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Apple Watch Series 12: Alle Gerüchte im Überblick

by Milan
3. Juli 2026 - 22:55
in Apple Allgemein
Apple Watch Series 12 Gerüchte

Bild: Shutterstock / Wongsakorn 2468

Die Apple Watch Series 12 wird im September 2026 erwartet – zusammen mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone Ultra. Nach einer eher zurückhaltenden Series 11 dürfte auch das diesjährige Modell ein Mini-Update werden: neue Zifferblätter, Leistungsverbesserungen und kaum mehr. Touch ID wurde für 2026 abgesagt, und Siri AI erreicht die Uhr nur über das gekoppelte iPhone. Den größeren Generationssprung verschiebt Apple offenbar auf das geplante Redesign mit neuem Bandsystem – aktuell für 2027 gehandelt.

Seit 2015 bringt Apple jedes Jahr im September eine neue Apple Watch auf den Markt. Die Series 11 im Herbst 2025 war ein moderates Update mit 5G-Konnektivität, längerer Akkulaufzeit und Bluthochdruck-Warnungen – aber wenig, das für Aufsehen sorgte. Welches der aktuell erhältlichen Modelle – Ultra 3, Series 11 oder SE 3 – am besten passt, hängt stark vom Einsatzzweck ab.

Bloomberg-Reporter Mark Gurman hat die Erwartungen Mitte Mai 2026 deutlich gedämpft: Die Series 12 dürfte in weiten Teilen identisch zur Series 11 ausfallen – mit einem neuen Watch-Face, Performance-Verbesserungen über einen neuen S-Chip und kleineren Korrekturen über watchOS 27. Größere Sensorerweiterungen oder ein neues Gehäusedesign sind nicht zu erwarten, Touch ID wurde für 2026 verworfen, und Siri AI läuft nicht nativ auf der Uhr, sondern wird über das gekoppelte iPhone durchgereicht. Dieser Artikel fasst alle bekannten Gerüchte zusammen.

Apple Watch Series 12: Das Wichtigste in Kürze

DetailErwartung
ReleaseSeptember 2026, zusammen mit iPhone 18 Pro
ChipNeuer S11 oder S12-Chip (Nachfolger des S10)
DesignKeine großen Änderungen; großes Redesign erst mit der Series 13 (2027) erwartet
Watch-FaceNeue Zifferblätter mit watchOS 27, u. a. eine Modular-Ultra-Variante
SensorenMöglicherweise neues 8-Sensor-Array – Bloomberg dämpft die Erwartungen
Armband-SensorLeak: möglicher Gesundheitssensor im Silikonband, evtl. separat erhältlich
Touch IDLaut Instant Digital für 2026 verworfen
Apple IntelligenceSiri AI nur über gekoppeltes iPhone, nicht nativ (RAM-Hürde)
StartpreisVoraussichtlich ab 449 € (wie Series 11)

Design: Vertraute Form, Redesign kommt später

Laut Mark Gurman wird die Apple Watch Series 12 äußerlich weitgehend der Series 11 entsprechen. Das bedeutet: gleiche Gehäuseform, gleiches rundes Quadrat, Tasten rechts, Lautsprecher links. Ein großes Redesign – mit dünnerem Gehäuse, größerem Akku und einem neuen Bandbefestigungssystem – wird inzwischen für die Series 13 im Jahr 2027 gehandelt. Ein Weibo-Leaker hatte diesen Umbau zunächst auf 2028 datiert, korrigierte den Zeitpunkt zuletzt aber auf 2027 – passend zu Apples grob dreijährigem Design-Zyklus, nachdem die Series 10 das aktuelle Design 2024 eingeführt hat. Verlässlich ist der Termin damit nicht: Dasselbe Redesign geistert in wechselnden Varianten seit 2023 durch die Gerüchteküche, ohne je erschienen zu sein.

Auch Leaker Instant Digital bestätigte auf Weibo, dass die 2026er Apple Watch keine radikalen Designänderungen erhält. Neue Armbänder und möglicherweise neue Farben sind aber wahrscheinlich.

