Das günstigste iPad bekommt 2026 sein wichtigstes Update seit Jahren: einen neuen Chip, der endlich Apple Intelligence unterstützt. Das aktuelle iPad mit A16-Chip ist das einzige iPad im Sortiment, das keine Apple-Intelligence-Funktionen nutzen kann. Das iPad 12 soll diese Lücke schließen – allerdings später als ursprünglich erwartet. Apple-Finanzchef Kevan Parekh hat im Earnings Call zum zweiten Quartal 2026 indirekt eingeräumt, dass das neue iPad vor Juli kaum noch erscheinen dürfte.
Apple hat das Einsteiger-iPad im März 2025 mit dem A16-Chip und einem 11-Zoll-Display aktualisiert. Ein solides Gerät für den Alltag, aber mit einem Problem: Der A16 unterstützt kein Apple Intelligence. Damit fehlen dem günstigsten iPad genau die Features, die Apple seit 2024 ins Zentrum seiner Software-Strategie stellt.
Das iPad 12 soll das ändern. In unserer iPad Kaufberatung: Welches iPad lohnt sich? haben wir das aktuelle Lineup verglichen – das iPad 12 könnte die Einstiegsempfehlung deutlich stärken, sobald es da ist.
iPad 12: Das Wichtigste in Kürze
| Detail | Erwartung |
|---|---|
| Codename | J581 / J582 |
| Chip | A18 (wahrscheinlich) oder A19 (möglich) |
| RAM | 8 GB (statt 6 GB) |
| Display | 11 Zoll LCD, 60 Hz, unverändert |
| Design | Keine Änderungen erwartet |
| Konnektivität | N1-Chip möglich (Wi-Fi 7, Bluetooth 6) |
| Apple Intelligence | Ja – erstmals im Einsteiger-iPad |
| Release | Frühjahrs-Launch ausgefallen, jetzt Herbst 2026 wahrscheinlich |
| Preis | Voraussichtlich ab 379 € (unverändert) |
Chip: A18 oder A19 – Hauptsache Apple Intelligence
Der wichtigste Punkt: Das iPad 12 bekommt einen Chip, der Apple Intelligence unterstützt. Welcher genau, ist noch nicht eindeutig:
A18 (wahrscheinlicher): Mark Gurman nennt den A18 als geplanten Chip. Er stammt aus dem iPhone 16 (2024) und ist der günstigste Apple-Intelligence-fähige Prozessor. Das würde Apples Tradition entsprechen, im Einsteiger-iPad einen Chip zu verwenden, der ein bis zwei Generationen hinter dem aktuellen iPhone liegt.
A19 (möglich): Macworld berichtet, in internem Apple-Code Hinweise auf einen A19-Chip (aus dem iPhone 17) gefunden zu haben. Das wäre ungewöhnlich, da Apple im günstigen iPad noch nie den aktuellsten Chip verbaut hat. MacRumors-Leaks deuten eher auf den A18 hin.
Beide Chips unterstützen Apple Intelligence, 8 GB RAM und eine 16-Core Neural Engine. Für den Alltag – Surfen, Streaming, Notizen, leichte Produktivität – macht der Unterschied kaum etwas aus.
Display: LCD bleibt
Keine Überraschung hier: Das iPad 12 behält das 11-Zoll Liquid Retina LCD mit 60 Hz. Kein OLED, kein ProMotion, kein laminiertes Display. Diese Features bleiben dem iPad Air und iPad Pro vorbehalten. Für den Preis ist das Display weiterhin solide – mit True Tone, Wide Color (P3) und 500 Nits Helligkeit.
Design: Vertraute Form
Am äußeren Design ändert sich voraussichtlich nichts: flache Kanten, Touch ID im Power-Button, USB-C, Stereo-Lautsprecher. Die Landscape-Frontkamera bleibt. Neue Farben sind möglich – das aktuelle Modell gibt es in Blau, Pink, Silber und Gelb.
Konnektivität
Das iPad 12 erhält möglicherweise den N1-Chip für Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread – das gleiche Upgrade, das das iPad Air (M4) im März 2026 bekommen hat. Bei den Mobilfunk-Modellen könnte Apples eigenes C1-Modem zum Einsatz kommen.
