Die Apple Watch Series 12 wird im September 2026 erwartet – zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone Ultra. Nach einer eher zurückhaltenden Series 11 dürfte auch das diesjährige Modell ein Mini-Update werden: neue Zifferblätter, Leistungsverbesserungen und kaum mehr. Touch ID wurde für 2026 abgesagt, Apple Intelligence läuft vorerst nicht direkt auf dem Handgelenk. Den größeren Generationssprung verschiebt Apple offenbar auf das geplante Glas-Redesign – frühestens 2028.
Seit 2015 bringt Apple jedes Jahr im September eine neue Apple Watch auf den Markt. Die Series 11 im Herbst 2025 war ein moderates Update mit 5G-Konnektivität, längerer Akkulaufzeit und Bluthochdruck-Warnungen – aber wenig, das für Aufsehen sorgte. In unserer Apple Watch Kaufberatung: Ultra 3 vs. Series 11 vs. SE 3 haben wir die aktuelle Auswahl bereits ausführlich verglichen.
Bloomberg-Reporter Mark Gurman hat die Erwartungen Mitte Mai 2026 deutlich gedämpft: Die Series 12 dürfte in weiten Teilen identisch zur Series 11 ausfallen – mit einem neuen Watch-Face, Performance-Verbesserungen über einen neuen S-Chip und kleineren Korrekturen über watchOS 27. Größere Sensorerweiterungen oder ein neues Gehäusedesign sind nicht zu erwarten, Touch ID wurde für 2026 verworfen, und auch Apple Intelligence läuft vorerst nicht direkt auf der Uhr. Dieser Artikel fasst alle bekannten Gerüchte zusammen.
Apple Watch Series 12: Das Wichtigste in Kürze
| Detail | Erwartung |
|---|---|
| Release | September 2026, zusammen mit iPhone 18 Pro |
| Chip | Neuer S11 oder S12-Chip (Nachfolger des S10) |
| Design | Keine großen Änderungen, Redesign erst 2028 |
| Watch-Face | Mindestens ein neues Zifferblatt mit watchOS 27 |
| Sensoren | Möglicherweise neues 8-Sensor-Array – Bloomberg dämpft die Erwartungen |
| Touch ID | Laut Instant Digital für 2026 verworfen |
| Apple Intelligence | Nicht direkt auf der Watch (RAM-Hürde) |
| Startpreis | Voraussichtlich ab 449 € (wie Series 11) |
Design: Vertraute Form, Redesign kommt später
Laut Mark Gurman wird die Apple Watch Series 12 äußerlich weitgehend der Series 11 entsprechen. Das bedeutet: gleiche Gehäuseform, gleiches rundes Quadrat, Tasten rechts, Lautsprecher links. Ein großes Redesign – möglicherweise mit dünnerem Gehäuse, neuen Bänder-Mechanismen oder Glasgehäuse – wird frühestens 2027 oder 2028 erwartet.
Auch Leaker Instant Digital bestätigte auf Weibo, dass die 2026er Apple Watch keine radikalen Designänderungen erhält. Neue Armbänder und möglicherweise neue Farben sind aber wahrscheinlich.
Wie wir in unserem Artikel Apple Watch 2026: Kein großes Redesign geplant berichtet haben, verfolgt Apple beim Gehäuse einen konservativen Ansatz – die echte Innovation findet unter der Oberfläche statt.
Chip: S12 mit KI-Fokus
Wie jedes Jahr wird ein neuer Chip erwartet – voraussichtlich der S11 oder S12. Die Series 11 nutzt den S10-Chip mit 64-Bit Dual-Core-Prozessor und 4-Core Neural Engine. Details zum Nachfolger sind bisher nicht bekannt, aber der allgemeine Trend bei Apple Silicon lässt Verbesserungen in drei Bereichen erwarten: höhere Energieeffizienz für längere Akkulaufzeit, schnellere Verarbeitung von Gesundheitsdaten und bessere Performance für lokale KI-Aufgaben.