Beim Gehäuse verfolgt Apple weiterhin einen konservativen Ansatz ohne großes Redesign – die echte Innovation findet unter der Oberfläche statt.

Chip: S12 mit KI-Fokus

Wie jedes Jahr wird ein neuer Chip erwartet – voraussichtlich der S11 oder S12. Die Series 11 nutzt den S10-Chip mit 64-Bit Dual-Core-Prozessor und 4-Core Neural Engine. Details zum Nachfolger sind bisher nicht bekannt, aber der allgemeine Trend bei Apple Silicon lässt Verbesserungen in drei Bereichen erwarten: höhere Energieeffizienz für längere Akkulaufzeit, schnellere Verarbeitung von Gesundheitsdaten und bessere Performance für lokale KI-Aufgaben.

Ob der S12-Chip auch Apple-Intelligence-Funktionen direkt auf der Watch ermöglicht, ist unklar – die Neural Engine in den Watch-Chips war bisher deutlich eingeschränkter als in iPhone oder iPad. Apple hat Siri auf der Watch mit watchOS 27 inzwischen aufgewertet, die Rechenarbeit übernimmt dabei aber nicht der Watch-Chip selbst, sondern ein gekoppeltes iPhone.

Sensoren: Neues 8-Sensor-Array

Einer der spannendsten Gerüchte kommt von DigiTimes: Die Apple Watch Series 12 soll ein neues Sensor-Array mit acht Sensoren in einer Ringformation auf der Unterseite erhalten. Was genau diese Sensoren messen, ist nicht bestätigt.

Mögliche Einsatzbereiche:

  • Verbesserte Herzfrequenzmessung bei Bewegung und Sport
  • Genauere SpO2-Werte (Blutsauerstoff)
  • Bessere Temperaturmessung für Zyklustracking
  • Zuverlässigere Schlafüberwachung
  • Grundlage für künftige Blutdruck- oder Blutzuckermessung

Das Prinzip ähnelt dem Ansatz von Oura beim Ring 4: Mehr Sensoren mit besserer Anordnung liefern zuverlässigere Daten – auch wenn die Uhr nicht perfekt sitzt. Allerdings ist auch dieses Sensor-Gerücht mit Vorsicht zu genießen. Mark Gurman erwartet in seinem aktuellen Power-On-Newsletter keinen größeren Hardware-Sprung bei der Series 12 und nennt lediglich kleinere, nicht näher beschriebene Hardware-Anpassungen. Ob das prominente 8-Sensor-Array von DigiTimes also tatsächlich 2026 kommt oder Apple es auf eine spätere Generation verschiebt, bleibt offen.

Gesundheitssensor im Armband statt im Gehäuse?

Parallel zum Array auf der Gehäuseunterseite kursiert ein zweiter, ungewöhnlicherer Ansatz: Der Leaker Kosutami behauptet, die Series 12 könnte einen zusätzlichen Gesundheitssensor bekommen, der nicht im Uhrengehäuse, sondern direkt im Silikonband steckt. Der Sensor solle per Spritzguss fest in das Band integriert werden – gemeint ist damit aller Voraussicht nach das Fluoroelastomer-Band, also das Standard-Sportarmband, das Apple ohne Aufpreis beilegt. Wie sich ein solcher Sensor in Bänder aus Stoff, Leder oder Metall einbringen ließe, sei intern noch nicht gelöst.

Für Nutzer hätte das eine unmittelbare Konsequenz: Der jüngste Sensor wäre womöglich nur über eine einzige – und ausgerechnet die preiswerteste – Bandvariante zugänglich. Naheliegender als ein exklusiver Vorbehalt fürs mitgelieferte Band wäre allerdings, dass Apple diese sensorbestückte Variante separat verkauft, also als eigenständiges Zubehör, das sich auch neben teureren Bändern erwerben ließe. Für Apple entstünde damit eine neue Zubehörkategorie mit wiederkehrendem Umsatzpotenzial, statt die ohnehin dichte Elektronik im Gehäuse weiter zu verdichten.

