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Apple Watch Ultra 4: Alle Gerüchte im Überblick

Milan Jovicic by Milan Jovicic
30. August 2026 - 15:00 CEST
in Apple Allgemein
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Apple Watch Ultra 4 Gerüchte

Bild: Shutterstock / Hadrian

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Die Apple Watch Ultra gilt seit 2022 als robusteste und leistungsstärkste Apple Watch – und trägt seither dasselbe Gehäuse. Für die Ultra 4 im September 2026 sagten Zulieferer-Berichte im Frühjahr noch ein komplettes Redesign samt doppelter Sensorzahl voraus. Aus Cupertino selbst klingt es inzwischen deutlich nüchterner.

Die Apple Watch Ultra 3 kam im September 2025 und brachte vor allem 5G (RedCap), eine Akkulaufzeit von bis zu 42 Stunden und Bluthochdruck-Warnungen. Am Design hat sich seit der ersten Ultra von 2022 praktisch nichts geändert: gleiches Titan-Gehäuse, gleiche Action-Taste, gleiche Digital Crown. Für 2026 laufen die Erwartungen an die Ultra 4 inzwischen in zwei entgegengesetzte Richtungen – ähnlich wie beim Schwestermodell, dessen Stand die Übersicht zur Apple Watch Series 12 sammelt. Dieser Artikel fasst zusammen, was bisher bekannt ist, und wo sich die Quellen widersprechen.

Apple Watch Ultra 4: Das Wichtigste in Kürze

DetailErwartung
ReleaseSeptember 2026, zusammen mit iPhone 18 Pro
Interne KennungN240, späte Testphase
DesignUmstritten: dünneres Gehäuse laut Zulieferern, keine sichtbare Änderung laut Berichten aus dem Konzern
ArmbänderZahlreiche neue Farben und Konfigurationen erwartet
PositionierungModelle oberhalb der Ultra in Prüfung, ohne Termin und ohne Entscheidung
ChipNeue Gerätefamilie „Watch8″, Prozessor in Codefunden als T8320
SensorenUmstritten: Verdopplung laut DigiTimes, keine neuen Sensoren laut Bloomberg
GesundheitDauerhafte Herzfrequenzmessung in Erprobung, überarbeitete Health- und Fitness-Apps
AkkuGrößere Zelle plus Effizienzgewinne, längere Laufzeit erwartet
Touch IDFür 2026 verworfen
BlutdruckErweiterte Erkennung möglich, eher softwareseitig
BlutzuckerNicht in 2026
SoftwarewatchOS 27 ab Werk, Siri AI nur über gekoppeltes iPhone
StartpreisVoraussichtlich 899 €, Apple Watch blieb von der Juni-Preisrunde ausgenommen
Apple Watch SEKein neues Modell im Herbst-Lineup

Zwei Berichte, zwei völlig verschiedene Ultra 4

Im Mai berichtete das taiwanische Branchenmedium DigiTimes unter Berufung auf Zulieferer, die Ultra 4 bekomme ein komplettes Redesign und einen deutlichen Sensor-Sprung. Von einer Verdopplung der Sensorkomponenten war die Rede, dazu von Apples exklusivem Sensorzulieferer Taiwan-Asia Semiconductor (TASC) und großvolumigen Bestellungen ab Juli – ein Beschaffungsrhythmus, der zu einem Marktstart im September passt.

Ende Juli fiel das Bild deutlich anders aus. Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtete, dass im Herbst weder ein neues Apple Watch SE noch ein Redesign der Ultra 4 ansteht. Sichtbare Designänderungen erwartet er nicht, neue Sensoren ebenfalls nicht. Verbesserungen bei Gesundheits- und Fitnessfunktionen soll es geben – laut früheren Berichten allerdings ohne neue Hardware, also auf Softwareebene.

Aufgelöst ist der Widerspruch bis heute nicht. Zulieferer-Berichte greifen früher, treffen aber häufiger daneben, weil sie Prototypen und Serienstand vermischen. Bloombergs Informationen stammen üblicherweise aus dem Konzern selbst und liegen zeitlich näher an der finalen Konfiguration. Für die Ultra 4 spricht der Zeitpunkt damit gegen das große Redesign: Wer im Juli über den Testzustand dreier Geräte berichtet, beschreibt Hardware, die für den Herbst bereits festgezurrt ist.

