Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max stehen vor einem der spannendsten Upgrade-Zyklen seit Jahren. Variable Apertur, 2-nm-Chip, kleinere Dynamic Island und Apples eigenes 5G-Modem – alles für September 2026 erwartet. Gleichzeitig ändert Apple erstmals den Release-Rhythmus: Nur die Pro-Modelle und das iPhone Fold kommen im Herbst, das Basis-iPhone 18 erst im Frühjahr 2027.
Apple bringt seit 2017 jedes Jahr im September neue Pro-iPhones auf den Markt. Beim iPhone 18 Pro wird diese Tradition fortgesetzt – allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: Das Standard-iPhone 18 und das iPhone 18e erscheinen erst im Frühjahr 2027. Wer im Herbst 2026 upgraden will, muss sich für ein Pro-Modell oder Apples erstes Foldable entscheiden – das möglicherweise nicht iPhone Fold, sondern iPhone Ultra heißen wird. Zwei chinesische Leaker (Digital Chat Station und Instant Digital) berichten übereinstimmend, dass Apple das Foldable als Premium-Spitzenmodell unter dem Ultra-Label positionieren könnte.
Im Vergleich mit dem aktuellen iPhone 17 Pro, das wir in unserer iPhone 17 vs. iPhone 17 Pro Kaufberatung gegenübergestellt haben, bringt das iPhone 18 Pro mehrere echte Hardware-Neuerungen. Dieser Artikel fasst alle aktuellen Gerüchte zusammen.
iPhone 18 Pro: Das Wichtigste in Kürze
| # | Erwartung |
|---|---|
| Release | September 2026 |
| Chip | A20 Pro (2-nm-Prozess), 12 GB RAM |
| Modem | Apple C2 (Codename Ganymede) international; US-Modell wohl weiter mit Qualcomm für mmWave |
| Konnektivität | N2-Chip (Wi-Fi 7, Bluetooth 6+) |
| Kamera | Variable Apertur (48 MP Fusion), 24-MP-Frontkamera |
| Display | 6,3″ (Pro) / 6,9″ (Pro Max), kleinere Dynamic Island |
| Farben | Dark Cherry, Light Blue, Silber/Grau – drei bis vier Töne (kein Schwarz) |
| Preis | Höhere Preise erwartet; Schätzungen fürs Pro reichen von ~1.150 bis ~1.399 $ (Höhe umstritten) |
Design: Vertraute Form, neue Farben
Das iPhone 18 Pro wird äußerlich weitgehend dem iPhone 17 Pro entsprechen. Die Displaygrößen bleiben bei 6,3 Zoll (Pro) und 6,9 Zoll (Pro Max), das Aluminium-Unibody-Gehäuse und die Plateau-Kamera mit drei Linsen kehren zurück.
Die größte optische Änderung: Apple bringt mit Dark Cherry eine neue Signalfarbe – das wäre das erste rote Pro-iPhone überhaupt. Die zuletzt erwartete Farbpalette umfasst Dark Cherry, Light Blue, Dark Gray sowie Silver. Die zweifarbige Optik (Glas vs. Rahmen) soll beim iPhone 18 Pro weniger auffällig sein als beim Vorgänger.
Ende Mai 2026 zeigten erste Dummy-Modelle in allen vier Farbtönen den ersten realen Eindruck der Palette. Die Veröffentlichungen von Leaker Sonny Dickson bestätigen die zuvor durchgesickerten Pantone-Codes – Light Blue (Pantone 2121), Dark Cherry (Pantone 6076), Dark Gray (Pantone 426C) und Silver (Pantone 427C). Eine kleine Unschärfe bleibt: Während die Dummy-Bilder die vierte Variante schlicht als Schwarz bezeichnen, führt die Pantone-Liste sie als Dark Gray. Wie Apple das Modell am Ende vermarktet, dürfte erst zur Vorstellung feststehen. Dickson selbst hebt das neue Dark Cherry als wahrscheinlichen Verkaufsschlager hervor – nachdem Cosmic Orange im Vorjahr besonders stark angekommen war. Anfang Juni folgte ein weiteres Indiz: Geleakte Gehäuseteile zeigten drei der vier Farben – Dark Cherry, Light Blue und Dark Gray –, während Silber als vierte Variante auf den Aufnahmen fehlte. Die Herkunft der Teile ist allerdings unklar.