Kameras und Zubehör
Keine großen Änderungen erwartet:
- Rückkamera: 12 MP Weitwinkel
- Frontkamera: 12 MP mit Center Stage (Landscape)
- Apple Pencil: Kompatibilität mit Apple Pencil (USB-C) bleibt
- Tastatur: Magic Keyboard Folio weiterhin unterstützt
Release: Vom Frühjahrs-Kandidaten zur Herbst-Verschiebung
Beim Release-Termin hat sich die Lage zuletzt deutlich verändert. Mark Gurman hatte im März 2026 noch davon gesprochen, dass das iPad 12 „ready to go“ sei und „noch dieses Jahr“ erscheine. Beim Apple-Frühjahrsevent im März 2026 wurde das Modell jedoch nicht vorgestellt – obwohl das neue iPad Air dort sein Debüt feierte. Ein stiller Launch per Pressemitteilung im April blieb ebenfalls aus.
Am 30. April 2026 hat Apple-Finanzchef Kevan Parekh im Earnings Call zum zweiten Quartal 2026 eine ungewöhnlich klare Andeutung gemacht. Im Ausblick auf das laufende Juni-Quartal wies er die Investoren darauf hin, dass der Vergleich mit dem Vorjahresquartal schwierig sei – weil im Vorjahr das iPad mit A16 eingeführt wurde. Diese Formulierung bedeutet im Kontext: Im aktuellen Quartal fehlt eine entsprechende Neuvorstellung. Wir haben Parekhs Aussagen separat eingeordnet.
Damit ist ein Launch des iPad 12 vor Juli 2026 sehr unwahrscheinlich geworden. Apple bringt neue Hardware traditionell nicht in der zweiten Sommerhälfte – Juli und August sind für größere Launches eher untypisch. Realistisch bleibt damit ein Fenster ab dem Herbst 2026, möglicherweise in Verbindung mit der iPhone-18-Vorstellung im September oder einem stillen Oktober-Launch per Pressemitteilung.
Auffällig ist die Verschiebung auch deshalb, weil sie das ohnehin volle Apple-Herbstprogramm zusätzlich verdichtet. Neben dem iPhone 18 Pro und dem iPhone Ultra stehen weitere Produkte in den Startlöchern, vom verzögerten Mac Studio M5 bis zu den Apple Watch Series 12 und Ultra 4. Falls das Einsteiger-iPad in dieses Fenster rutscht, wird der Herbst 2026 für Apple zu einem der dichtesten Launch-Zeiträume der vergangenen Jahre.
Preis: Das günstigste Apple-Intelligence-iPad
Das aktuelle iPad startet bei 379 € in Deutschland. Es gibt keine Hinweise auf eine Preiserhöhung. Das iPad 12 wäre damit das günstigste Apple-Gerät mit Apple Intelligence – und ein direkter Konkurrent zu Android-Tablets, die deutlich weniger KI-Integration bieten.
Erwartete Speicheroptionen: 128 GB, 256 GB und 512 GB.
iPad 12: Für wen lohnt sich das Warten?
Wer ein iPad der 9. oder 10. Generation nutzt, bekommt mit dem iPad 12 ein deutliches Upgrade: schnellerer Chip, Apple Intelligence, mehr RAM und modernere Konnektivität. Auch der Sprung von einem alten iPad mit Lightning-Anschluss auf das neue Modell mit USB-C ist im Alltag spürbar.
Wer das aktuelle iPad 11 (2025) besitzt, steht vor einer anderen Entscheidung: Hardware und Design bleiben nahezu identisch. Der einzige echte Grund zum Upgrade ist Apple Intelligence – und die Frage, wie wichtig einem die neuen KI-Features sind.
Schwierig ist die Lage für alle, die jetzt ein günstiges iPad brauchen. Das aktuelle Modell ohne Apple Intelligence kauft man sich heute unnötig ein, wenn der Nachfolger bestätigt ist – aber durch die Verzögerung bis voraussichtlich Herbst 2026 ist die Wartezeit erheblich länger als ursprünglich angenommen. Wer jetzt ein iPad braucht und nicht warten kann, sollte zum aktuellen Modell greifen oder gleich ein iPad Air mit M4 in Betracht ziehen, das Apple Intelligence bereits unterstützt.
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