Ende August bekräftigte derselbe Reporter diese Linie: Weder für die Series 12 noch für die Ultra 4 erwartet er nennenswerte Designänderungen gegenüber Series 11 und Ultra 3, und auch Touch ID hält er weiterhin für ausgeschlossen. Eine unabhängige Bestätigung ist das nicht – die Angabe stammt aus derselben Quelle wie der Juli-Bericht. Sie zeigt aber, dass sich am Konzernstand seit dem Sommer nichts bewegt hat.

Design: Was von den dünneren Plänen übrig bleibt

Seit drei Generationen misst die Apple Watch Ultra 49 × 44 × 12 mm und wiegt je nach Variante rund 61 bis 62 Gramm. Für viele ist das zu klobig für den Alltag – ein Kritikpunkt, den Apple mit einem um 10 bis 15 Prozent schlankeren Gehäuse hätte adressieren können. Die Gehäusetiefe wäre damit auf etwa 10 bis 10,5 mm gesunken.

Ursprünglich war für 2026 ein größeres Redesign geplant, das mit einem Wechsel auf MicroLED-Displays zusammenhängen sollte. Apple hat MicroLED verschoben, wodurch auch die drastischeren Designpläne auf Eis landeten. Nach dem aktuellen Stand bleibt selbst die abgespeckte Variante aus: Das Titan-Gehäuse (Klasse 5), die Action-Taste und die Grundform dürften unverändert bleiben. Neue Farben sind möglich, aber nicht bestätigt.

Ein grundlegend neu gestaltetes Modell ist in Arbeit, der Zeitpunkt bleibt aber beweglich. Ende August hieß es, Apple wolle das Redesign im kommenden Jahr fertig haben, es könne sich aber ins Jahr darauf verschieben. Damit rückt der Zeitrahmen wieder näher an die früheren Berichte heran, die ein Redesign samt neuem Bandsystem auf 2027 gelegt hatten. Beim Bandsystem selbst ist ohnehin Zurückhaltung angebracht: Dieselbe Behauptung taucht seit mehreren Jahren in jedem Vorfeld-Zyklus auf, ohne je einzutreffen.

Warum sich der Termin immer weiter verschiebt, erklärt ein Bericht von Anfang August. Apples Designabteilung prüft demnach runde Displays, Geräte ganz ohne Bildschirm und zusätzliche Gehäusegrößen für die gesamte Reihe. Eine Richtung ist dabei nicht festgelegt, ein rundes Modell hält die Quelle selbst für unwahrscheinlich. Solange die Grundsatzfrage offen ist, lässt sich kein Redesign terminieren – das erklärt die Spanne zwischen 2027 und „noch einige Jahre” besser als jede der beiden Einzelangaben.

Eine Stufe über der Ultra ist im Gespräch

Interessanter als die Formfrage ist für diese Reihe ein anderer Punkt desselben Berichts: Apple erwägt Modelle oberhalb von Ultra und Hermès. Die Ultra wäre damit nicht länger das Ende der Fahnenstange, sondern die vorletzte Stufe.

Was ein solches Modell auszeichnen würde, steht nicht im Bericht – denkbar wären ein exklusiveres Gehäusematerial oder Funktionen, die der Ultra vorbehalten bleiben. In dieselbe Richtung deutet ein zweiter Hinweis: Keramik kehrt als Gehäusematerial zurück. Getestet wurden zwei Ausführungen, Weiß und Dunkelgrau, wie zuletzt bei der teuersten Variante der Series 3 von 2017. Die Angaben beziehen sich allerdings auf die Series 12; für die Ultra-Reihe, die bislang ausschließlich in Titan erhältlich war, ist Keramik nicht genannt.

Für die Ultra 4 ändert das nichts. Beide Vorhaben liegen jenseits des Herbstes, und keines davon ist entschieden.

Chip: Erster echter Architekturwechsel seit 2023

Die eigentliche Veränderung steckt im Inneren. Die Ultra 4 soll einen neuen Prozessor erhalten und wird intern erstmals der Gerätefamilie „Watch8″ zugeordnet. Series 9, Series 10 und Series 11 gehörten allesamt noch zur Vorgängerfamilie – ein Hinweis darauf, wie wenig sich an der Grundarchitektur seit 2023 bewegt hat. Der zugehörige Chip taucht in Codefunden als T8320 auf.

