Apple arbeitet an einer eigenen HomeKit-Sicherheitskamera mit Gesichtserkennung, Infrarotsensoren und HomeKit Secure Video. Der Marktstart wird für Ende 2026 erwartet – als Teil einer breit angelegten Smart-Home-Offensive, zu der auch das HomePad und neue HomePods gehören. Vieles spricht dafür, dass Apple damit zum ersten Mal direkt gegen Ring, Nest und Arlo antritt.
Mit der Security Camera betritt Apple ein völlig neues Produktfeld. Die Kamera soll nahtlos in die Home-App integriert sein, mehrere Personen per Gesichtserkennung unterscheiden und über eine Akkulaufzeit von mehreren Monaten verfügen. Bislang beschränkte sich Apples Rolle im Smart Home auf Hubs wie HomePod und Apple TV – eine eigene Kamera wäre der nächste konsequente Schritt. Sie ist Teil einer größeren Strategie, deren Fahrplan sich bis ins Jahr 2028 erstreckt und neben der Kamera ein neues Apple TV, frische HomePods und das HomePad umfasst. Der Launch wird laut aktuellen Berichten frühestens für Ende 2026 erwartet.
Das Wichtigste in Kürze
| Detail | Erwartung |
|---|---|
| Marktstart | Ende 2026 (frühestmöglich) oder später |
| Kategorie | erste Apple-eigene HomeKit-Sicherheitskamera |
| Gesichtserkennung | ja, für mehrere Nutzer |
| Sensoren | Infrarot, Bewegung, Audio (Alarmerkennung) |
| Akku | mehrere Monate bis zu einem Jahr Laufzeit |
| Integration | Home-App, HomeKit Secure Video |
| Preis | noch nicht bekannt |
Erste Apple-eigene HomeKit-Kamera
Laut Bloombergs Mark Gurman entwickelt Apple eine ringähnliche Sicherheitskamera, die direkt in die Home-App eingebunden wird. Sie soll nicht nur zur Überwachung dienen, sondern auch Personen erkennen und Bewegungen für Home-Automationen erfassen. Denkbare Szenarien: Das Licht schaltet sich aus, wenn ein Raum leer ist, oder die Musik eines Familienmitglieds startet, sobald es den Raum betritt. Apple geht davon aus, dass viele Nutzer gleich mehrere Kameras im Haus verteilen, um solche Automationen umzusetzen.
Gesichtserkennung und Infrarotsensoren
Ein zentrales Merkmal sind laut Berichten Face ID und Infrarotsensoren, mit denen die Kamera erkennen soll, wer sich in einem Raum befindet. Diese Technik würde sich nahtlos mit dem HomePad ergänzen, das ebenfalls eine TrueDepth-Kamera mit Mehrbenutzer-Erkennung erhalten soll. Vom Wettbewerb würde sich Apple damit klar abheben: Ring und Nest bieten zwar ebenfalls Gesichtserkennung, doch der lokale, Ende-zu-Ende-verschlüsselte Ansatz verspricht deutlich mehr Datenschutz.
Audio-Überwachung und HomeKit Secure Video
Ähnlich wie die HomePods soll die Kamera auch die Umgebungsgeräusche im Blick behalten und Alarmtöne wie Rauchmelder oder Sirenen erkennen; bei einem erkannten Alarm würde der Nutzer sofort benachrichtigt. Die Einbindung in HomeKit Secure Video gilt als gesetzt. Das Feature verschlüsselt Videoaufnahmen Ende-zu-Ende in iCloud und ist an ein iCloud+-Abo gebunden: 50 GB erlauben eine Kamera, 200 GB bis zu fünf, und ab dem 2-TB-Tarif sind es unbegrenzt viele.
Akku mit mehrmonatiger Laufzeit
Eines der spannendsten technischen Details laut Bloomberg betrifft den Akku: Er soll mehrere Monate bis zu einem Jahr durchhalten. Damit ließe sich Apples Kamera auch ohne festen Stromanschluss betreiben – ein klarer Vorteil gegenüber vielen Konkurrenzprodukten, die regelmäßiges Aufladen oder einen Kabelbetrieb erfordern.
Die Software-Grundlage entsteht bereits
Während die Hardware noch ein Gerücht ist, legt Apple die Software dafür bereits an. Auf der WWDC erweiterte das Unternehmen die Home-App im Zuge der nächsten Generation von Apple Intelligence unter anderem um smartere Benachrichtigungen für Sicherheitskamera-Alarme. Das passt exakt zum Bild einer Kamera, die nicht nur aufzeichnet, sondern Ereignisse intelligent einordnet – und deutet darauf hin, dass Apple die Bausteine für sein vernetztes Zuhause Schritt für Schritt vorbereitet.
Release frühestens Ende 2026
Seit den ersten Bloomberg-Berichten aus dem Jahr 2024 wird die Apple Security Camera konsistent für Ende 2026 oder später erwartet. Sie soll gemeinsam mit dem HomePad auf den Markt kommen – Apples zentralem Smart-Home-Hub, der die Kamera-Feeds anzeigt und Automationen steuert. Weil beide Geräte eng zusammenhängen, gilt eine gemeinsame Vorstellung als wahrscheinlich. Innerhalb der größeren Home-Offensive zählt die Kamera damit zu den späteren Bausteinen – der spektakulärste Teil, ein Display auf einem beweglichen Roboterarm, ist sogar erst 2027 oder 2028 vorgesehen.
Für wen ist die Apple Security Camera gedacht?
Die Kamera richtet sich an alle, die ihr Smart Home konsequent im Apple-Ökosystem halten wollen. Wer bereits auf HomeKit setzt, ein HomePad plant und Wert auf Datenschutz legt, bekommt mit Apples eigener Kamera voraussichtlich die nahtloseste Integration. Wenn du aktuell eine Drittanbieter-HomeKit-Kamera von Logitech oder Eve nutzt, lohnt sich entspanntes Abwarten – die bestehenden Modelle funktionieren weiterhin. Apples Kamera dürfte aber tiefere Automationen, eine bessere Gesichtserkennung und exklusive Funktionen bieten, die Drittanbietern verschlossen bleiben.
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