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Apple Watch Ultra 4: Alle Gerüchte im Überblick

by Milan
18. Mai 2026
in Allgemein
Apple Watch Ultra 4 Gerüchte

Bild: Shutterstock / Hadrian

Die Apple Watch Ultra hat sich seit 2022 als robusteste und leistungsstärkste Apple Watch etabliert. Nach drei Generationen mit nahezu identischem Design könnte die Ultra 4 im September 2026 erstmals äußerlich spürbar verändert werden: dünner, leichter und mit doppelt so vielen Sensoren. Dazu kommen ein neuer S-Chip und eine überraschende Wendung beim lange erwarteten Touch-ID-Sensor.

Die Apple Watch Ultra 3 kam im September 2025 und brachte vor allem 5G (RedCap), eine Akkulaufzeit von bis zu 42 Stunden und Bluthochdruck-Warnungen. Am Design hat sich seit der ersten Ultra von 2022 praktisch nichts geändert: gleiches Titan-Gehäuse, gleiche Action-Taste, gleiche Digital Crown. In unserer Apple Watch Kaufberatung: Ultra 3 vs. Series 11 vs. SE 3 haben wir alle Modelle verglichen.

Für die Ultra 4 deuten die Gerüchte erstmals auf Veränderungen hin, die auch von außen sichtbar sein könnten. Dieser Artikel fasst alles zusammen, was bisher bekannt ist.

Apple Watch Ultra 4: Das Wichtigste in Kürze

DetailErwartung
ReleaseSeptember 2026, zusammen mit iPhone 18 Pro
DesignDünneres Gehäuse (ca. 10–15 Prozent schlanker)
ChipNeuer S-Chip (Nachfolger des S10)
SensorenVerdoppelte Sensoranzahl laut DigiTimes
Touch IDLaut Instant Digital für 2026 verworfen – Apple setzt auf Akku und Sensoren
BlutdruckErweiterte Erkennung möglich
BlutzuckerNicht in 2026
StartpreisVoraussichtlich 899–949 €, möglicherweise unverändert

Design: Endlich dünner

Seit drei Generationen misst die Apple Watch Ultra 49 × 44 × 12 mm – und wiegt je nach Variante rund 61–62 Gramm. Für viele ist das zu klobig für den Alltag.

Die Ultra 4 soll laut mehreren Berichten 10 bis 15 Prozent dünner werden. Das würde die Gehäusetiefe von 12 mm auf etwa 10–10,5 mm senken – ein spürbarer Unterschied am Handgelenk. Ursprünglich war für 2026 ein größeres Redesign geplant, das mit einem Wechsel auf MicroLED-Displays zusammenhängen sollte. Apple hat MicroLED jedoch verschoben, wodurch auch die drastischeren Designpläne auf Eis gelegt wurden.

Das Ergebnis: Die Ultra 4 wird voraussichtlich erkennbar schlanker, aber kein komplett neues Produkt. Das Titan-Gehäuse (Klasse 5), die Action-Taste und die Grundform bleiben erhalten. Neue Farben sind möglich, aber nicht bestätigt.

Ein neuer Bericht aus Asien deutet allerdings auf einen umfangreicheren Schritt hin als bislang erwartet. Das taiwanische Branchenmedium Digitimes spricht in einer Lieferketten-Analyse vom Mai 2026 von einem „kompletten Redesign“ der Apple Watch Ultra 4 im Zusammenspiel mit einem deutlichen Sensor-Sprung. Konkrete Designdetails – Maße, Materialien, Display-Technologie – nennt der Bericht nicht. Digitimes ist bei Lieferketten-Beobachtungen typischerweise gut informiert, bei Detail-Specs allerdings oft weniger präzise als Bloomberg oder Ming-Chi Kuo. Ob „komplettes Redesign“ damit tatsächlich ein neues Gehäuse oder eher das angekündigte schlankere Profil meint, bleibt offen. Klarer wird das Bild erfahrungsgemäß erst in den letzten zwei bis drei Monaten vor dem Launch, wenn Dummies und Cases aus der Lieferkette durchsickern.

