Apples erste Smart Glasses sollen laut Bloomberg noch vor Weihnachten 2026 erscheinen. Vier Designs, zwei Kameras, N401-Chip und eine überarbeitete Siri – alle aktuellen Gerüchte im Überblick.
Mit den Apple Glasses betritt Apple ein völlig neues Produktfeld. Die Brille wird kein AR-Headset wie die Vision Pro, sondern eine leichte, alltagstaugliche Smart Glasses mit Kameras, Mikrofonen und Siri-Integration – vergleichbar mit den Ray-Ban Meta. Laut Bloombergs Mark Gurman testet Apple aktuell vier Rahmen-Designs und peilt den Launch im Weihnachtsgeschäft 2026 an.
Während Meta mit den Ray-Ban-Brillen längst eine eigene Smart-Glasses-Kategorie etabliert hat und Google 2026 mit Android XR nachzieht, startet Apple bewusst später – aber mit klarem Fokus auf Design, Material und Siri-Integration. Ziel ist es, eine Brille zu schaffen, die sofort als Apple-Produkt erkennbar ist, ähnlich wie bei AirPods oder Apple Watch.
Die Gerüchteküche um die Apple Glasses reicht Jahre zurück. Nach mehreren Verschiebungen und einem strategischen Kurswechsel weg von komplexen AR-Brillen liegt der Fokus jetzt auf einem praktikablen Produkt: Keine Displays, kein AR in der ersten Generation – dafür Kameras, Spatial Audio, KI-gestützte Visual Intelligence und eine tiefe iPhone-Anbindung.
Das Wichtigste in Kürze
| Detail | Erwartung |
|---|---|
| Release | Ende 2026 (Weihnachtsgeschäft) |
| Chip | N401 (basiert auf Apple-Watch-S-Serie) |
| Kameras | Zwei (Foto/Video + Computer Vision) |
| Display | Nicht in erster Generation |
| Rahmen-Material | Acetat |
| Designs | Vier in Erprobung |
| Farben | Schwarz, Ocean Blue, Light Brown (bisher) |
| iPhone-Abhängigkeit | Ja, primär über Bluetooth |
Vier Rahmen-Designs in Erprobung
Laut Mark Gurman von Bloomberg testet Apple derzeit vier unterschiedliche Rahmen-Designs. Plan ist, mehrere davon zeitgleich zu launchen – vergleichbar mit dem breiten Angebot beim Apple-Watch-Debüt 2015. Die vier Designs:
- Ein großer rechteckiger Rahmen im Stil der Ray-Ban Wayfarer
- Ein schlankerer rechteckiger Rahmen, ähnlich der Brille von Tim Cook
- Ein größerer ovaler oder runder Rahmen
- Ein kleinerer, zierlicherer ovaler Rahmen
Apple testet dabei auch verschiedene Farben: Schwarz, Ocean Blue und Light Brown sind bestätigt, weitere sollen folgen. Als Rahmen-Material kommt Acetat zum Einsatz – laut Gurman ein „haltbareres und luxuriöseres“ Material als das bei Meta verwendete Kunststoff.
Unverwechselbares Kamera-Design
Die Frontkameras sollen laut Gurman vertikal oval angeordnet sein und von Indikator-LEDs umrahmt werden. Diese Anordnung unterscheidet sich deutlich vom horizontalen Layout der Meta-Brillen und ist Teil von Apples Strategie, die Glasses auf den ersten Blick als Apple-Produkt erkennbar zu machen.
Die LEDs signalisieren, wann eine Aufnahme läuft – ein Schritt, der auf Datenschutzbedenken reagiert, die bei versteckten Kameras in Brillen regelmäßig auftauchen.
N401: Ein Chip auf Basis der Apple Watch
Im Inneren der Glasses arbeitet ein eigens entwickelter Chip mit dem Codenamen N401. Dieser basiert laut Bloomberg auf der S-Serie der Apple Watch und wurde auf extreme Energieeffizienz optimiert. Grund: Smart Glasses müssen bei minimalem Gewicht und passiver Kühlung ganztägige Akkulaufzeit liefern – eine Herausforderung, die sich die Apple-Watch-Architektur bereits bewiesen hat.
Der N401 übernimmt On-Device-KI-Inferenz für Visual Intelligence und grundlegende Funktionen. Rechenintensive Aufgaben werden an das gekoppelte iPhone ausgelagert.
