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Mac Studio M5: Alle Gerüchte im Überblick

by Milan
26. Juni 2026
in Apple Allgemein
Mac Studio Apple

Bild: Shutterstock / Wachiwit

Apple hat den Mac Pro faktisch eingestellt. Der Mac Studio ist damit Apples leistungsstärkster Desktop – und steht vor seinem bislang größten Update. Ursprünglich war ein Release zur Jahresmitte geplant, doch die globale Speicherchip-Krise hat den Launch laut Gurman auf Oktober 2026 verschoben. Was bisher bekannt ist, haben wir zusammengefasst.

Seit seiner Einführung 2022 hat sich der Mac Studio als kompakte Workstation für professionelle Nutzer etabliert. Videoschnitt, 3D-Rendering, Musikproduktion und neuerdings auch lokale KI-Workloads – der Mac Studio liefert Rechenleistung auf kleinstem Raum. In unserer Mac Kaufberatung: Mac mini vs. Mac Studio vs. iMac haben wir die aktuellen Modelle bereits ausführlich verglichen.

Doch das nächste Kapitel steht bevor. Der M5-Max-Chip ist bereits im MacBook Pro M5 verbaut und damit offiziell in Produktion. Der M5 Ultra hingegen wäre ein komplett neues Produkt – Apple hat die M4-Ultra-Generation bekanntlich übersprungen. Nachfolgend fassen wir alle aktuellen Gerüchte zu Design, Chip, Speicher, Release und Preis des kommenden Mac Studio zusammen.

Das Wichtigste in Kürze

DetailErwartung
ModelleM5 Max und M5 Ultra
ReleaseOktober 2026 (verschoben wegen Speicherchip-Krise)
DesignKeine Änderungen erwartet
StartpreisNoch offen; aktueller Mac Studio nach Preisrunde ab 2.999 € (M4 Max)
BesonderheitErster Mac Studio mit M5 Ultra – M4 Ultra wurde übersprungen

Design: Alles bleibt beim Alten

Am äußeren Erscheinungsbild des Mac Studio wird sich laut übereinstimmenden Berichten nichts ändern. Das kompakte Aluminium-Gehäuse mit seinen abgerundeten Ecken bleibt bestehen. Mit 9,4 cm Höhe und 19,7 cm Breite ist der Mac Studio weiterhin deutlich kleiner als der eingestellte Mac Pro und passt problemlos auf jeden Schreibtisch.

Die Anschlüsse dürften ebenfalls weitgehend identisch bleiben: Thunderbolt 5, USB-C, USB-A, HDMI, SD-Kartenleser, 10-Gbit-Ethernet und der 3,5-mm-Kopfhöreranschluss.

Chip: M5 Max und M5 Ultra

M5 Max

Der M5 Max ist bereits im aktuellen MacBook Pro verbaut und damit offiziell in Produktion. Der Chip basiert auf Apples neuer Fusion-Architektur, bei der CPU und GPU auf separaten Blöcken sitzen. Das ermöglicht flexiblere Konfigurationen – etwa eine starke GPU bei moderater CPU oder umgekehrt. Ein ähnliches Prinzip der Modularität kennt man bereits vom MacBook Air vs. MacBook Pro 2026, wo die Chipwahl den entscheidenden Unterschied macht.

Die wichtigsten erwarteten Specs:

  • 18-Core-CPU
  • 40-Core-GPU
  • Bis zu 128 GB Unified Memory
  • Speicherbandbreite von ca. 614 GB/s

M5 Ultra

Der M5 Ultra wird aus zwei verbundenen M5 Max-Dies bestehen – wie bei früheren Ultra-Chips üblich. Damit verdoppeln sich die Kernzahlen:

  • 36-Core-CPU
  • Bis zu 80-Core-GPU
  • Bis zu 768 GB Unified Memory getestet (Verfügbarkeit offen)
  • Deutlich höhere Speicherbandbreite

Gegenüber dem aktuellen M3 Ultra mit bis zu 32 CPU- und 80 GPU-Kernen fällt der Zuwachs bei den reinen Kernzahlen überschaubar aus – der eigentliche Fortschritt liegt in der neueren Architektur und der höheren Effizienz der M5-Generation.

Apple hat den M4 Ultra komplett übersprungen. Es gibt keinen M4 Ultra – der aktuelle Mac Studio nutzt noch den M3 Ultra aus der vorherigen Generation. Das bedeutet: Der Sprung vom M3 Ultra auf den M5 Ultra fällt besonders groß aus.

Erste Benchmark-Gerüchte deuten auf Multi-Core-Werte von rund 41.000 Punkten hin. Damit wäre der M5 Ultra der bislang größte Leistungssprung in der Ultra-Reihe.

Speicher und Anschlüsse

Bild: Apple

Der Basisspeicher soll steigen: M5 Max startet voraussichtlich bei 1 TB SSD, der M5 Ultra bei 2 TB. Beide Varianten werden vermutlich die schnelleren SSDs nutzen, die Apple bereits im M5 MacBook Pro eingeführt hat.

Beim Arbeitsspeicher gibt es allerdings deutliche Einschränkungen. Apple hat beim aktuellen Mac Studio mit M3 Ultra zunächst die 512-GB-Option und zuletzt auch die 256-GB-Variante aus dem Konfigurator gestrichen – übrig bleibt aktuell nur noch die 96-GB-Konfiguration. Hintergrund ist die globale Speicherchip-Krise, die Apple zwingt, knappe DRAM-Kapazitäten in margenstarke Produkte wie iPhone Pro und MacBook Pro umzuleiten.