Was der Sensor messen soll, lässt der Leak offen. Frühere Berichte brachten einen Sensor für den Flüssigkeitshaushalt sowie einen Ansatz zur Erfassung von Muskelbewegungen ins Spiel – beides Funktionen, die von der größeren Hautkontaktfläche eines Bandes profitieren würden. Die häufig genannte nicht-invasive Blutzuckermessung gehört ausdrücklich nicht dazu: Diese soll ins optische Sensor-Array unter dem Gehäuse wandern und bleibt zeitlich völlig offen.

Bei aller Fantasie ist Zurückhaltung angebracht. Kosutamis Trefferbilanz fällt insgesamt passabel aus, ausgerechnet bei der Apple Watch lag der Leaker aber schon daneben – 2023 etwa mit der Prognose eines geänderten Band-Anschlusses, der nie kam. Dass sich der neue Hinweis erneut um Apple-Watch-Bänder dreht, mahnt entsprechend zur Vorsicht. Hinzu kommt ein hartnäckiges Gerücht um einen überarbeiteten Band-Anschlussmechanismus, das derzeit wieder aufkommt: Es gehört jedoch zum für eine spätere Generation kolportierten Watch-Redesign samt neuem Bandsystem und nicht zur Series 12. Ein bandintegrierter Sensor schon 2026 und ein neuer Bandanschluss erst rund ein Jahr darauf ließen sich zeitlich kaum auf eine gemeinsame Ursache zurückführen. Bis Apple die Series 12 offiziell vorstellt, bleibt der Armband-Sensor eine reizvolle, aber unbestätigte Möglichkeit.

Blutdruck und Blutzucker: Noch nicht so weit

Blutdruck

Die Series 11 führte bereits Bluthochdruck-Warnungen ein, basierend auf der Analyse von Herzfrequenzdaten über 30 Tage. Laut Mark Gurman arbeitet Apple an einer echten Blutdruckmessung am Handgelenk – aber es gibt erhebliche Zweifel, ob die Technologie 2026 bereits ausgereift genug ist.

Blutzucker

Die nicht-invasive Blutzuckermessung ist seit Jahren ein Gerücht. Apple forscht nachweislich daran, aber die Genauigkeit reicht für ein Consumer-Produkt noch nicht aus. Für die Series 12 wird dieses Feature nicht erwartet.

Touch ID: Comeback am Handgelenk?

Lange galt Touch ID als heißes Feature für die nächste Apple-Watch-Generation. Mehrere Quellen – darunter Mark Gurman – berichteten, dass Apple eine Integration testet, am wahrscheinlichsten im Seitenknopf, ähnlich wie beim iPad Air. Damit hätte sich die Watch ohne iPhone entsperren, Apple Pay autorisieren und sensible Apps schützen lassen.

Im Mai 2026 meldete sich allerdings der chinesische Leaker Instant Digital zu Wort und berichtet, Apple habe das Vorhaben für 2026 verworfen. Zwei konkrete Gründe sollen den Ausschlag gegeben haben: Erstens würde ein zusätzlicher biometrischer Sensor die ohnehin enge Energiebilanz der Apple Watch belasten. Zweitens verteuert ein Fingerabdrucksensor die Stückliste, ohne den Nutzen aus Apples Sicht entscheidend zu erweitern. Apple verfolge weiterhin die Strategie, die Smartwatch über die iPhone-Kopplung zu entsperren.

Wichtig zur Einordnung: Code-Hinweise wie „AppleMesa“ – Apples interner Codename für Touch ID – bedeuten nicht automatisch eine fertige Produktentscheidung. Apple testet regelmäßig Funktionen in der Software, die später nicht in finalen Geräten landen. Endgültig vom Tisch ist Touch ID am Handgelenk damit nicht. Sollte Apple in den kommenden Jahren eine technische Lösung finden, die weder Akku noch Stückkosten signifikant belastet, könnte das Thema schnell zurückkehren – aktuell fließt die Aufmerksamkeit aber in zwei andere Richtungen: größere Akkus und ausgereiftere Gesundheitssensoren.