Zwei Kameras für unterschiedliche Aufgaben
Die Apple Glasses sollen mit zwei Kameras ausgestattet sein:
- Foto- und Videokamera für Aufnahmen aus der Perspektive der tragenden Person
- Computer-Vision-Kamera für räumliche Erkennung und Kontextanalyse
Die zweite Kamera liefert Siri und Apple Intelligence Informationen über die Umgebung – sie erkennt Objekte, misst Distanzen und kann Kontext interpretieren, ähnlich wie LiDAR auf dem iPhone. Damit werden Funktionen wie Echtzeit-Übersetzungen, Objekterkennung und kontextbezogene Siri-Anfragen möglich.
Apple Glasses: Siri als zentrale Schnittstelle
Die gesamte Bedienung der Apple Glasses läuft laut Berichten primär über die überarbeitete, LLM-basierte Siri. Diese soll ab iOS 27 deutlich leistungsfähiger sein und komplexe Kontexte verstehen, visuelle Informationen analysieren und hands-free Interaktionen ermöglichen.
Typische Anwendungen:
- Benachrichtigungen aus dem iPhone anzeigen lassen
- Telefonate führen, Nachrichten senden
- Fotos und Videos aufnehmen
- Musik, Podcasts und Navigation per Sprache steuern
- Echtzeit-Übersetzungen
- Objekterkennung und Visual Intelligence zu Sehenswürdigkeiten, Pflanzen, Produkten
Ohne eine zuverlässige neue Siri hätten die Glasses es schwer – weshalb der Launch-Zeitplan eng mit der Reife des überarbeiteten Assistenten verknüpft ist.
Release: Weihnachtsgeschäft 2026
Laut aktuellem Bloomberg-Bericht peilt Apple einen Launch noch vor Weihnachten 2026 an. Das ist eine deutliche Beschleunigung gegenüber früheren Zeitplänen, die von Frühjahr oder Sommer 2027 ausgingen. Der Grund: Meta hat mit den Ray-Ban-Smart-Glasses die Kategorie im Mainstream etabliert, und Apple will den Vorsprung des Konkurrenten nicht weiter wachsen lassen.
Apple reiht sich damit zeitlich hinter Meta (bereits dritte Generation) und Google (Android-XR-Brillen 2026) ein. Der Weihnachts-Launch 2026 wäre ein starker Zeitpunkt, um maximale Aufmerksamkeit und Verkaufszahlen zu generieren – und die Kategorie noch auf eigenen Bedingungen zu formen, statt rein reaktiv auf Meta zu antworten.
Preis: Noch keine offiziellen Angaben
Bisher gibt es keine bestätigten Preisinformationen. Zum Vergleich: Die Meta Ray-Ban Smart Glasses starten bei rund 300 US-Dollar, Premium-Varianten liegen zwischen 380 und 500 US-Dollar. Apple dürfte sich im Premium-Segment positionieren – Schätzungen aus Sekundärquellen nennen einen Einstiegspreis von rund 499 US-Dollar, offizielle Angaben gibt es aber nicht.
Teil einer größeren KI-Wearables-Strategie
Die Apple Glasses sind laut Gurman Teil einer umfassenderen KI-Wearables-Strategie. Dazu gehören auch:
- AirPods mit integrierten Kameras für Visual Intelligence
- Ein tragbarer Pendant-Anhänger mit Kamera, der kontextuelle Daten für Apple Intelligence sammelt
- Eine klassische AR-Brille mit Display als zweite Phase, Zeitrahmen 2028 oder später
Die Strategie: Apple testet parallel verschiedene Wege, wie Nutzer im Alltag mit KI interagieren wollen. Wer keine Brille tragen möchte, könnte zu kameraintegrierten AirPods greifen. Wer keine Kameras am Kopf haben will, zum Anhänger. Die Smart Glasses sind ein Baustein in einer breiteren Strategie, nicht das einzige Pferd im Stall.
Für wen sind die Apple Glasses gedacht?
Die Apple Glasses richten sich an iPhone-Nutzer, die eine praktische Erweiterung ihres Apple-Ökosystems wollen – ohne den Aufwand und das Gewicht eines Headsets wie der Vision Pro. Wer bereits AirPods und Apple Watch nutzt, bekommt mit den Glasses das dritte Standbein für hands-free Interaktion mit dem iPhone.
Wer eine echte AR-Brille mit Display und räumlichen Inhalten erwartet, muss sich hingegen noch gedulden: Diese ist frühestens für 2028 geplant und wird deutlich teurer ausfallen. Die erste Generation der Apple Glasses ist bewusst als alltagstauglicher Einstieg positioniert – mehr Meta Ray-Ban als Vision Pro.
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