Was das für den kommenden Mac Studio mit M5 Ultra bedeutet, ist offen. Einem aktuellen Bericht zufolge hat Apple intern sogar Unterstützung für bis zu 768 GB Unified Memory getestet – ein Wert, der vor allem große KI-Modelle und speicherhungrige Profi-Workloads adressieren würde. Ob diese Spitzenkonfiguration angesichts der angespannten Speicherchip-Lage tatsächlich als Option erscheint, ist allerdings fraglich; gut möglich, dass Apple den verfügbaren Höchstwert vorerst deutlich niedriger ansetzt.

Auf der Netzwerkseite wird der neue N1-Chip von Apple erwartet, der Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 mitbringt. Aktuell unterstützt der Mac Studio maximal Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Mehr zum N1-Chip und seinen Einschränkungen findet sich in unserem Artikel Apple N1 Chip bringt Wi-Fi 7 – aber mit Einschränkungen.

Display: Studio Display und Studio Display XDR bereits erhältlich

Apple hat im März 2026 bereits das neue Studio Display und das Studio Display XDR vorgestellt – beide sind die idealen Begleiter für den Mac Studio. Wer sich für die Unterschiede interessiert, findet alle Details in unserem Studio Display vs. Studio Display XDR Vergleich.

Release: Oktober statt Juni

Ursprünglich erwarteten mehrere Quellen – darunter Bloomberg-Reporter Mark Gurman – den Release zur WWDC im Juni 2026. Die WWDC wäre ein logischer Zeitpunkt gewesen: Zwei der drei bisherigen Mac-Studio-Generationen wurden im März vorgestellt, eine im Juni zur WWDC. Da der März-Slot 2026 bereits mit MacBook Air, MacBook Pro und iPad Air belegt war, schien Juni als nächstes Fenster naheliegend.

Doch am 19. April 2026 berichtete Gurman, dass sich der Launch aufgrund der globalen Speicherchip-Krise auf Oktober 2026 verschoben hat. Apple priorisiert derzeit offenbar die Notebook-Produktion, da MacBook Air und MacBook Pro weniger von den RAM-Engpässen betroffen sind als Desktop-Macs mit hohen Speicherkonfigurationen.

Wie wir in Mac Studio M5: Launch verzögert sich bis Oktober berichtet haben, sind bereits mehrere aktuelle Mac-Studio-Konfigurationen nicht mehr bestellbar. Ein Launch im Oktober würde zur Apple-typischen Herbst-Event-Phase passen und Apple mehr Zeit geben, ausreichend Lagerbestände aufzubauen.

Preis: Wird der Mac Studio teurer?

Bei den Preisen ist die Lage zuletzt in Bewegung geraten. Lange hielt Apple die Preise seiner Mac-Desktops stabil, doch in dieser Woche hat der Konzern die gesamte Mac-Reihe verteuert – getrieben von der globalen Speicherchip-Krise. In den USA kletterte allein die 96-GB-Basiskonfiguration des aktuellen Mac Studio mit M3 Ultra von 3.999 auf 5.299 US-Dollar, ein Aufschlag von 1.300 Dollar. Für den kommenden M5-Ultra-Mac-Studio bedeutet das: Ein stabiler Preis ist unwahrscheinlich, und gerade speicherhungrige Spitzenkonfigurationen dürften spürbar teurer ausfallen.

Konkrete Euro-Preise für die neuen Modelle stehen noch aus; nach der jüngsten Preisrunde startet der aktuelle Mac Studio in Deutschland bei 2.999 Euro (M4 Max) beziehungsweise 6.299 Euro (M3 Ultra). Angesichts dieser bereits angehobenen Preise und der anhaltenden Speicherchip-Krise dürften die M5-Nachfolger eher darüber als darunter einsteigen. Möglicherweise hebt Apple zudem den Basisspeicher auf 1 TB SSD an und passt den Preis entsprechend an – ein Muster, das bereits beim M5 MacBook Pro zu beobachten war.

Mac Studio: Für wen lohnt sich das Warten?

Der Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra richtet sich an professionelle Nutzer: Videoschnitt, 3D-Rendering, Musikproduktion, Softwareentwicklung und zunehmend auch lokale KI-Workloads. Der M5 Ultra wird in der Lage sein, große KI-Modelle komplett im Arbeitsspeicher auszuführen – ein Vorteil, den kein anderer Consumer-Desktop bieten kann.

Wer aktuell einen Mac Studio mit M4 Max besitzt, wird den Unterschied im Alltag kaum spüren – der M5 Max ist eine iterative Verbesserung. Wer jedoch noch einen M1 oder M2 Mac Studio nutzt oder vom M3 Ultra auf den M5 Ultra umsteigen möchte, bekommt mit dem neuen Modell einen erheblichen Leistungszuwachs.

Unsere Empfehlung: Wer einen leistungsstarken Desktop-Mac plant, sollte mit dem Kauf bis Oktober warten. Der neue Mac Studio ist so gut wie bestätigt und könnte das mit Abstand leistungsstärkste Mac-Update des Jahres werden.

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Tags: MacMac Studio
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