Chip: Mehr Effizienz, mehr Leistung

Die Ultra 3 nutzt denselben S10-Chip wie die Series 11 – einen 64-Bit Dual-Core-Prozessor mit 4-Core Neural Engine und 64 GB Speicher. Der Nachfolger (ob S11 oder S12) ist für die Ultra 4 so gut wie sicher.

Erwartete Verbesserungen:

  • Höhere Energieeffizienz für längere Akkulaufzeit
  • Schnellere App-Starts und flüssigere Animationen
  • Bessere lokale KI-Verarbeitung für Siri und Gesundheitsfeatures

Einige Berichte erwähnen auch den Chip-Codenamen „T8320″ als möglichen Kandidaten für die Ultra 4. Offizielle Details gibt es noch nicht.

Sensoren: Doppelte Anzahl

Einer der wichtigsten Gerüchte kommt von DigiTimes, basierend auf Zulieferer-Quellen: Die Apple Watch Ultra 4 soll die Anzahl der Sensorkomponenten verdoppeln. Die Ultra 3 misst bereits Herzfrequenz (optisch und elektrisch), Blutsauerstoff, Temperatur, Tiefe und Wassertemperatur.

Ein aktueller Digitimes-Bericht vom Mai 2026 untermauert diese Aussage zusätzlich: Apples exklusiver Sensorzulieferer Taiwan-Asia Semiconductor (TASC) gehört demnach zu den Hauptprofiteuren des neuen Modells, mit großvolumigen Bestellungen ab Juli – also rund zwei Monate vor dem erwarteten Marktstart. Genau dieser Beschaffungszyklus ist typisch für Apple-Produkte und ein verlässliches Signal, dass die Produktion in die finale Phase geht. Welche Sensoren konkret hinzukommen, bleibt offen. Ein erster konkreter Hinweis kommt allerdings aus den USA: Apple hat zeitgleich eine neue Bluthochdruck-Funktion für die Apple Watch zur FDA-Prüfung eingereicht – ein Indiz, dass die erweiterten Sensoren auch in Richtung medizinisch zertifizierter Funktionen zielen.

Mehr Sensoren bedeuten nicht unbedingt neue Gesundheitsmetriken – das Hauptziel ist laut Berichten eine höhere Messgenauigkeit. Weniger Abhängigkeit von Algorithmen, zuverlässigere Daten bei Bewegung, Sport und Schlaf. Ähnlich wie Oura beim Ring 4 setzt Apple auf bessere Sensoranordnung statt auf neue Schlagzeilen-Features.

Genau diese Schwerpunktsetzung passt zu Apples vermeintlicher Entscheidung gegen Touch ID. Laut Instant Digital fließt die Aufmerksamkeit aktuell in zwei klare Richtungen: größere Akkus und ausgereiftere Gesundheitssensoren. Ein zusätzlicher biometrischer Sensor wäre an dieser Stelle eher hinderlich – Bauraum, Energie und Kosten werden bei der Ultra 4 offenbar bewusst in Messgenauigkeit und Laufzeit investiert. Funktionen wie eine zuverlässigere Bluthochdruck-Erkennung, eine optimierte SpO2-Messung oder neue Bewegungs- und Schlaf-Metriken wären mit dieser Strategie deutlich konsistenter als ein Authentifizierungs-Komfortfeature.

Blutdruck und Blutzucker

Blutdruck

Die Ultra 3 bietet bereits Bluthochdruck-Warnungen auf Basis von Herzfrequenz-Trendanalysen über 30 Tage. Apple arbeitet an einer direkten Blutdruckmessung am Handgelenk – ob die Technologie 2026 bereit ist, bleibt unsicher. Die verdoppelten Sensoren könnten aber die Grundlage dafür legen, selbst wenn die Funktion zunächst nur als erweiterte Trenddaten erscheint.

Blutzucker

Nicht-invasive Blutzuckermessung wird seit Jahren mit der Apple Watch in Verbindung gebracht. Alle aktuellen Berichte stimmen überein: 2026 kommt dieses Feature nicht. Die Technologie ist noch nicht genau genug für ein Consumer-Produkt.