Apple Intelligence: Über das gekoppelte iPhone statt nativ

Eine der größten Fragen rund um die Series 12 betrifft Apples KI-Plattform. Mit iOS 27 und der neuen, Gemini-gestützten Siri-Generation rückt Apple Intelligence ins Zentrum des Software-Lineups – und mit watchOS 27 erreicht Siri AI nun auch die Apple Watch. Der wichtige Zusatz: Die Rechenarbeit übernimmt nicht die Uhr selbst, sondern ein gekoppeltes iPhone mit Apple Intelligence. Auf der Watch erscheint dafür eine eigene Siri-App, über die sich auch Konversationen fortsetzen lassen, die auf dem iPhone begonnen wurden. Der Start ist allerdings gestaffelt: Zum Release fehlt Siri AI noch, die Funktion folgt erst später im Jahr und zunächst auf Englisch.

Dass die Verarbeitung ausgelagert bleibt, hat einen nüchtern technischen Grund: Die Apple Watch verfügt aktuell über zwischen einem und 1,5 Gigabyte Arbeitsspeicher. Für Geräte, die Apple Intelligence direkt ausführen, setzt Apple bisher mindestens acht Gigabyte voraus. Diese Lücke lässt sich in einem so kleinen Formfaktor mit so engem Energiebudget nicht schnell schließen – erst eine spürbar dickere Batterie oder ein deutlich effizienterer Chip könnte sie aufbrechen. Beides ist für 2026 nicht in Sicht. Die native KI-Verarbeitung am Handgelenk bleibt damit ein Thema für eine spätere Generation; für die Series 12 führt der Weg über das iPhone.

Release und Preis

Die Apple Watch Series 12 wird voraussichtlich Mitte September 2026 zusammen mit dem iPhone 18 Pro vorgestellt. Vorbestellungen dürften wenige Tage nach der Keynote starten, der Verkaufsstart in den Wochen danach.

Eine Apple Watch Ultra 4 wird wahrscheinlich parallel erscheinen. Ein Update der Apple Watch SE ist 2026 eher unwahrscheinlich – die SE 3 kam erst im September 2025.

Beim Preis wird keine große Änderung erwartet. Die Series 11 startet bei 449 € (GPS) in Deutschland. Sollte Apple das neue Sensor-Array tatsächlich verbauen, wäre ein leichter Aufpreis von 20–50 € denkbar – ohne den Touch-ID-Sensor entfällt einer der bisher genannten Gründe für eine Preiserhöhung allerdings.

Apple Watch Series 12: Für wen lohnt sich das Warten?

Wer eine Apple Watch Series 10 oder 11 trägt, dürfte bei der Series 12 kaum Gründe für ein Upgrade finden. Bloomberg-Reporter Mark Gurman beschreibt das Modell als Mini-Update mit neuem Watch-Face und Performance-Verbesserungen – wenig, das einen Generationswechsel rechtfertigt.

Wer hingegen noch eine Series 8 oder älter nutzt, bekommt mit der Series 12 gleich mehrere Generationen an Verbesserungen: größeres Display, dünneres Gehäuse, 5G, Bluthochdruck-Warnungen, Schlafapnoe-Erkennung und den neuen S-Chip. Dazu kommt ein handfestes Software-Argument: watchOS 27 unterstützt nur noch die Series 9 und neuer, die Ultra 2 und neuer sowie die SE 3 – Series 8, 7, 6 und SE 2 erhalten kein Feature-Update mehr und verlieren damit den Anschluss an neue Funktionen wie Siri AI auf der Uhr.

Unsere Empfehlung hängt vor allem davon ab, wie viel Zeit man hat: Wer ohnehin im Herbst kaufen will, bekommt mit der Series 12 ein solides, aber unspektakuläres Modell. Wer wartet, könnte beim großen Redesign der Series 13 – aktuell für 2027 erwartet, mit neuem Bandsystem und dünnerem Gehäuse – endlich wieder einen echten Generationssprung bekommen, sofern der mehrfach verschobene Termin diesmal hält.

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