Ob der S12-Chip auch Apple-Intelligence-Funktionen direkt auf der Watch ermöglicht, ist unklar. Die Neural Engine in den Watch-Chips war bisher deutlich eingeschränkter als in iPhone oder iPad. Allerdings arbeitet Apple daran, Siri auf der Watch deutlich intelligenter zu machen – was mit watchOS 27 im Herbst kommen könnte.
Sensoren: Neues 8-Sensor-Array
Einer der spannendsten Gerüchte kommt von DigiTimes: Die Apple Watch Series 12 soll ein neues Sensor-Array mit acht Sensoren in einer Ringformation auf der Unterseite erhalten. Was genau diese Sensoren messen, ist nicht bestätigt.
Mögliche Einsatzbereiche:
- Verbesserte Herzfrequenzmessung bei Bewegung und Sport
- Genauere SpO2-Werte (Blutsauerstoff)
- Bessere Temperaturmessung für Zyklustracking
- Zuverlässigere Schlafüberwachung
- Grundlage für künftige Blutdruck- oder Blutzuckermessung
Das Prinzip ähnelt dem Ansatz von Oura beim Ring 4: Mehr Sensoren mit besserer Anordnung liefern zuverlässigere Daten – auch wenn die Uhr nicht perfekt sitzt. Allerdings ist auch dieses Sensor-Gerücht mit Vorsicht zu genießen. Mark Gurman erwartet in seinem aktuellen Power-On-Newsletter keinen größeren Hardware-Sprung bei der Series 12 und nennt lediglich kleinere, nicht näher beschriebene Hardware-Anpassungen. Ob das prominente 8-Sensor-Array von DigiTimes also tatsächlich 2026 kommt oder Apple es auf eine spätere Generation verschiebt, bleibt offen.
Blutdruck und Blutzucker: Noch nicht so weit
Blutdruck
Die Series 11 führte bereits Bluthochdruck-Warnungen ein, basierend auf der Analyse von Herzfrequenzdaten über 30 Tage. Laut Mark Gurman arbeitet Apple an einer echten Blutdruckmessung am Handgelenk – aber es gibt erhebliche Zweifel, ob die Technologie 2026 bereits ausgereift genug ist.
Blutzucker
Die nicht-invasive Blutzuckermessung ist seit Jahren ein Gerücht. Apple forscht nachweislich daran, aber die Genauigkeit reicht für ein Consumer-Produkt noch nicht aus. Für die Series 12 wird dieses Feature nicht erwartet.
Touch ID: Comeback am Handgelenk?
Lange galt Touch ID als heißes Feature für die nächste Apple-Watch-Generation. Mehrere Quellen – darunter Mark Gurman – berichteten, dass Apple eine Integration testet, am wahrscheinlichsten im Seitenknopf, ähnlich wie beim iPad Air. Damit hätte sich die Watch ohne iPhone entsperren, Apple Pay autorisieren und sensible Apps schützen lassen.
Im Mai 2026 meldete sich allerdings der chinesische Leaker Instant Digital zu Wort und berichtet, Apple habe das Vorhaben für 2026 verworfen. Zwei konkrete Gründe sollen den Ausschlag gegeben haben: Erstens würde ein zusätzlicher biometrischer Sensor die ohnehin enge Energiebilanz der Apple Watch belasten. Zweitens verteuert ein Fingerabdrucksensor die Stückliste, ohne den Nutzen aus Apples Sicht entscheidend zu erweitern. Apple verfolge weiterhin die Strategie, die Smartwatch über die iPhone-Kopplung zu entsperren.