Touch ID: Biometrische Authentifizierung

Lange galt Touch ID als heißer Kandidat für die Ultra 4. Macworld-Reporter Filipe Espósito hatte im Sommer 2025 in geleaktem Apple-Code Hinweise auf „AppleMesa“ gefunden – Apples interner Codename für Touch ID – und zwar verknüpft mit Apple-Watch-Modellen aus 2026. Touch ID in Seitenknopf, Digital Crown oder Action-Taste hätte das Entsperren der Watch ohne iPhone, das Autorisieren von Apple Pay und den Schutz sensibler Apps deutlich erleichtert.

Im Mai 2026 meldete sich allerdings der chinesische Leaker Instant Digital zu Wort und berichtet, Apple habe das Vorhaben für 2026 verworfen. Zwei konkrete Gründe sollen den Ausschlag gegeben haben: Erstens würde ein zusätzlicher biometrischer Sensor die ohnehin enge Energiebilanz der Apple Watch belasten. Zweitens verteuert ein Fingerabdrucksensor die Stückliste, ohne den Nutzen aus Apples Sicht entscheidend zu erweitern. Apple verfolge weiterhin die Strategie, die Smartwatch über die iPhone-Kopplung zu entsperren.

Wichtig zur Einordnung: Code-Hinweise wie „AppleMesa“ bedeuten nicht automatisch eine fertige Produktentscheidung. Apple testet regelmäßig Funktionen in der Software, die später nicht in finalen Geräten landen – und Instant Digital trifft mit seinen Prognosen zwar oft, aber nicht immer. Endgültig vom Tisch ist Touch ID am Handgelenk damit nicht. Sollte Apple in den kommenden Jahren eine technische Lösung finden, die weder Akku noch Stückkosten signifikant belastet, könnte das Thema schnell zurückkehren.

Akku und Laufzeit

Die Ultra 3 bietet aktuell bis zu 42 Stunden bei normaler Nutzung und bis zu 72 Stunden im Stromsparmodus. Die Ultra 4 soll dank des neuen Chips und verbesserter Sensoreffizienz mindestens diese Werte halten – trotz dünnerem Gehäuse und potenziell kleinerem Akku. Eine leichte Verbesserung der Laufzeit ist möglich, aber nicht bestätigt.

Release und Preis

Die Apple Watch Ultra 4 wird zusammen mit der Apple Watch Series 12, dem iPhone 18 Pro und dem iPhone Fold im September 2026 erwartet. Vorbestellungen dürften kurz nach der Keynote starten.

Apple hat den Preis der Ultra-Reihe seit drei Generationen stabil bei 899 € (in Deutschland) gehalten. Ob die Ultra 4 teurer wird, ist unklar. Einige Analysten rechnen mit einem leichten Aufpreis auf 949–999 €, falls das dünnere Design und die neuen Sensoren höhere Produktionskosten verursachen.

Apple Watch Ultra 4: Für wen lohnt sich das Warten?

Wer eine Ultra 2 oder Ultra 1 besitzt, bekommt mit der Ultra 4 erstmals ein spürbar anderes Produkt: dünner, mehr Sensoren und neuer Chip. Marktbeobachter erwarten laut Digitimes, dass das Redesign die Auslieferungen um 20 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr steigern könnte – ein deutliches Signal, dass Käufer der frühen Ultra-Generationen jetzt einen klaren Wechsel-Anlass sehen. Das macht die Ultra 4 zum bisher attraktivsten Upgrade innerhalb der Ultra-Reihe.

Wer eine Ultra 3 trägt, wird weniger Gründe zum Wechseln finden – der S10-Chip und die aktuellen Sensoren sind noch leistungsstark. Es sei denn, das dünnere Design oder die verbesserten Gesundheitssensoren treffen einen persönlichen Bedarf.

Unsere Empfehlung: Wer eine neue Ultra plant, sollte bis September warten. Wer die Ultra 3 bereits besitzt und zufrieden ist, kann beruhigt eine Generation überspringen.

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