Erwartete Verbesserungen:

  • Höhere Energieeffizienz für längere Akkulaufzeit
  • Schnellere App-Starts und flüssigere Animationen
  • Mehr lokale Rechenleistung für KI- und Gesundheitsfunktionen

Sensoren: Genauigkeit statt neuer Messwerte

Konkret wird die Software-Seite: Der Herzfrequenzsensor soll künftig den ganzen Tag über messen statt nur während eines Trainings und in Abständen dazwischen. Die Funktion befindet sich in der Erprobung und betrifft Series 12 und Ultra 4 gleichermaßen. Dazu kommt ein Umbau der Health- und Fitness-Apps, die mehr Wellness-Kennzahlen darstellen sollen – orientiert an dem, was spezialisierte Anbieter in der Auswertung vormachen. Für die Ultra 4 ist das der greifbarste Fortschritt bei den Gesundheitsfunktionen, und er kommt ohne neue Sensorik aus.

Die Ultra 3 erfasst bereits Herzfrequenz (optisch und elektrisch), Blutsauerstoff, Temperatur, Tiefe und Wassertemperatur. Sollte die von DigiTimes berichtete Verdopplung der Sensorkomponenten doch eintreffen, ginge es dabei nicht zwingend um neue Gesundheitsmetriken, sondern um höhere Messgenauigkeit: weniger Abhängigkeit von Algorithmen, zuverlässigere Daten bei Bewegung, Sport und Schlaf.

In diese Richtung deutet auch ein Vorgang aus den USA: Apple hat eine neue Bluthochdruck-Funktion für die Apple Watch zur FDA-Prüfung eingereicht – ein Indiz, dass die Gesundheitsfunktionen in Richtung medizinisch zertifizierter Anwendungen zielen. Für die Ultra 4 muss das keine neue Hardware bedeuten; die aktuellen Berichte sehen die Fortschritte primär auf Softwareebene.

Blutdruck und Blutzucker

Blutdruck: Die Ultra 3 bietet bereits Bluthochdruck-Warnungen auf Basis von Herzfrequenz-Trendanalysen über 30 Tage. Apple arbeitet an einer direkten Blutdruckmessung am Handgelenk – ob die Technologie 2026 bereit ist, bleibt unsicher. Wahrscheinlicher ist zunächst eine erweiterte Trendauswertung auf vorhandener Sensorik.

Blutzucker: Die nicht-invasive Blutzuckermessung wird seit Jahren mit der Apple Watch in Verbindung gebracht. Alle aktuellen Berichte stimmen überein: 2026 kommt dieses Feature nicht. Das Projekt hat zuletzt einen neuen Leiter bekommen, die Technologie ist für ein Consumer-Produkt weiterhin nicht genau genug.

Touch ID: Für 2026 vom Tisch

Lange galt Touch ID als heißer Kandidat für die Ultra 4. In geleaktem Apple-Code fanden sich im Sommer 2025 Hinweise auf „AppleMesa” – Apples internen Codenamen für Touch ID – verknüpft mit Apple-Watch-Modellen aus 2026. Touch ID in Seitenknopf, Digital Crown oder Action-Taste hätte das Entsperren ohne iPhone, das Autorisieren von Apple Pay und den Schutz sensibler Apps erleichtert.

Im Mai 2026 dämpfte der chinesische Leaker Instant Digital diese Erwartungen: Apple habe das Vorhaben für 2026 verworfen. Zwei Gründe sollen den Ausschlag gegeben haben. Erstens würde ein zusätzlicher biometrischer Sensor die ohnehin enge Energiebilanz belasten. Zweitens verteuert ein Fingerabdrucksensor die Stückliste, ohne den Nutzen aus Apples Sicht entscheidend zu erweitern. Das Entsperren über die iPhone-Kopplung bleibt der vorgesehene Weg.

Code-Hinweise wie „AppleMesa” bedeuten ohnehin keine fertige Produktentscheidung. Apple testet regelmäßig Funktionen in der Software, die später nicht in finalen Geräten landen. Endgültig vom Tisch ist Touch ID am Handgelenk damit nicht – findet Apple eine Lösung, die weder Akku noch Stückkosten belastet, kann das Thema zurückkehren.

Akku: Der greifbarste Fortschritt

Die Ultra 3 bietet bis zu 42 Stunden bei normaler Nutzung und bis zu 72 Stunden im Stromsparmodus. Für die Ultra 4 sollen eine größere Zelle und Effizienzgewinne des neuen Chips zusammenwirken. Ohne dünneres Gehäuse entfällt der Zielkonflikt, der eine längere Laufzeit bislang gebremst hätte: Bleibt die Bauhöhe bei 12 mm, steht der zusätzliche Bauraum vollständig dem Akku zur Verfügung.