Wichtig zur Einordnung: Code-Hinweise wie „AppleMesa“ – Apples interner Codename für Touch ID – bedeuten nicht automatisch eine fertige Produktentscheidung. Apple testet regelmäßig Funktionen in der Software, die später nicht in finalen Geräten landen. Endgültig vom Tisch ist Touch ID am Handgelenk damit nicht. Sollte Apple in den kommenden Jahren eine technische Lösung finden, die weder Akku noch Stückkosten signifikant belastet, könnte das Thema schnell zurückkehren – aktuell fließt die Aufmerksamkeit aber in zwei andere Richtungen: größere Akkus und ausgereiftere Gesundheitssensoren.
Apple Intelligence: Nicht direkt auf der Watch
Eine der größten Fragen rund um die Series 12 betrifft Apples KI-Plattform. Mit iOS 27 und der überarbeiteten Gemini-gestützten Siri rückt Apple Intelligence ins Zentrum des Software-Lineups – auf dem Handgelenk wird davon laut Bloomberg vorerst aber wenig ankommen. Der Grund ist nüchtern technisch: Die Apple Watch verfügt aktuell über zwischen einem und 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher. Für die Modelle, die Apple Intelligence direkt ausführen, hat Apple bisher mindestens acht Gigabyte vorausgesetzt. Diese Lücke lässt sich in einem so kleinen Formfaktor mit so engem Energiebudget nicht schnell schließen.
Technisch denkbar bleibt eine Brücke über das iPhone: Die Uhr könnte Ergebnisse anzeigen, die das gekoppelte iPhone via Apple Intelligence erzeugt – Benachrichtigungs-Zusammenfassungen oder Antworten der neuen Siri auf das Handgelenk durchgereicht. Im aktuellen Bericht gibt es allerdings keinen klaren Hinweis darauf, dass watchOS 27 diese Brücke tatsächlich liefert. Bis zur WWDC 2026 am 8. Juni dürfte sich zeigen, wie weit Apple diese Verzahnung plant.
Erst eine spürbar dickere Batterie oder ein deutlich effizienterer Chip könnte die Hardware-Lücke aufbrechen. Beides scheint für 2026 nicht in Sicht – die direkte KI-Verarbeitung am Handgelenk bleibt damit ein Thema für eine spätere Generation.
Release und Preis
Die Apple Watch Series 12 wird voraussichtlich Mitte September 2026 zusammen mit dem iPhone 18 Pro vorgestellt. Vorbestellungen dürften wenige Tage nach der Keynote starten, der Verkaufsstart in den Wochen danach.
Eine Apple Watch Ultra 4 wird wahrscheinlich parallel erscheinen. Ein Update der Apple Watch SE ist 2026 eher unwahrscheinlich – die SE 3 kam erst im September 2025.
Beim Preis wird keine große Änderung erwartet. Die Series 11 startet bei 449 € (GPS) in Deutschland. Sollte Apple das neue Sensor-Array tatsächlich verbauen, wäre ein leichter Aufpreis von 20–50 € denkbar – ohne den Touch-ID-Sensor entfällt einer der bisher genannten Gründe für eine Preiserhöhung allerdings.
Apple Watch Series 12: Für wen lohnt sich das Warten?
Wer eine Apple Watch Series 10 oder 11 trägt, dürfte bei der Series 12 kaum Gründe für ein Upgrade finden. Bloomberg-Reporter Mark Gurman beschreibt das Modell als Mini-Update mit neuem Watch-Face und Performance-Verbesserungen – wenig, das einen Generationswechsel rechtfertigt.
Wer hingegen noch eine Series 8 oder älter nutzt, bekommt mit der Series 12 gleich mehrere Generationen an Verbesserungen: größeres Display, dünneres Gehäuse, 5G, Bluthochdruck-Warnungen, Schlafapnoe-Erkennung und den neuen S-Chip.
Unsere Empfehlung hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit man hat: Wer ohnehin im Herbst kaufen will, bekommt mit der Series 12 ein solides, aber unspektakuläres Modell. Wer wartet, könnte beim für 2028 erwarteten Glas-Redesign endlich wieder einen echten Generationssprung bekommen – sofern der Termin hält.
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