heute beginnt diese Klasse beim iPad mini ab 679 Euro.
Apple Intelligence und Siri AI in der EU
Apple Intelligence läuft auf dem iPad auch in Deutschland und Österreich. Siri AI ist auf iPadOS in der EU dagegen bislang nicht verfügbar, Apple begründet das mit dem Digital Markets Act. Die Schweiz ist davon ausgenommen, weil sie nicht zur EU gehört. Unabhängig davon spricht Siri AI bislang kein Deutsch.
Für wen ist das iPad 12 gedacht?
Wer ein iPad der 9. oder 10. Generation nutzt, bekommt mit dem iPad 12 ein deutliches Upgrade: schnellerer Chip, Apple Intelligence, mehr Arbeitsspeicher und moderne Funkchips. Beim Wechsel von einem älteren iPad mit Lightning auf USB‑C ist der Unterschied im Alltag ohnehin spürbar.
Wer das aktuelle iPad mit A16 besitzt, hat kaum einen Grund zum Wechsel. Design und Display bleiben gleich, der einzige echte Fortschritt ist Apple Intelligence.
Schwierig bleibt die Lage für alle, die jetzt ein günstiges iPad brauchen. Ich halte das Warten bis 2027 nur dann für sinnvoll, wenn Apple Intelligence wirklich wichtig ist. Brauchst du jetzt ein iPad, greifst du zum aktuellen Modell, oder du wählst gleich das iPad mini oder das iPad Air mit M4, die Apple Intelligence bereits unterstützen.
Wartest du bis 2027 auf das iPad 12 – oder kaufst du jetzt das aktuelle Modell, obwohl ihm Apple Intelligence fehlt? Schreib uns deine Prognose in die Kommentare.