Software: watchOS 27 ab Werk

Den Software-Unterbau liefert watchOS 27, das Apple auf der WWDC im Juni vorgestellt hat. Neben Detailverbesserungen bringt es neue Zifferblätter – darunter eine vereinfachte Variante des bislang Ultra-exklusiven Modular-Ultra-Zifferblatts, die nun auch auf den Standardmodellen läuft.

Größter Neuzugang ist Siri AI: Die aufgewertete Assistenz erreicht mit watchOS 27 erstmals die Apple Watch, läuft aber nicht auf der Uhr selbst, sondern über ein gekoppeltes iPhone mit Apple Intelligence.

Warum der Leistungssprung in Deutschland vorerst ins Leere läuft

Genau an dieser Kopplung hängt der praktische Wert des neuen Chips – und in der Europäischen Union trägt die Begründung vorerst nicht. Siri AI auf der Uhr setzt ein iPhone voraus, auf dem Siri AI läuft. Genau das ist in der EU zunächst nicht der Fall: Apple liefert die Funktion dort auf iPhone und iPad vorerst nicht aus und verweist auf den Digital Markets Act. Das System selbst kommt normal, nur diese Funktion fehlt. Die Apple Watch fällt dadurch mit heraus, ohne selbst betroffen zu sein; die regulatorischen Hintergründe dieser Kette liegen vollständig auf der iPhone-Seite.

Käufer in Deutschland und Österreich bezahlen im Herbst also Rechenleistung mit, deren Hauptzweck bei ihnen zunächst brachliegt. In der Schweiz, die weder zur EU noch zum EWR gehört, stellt sich diese Frage nicht – dort greift die Beschränkung nicht.

Release und Preis

Die Apple Watch Ultra 4 wird zusammen mit der Apple Watch Series 12, dem iPhone 18 Pro und dem iPhone Ultra im September 2026 erwartet. Drei Geräte befinden sich in später Erprobung: die Series 12 in einer WLAN- und einer Mobilfunkvariante (N237, N238) sowie die Ultra 4 (N240). Ein neues Apple Watch SE ist in dieser Liste nicht enthalten. Dass die Ultra 4 noch in diesem Jahr erscheint, gilt damit als gesichert – anders als 2024, als bei der Ultra-Reihe nur eine neue Farbvariante erschien. Vorbestellungen dürften kurz nach der Keynote starten.

Apple hat den Preis der Ultra-Reihe seit drei Generationen stabil bei 899 € gehalten. Ein Aufschlag wirkt derzeit unwahrscheinlicher als noch im Frühjahr: Ohne neues Gehäuse und ohne zusätzliche Sensorik fehlt der Kostentreiber, und bei der europäischen Preisrunde Ende Juni blieb die Apple Watch ausgenommen, während Macs, iPads und die Vision Pro teurer wurden.

Für wen ist die Apple Watch Ultra 4 gedacht?

Für Besitzer der ersten Ultra von 2022 fällt die Entscheidung am klarsten aus, und zwar aus einem Software-Grund: watchOS 27 lässt fünf Apple-Watch-Modelle hinter sich, darunter die Ultra der ersten Generation. Wer hier auf neue Systemversionen Wert legt, kommt um einen Wechsel nicht herum – und da im Herbst kein neues Apple Watch SE erscheint, fehlt der sonst naheliegende günstige Ausweg.

Mit einer Ultra 2 am Handgelenk sprechen vor allem der neue Chip, die längere Laufzeit und die seit 2025 hinzugekommenen Funktionen wie 5G und Bluthochdruck-Warnungen für den Schritt. Wer eine Ultra 3 trägt, findet dagegen wenig Anlass: gleiches Gehäuse, nach heutigem Stand keine neuen Sensoren, dazu ein S10-Chip, der im Alltag weiterhin ausreicht.

Unsere Empfehlung: Wenn du ohnehin eine neue Ultra planst, lohnt das Warten bis September – der Chipwechsel und die größere Akkuzelle sind die substanziellsten Neuerungen seit dem Debüt der Reihe. Wer die Ultra 3 bereits besitzt, kann diese Generation beruhigt überspringen und auf das grundlegend neue Modell warten, das Apple für die kommenden Jahre vorbereitet.

Trägst du bereits eine Ultra 3, hängt die Entscheidung damit weniger am Gehäuse als an der Auswertung: Wäre dir eine durchgehende Pulsmessung samt neuer Health-App den Wechsel wert – oder wartest du auf die Generation mit neuem Gehäuse? Schreib uns deine Rechnung in die Kommentare.

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Milan Jovicic

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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