Ende Juni legte Ice Universe nach und zeigte ein angebliches SIM-Fach des iPhone 18 Pro in eben jenem weinroten Dark Cherry – ein changierender Ton, der je nach Licht zwischen Burgund, warmem Braun und dunklem Violett wechselt. Auf die Nachfrage, ob es auch eine schwarze Variante gebe, antwortete der Leaker knapp mit „Nein“: Die Rolle des dunkelsten Modells übernimmt demnach das Dark Gray, ein echtes Schwarz ist für die Pro-Reihe nicht geplant.
Wie viele Farben es am Ende werden, ist damit allerdings wieder offener geworden. Zum 1. Juli nannte Instant Digital nur noch drei Töne für das iPhone 18 Pro: Dark Cherry, Light Blue und ein Silber-Grau, das Silber und Dunkelgrau zu einer einzigen Variante zusammenführt. Damit läge das Pro-Modell exakt auf dem Muster des iPhone 17 Pro, das ebenfalls mit nur drei Farben und ohne dunklen Ton startete, obwohl vorab mehr Optionen gehandelt worden waren. Die grundlegenden Farbtöne sind über die Quellen hinweg also weitgehend deckungsgleich – strittig ist vor allem die Anzahl: drei oder vier. Auch dass Apple kurz vor dem Start noch einen Ton streicht, käme nicht zum ersten Mal vor.
Bei den Abmessungen widerspricht ein aktueller Leak einer früheren Annahme: Das iPhone 18 Pro Max soll mit 8,75 mm exakt so dick ausfallen wie der Vorgänger – und nicht, wie zuvor vom selben Leaker behauptet, etwas dicker. Den größeren Akku müsste Apple dann durch einen Umbau des Innenlebens unterbringen, ohne das Gehäuse wachsen zu lassen. Beim Gewicht bleibt dennoch möglich, dass das Modell die 240-Gramm-Marke überschreitet und damit schwerer als das 233 Gramm schwere iPhone 17 Pro Max ausfällt.
Ein weiteres Detail: Am Ceramic-Shield-Bereich auf der Rückseite (dort, wo MagSafe sitzt) soll eine „leicht transparente“ Oberfläche zum Einsatz kommen. Was genau Apple damit meint, ist noch unklar – möglicherweise ein mattierter oder milchiger Glaseffekt.
Anfang April 2026 sind zudem erste Dummy-Modelle des iPhone 18 Pro, Pro Max und iPhone Fold aufgetaucht. Sie bestätigen: Das Design bleibt nahezu identisch zum iPhone 17 Pro – gleiche Knopfanordnung, gleiche Plateau-Kamera, gleiche Proportionen. Ein neuerer Dummy des iPhone 18 Pro Max zeigt zudem eine etwas dickere Kamera-Einheit.
Ganz eindeutig ist die Dickenfrage damit nicht: Ein weiterer Tippgeber aus der Lieferkette hält dagegen und sieht das iPhone 18 Pro rund zwei Millimeter dicker – auf eine Gesamthöhe von etwa 9,9 bis 10,9 Millimeter. Damit stehen sich zwei Angaben direkt gegenüber: ein praktisch unverändertes Gehäuse auf der einen, ein spürbarer Zuwachs auf der anderen Seite. Beide Werte stammen aus Einzelquellen mit gemischter Trefferbilanz – belastbar wird das Bild erst mit seriennahen Dummy-Modellen.
Konkretere Maße verdichten dieses Bild: Ein Hands-on des YouTubers Vadir Yuryev mit Dummy-Modellen bezifferte die Gesamtdicke des iPhone 18 Pro Max inklusive Kamera-Plateau auf 13,77 mm, gegenüber 12,92 mm beim iPhone 17 Pro Max. Der Zuwachs konzentriert sich dabei fast vollständig auf das Kamera-Plateau, während der übrige Korpus praktisch unverändert dick bleibt. Als Grund nennt der Weibo-Leaker Digital Chat Station einen besonders großen 48-MP-Sensor mit variabler Blende – größere Sensoren und Linsen brauchen schlicht mehr Bauhöhe.
Aluminium-Finish: Apple bleibt trotz Scratchgate
Ein zentrales Diskussionsthema rund um das Pro-Design bleibt bestehen: das eloxierte Aluminium-Finish mit seinen bekannten Schwachstellen am Kameramodul. Laut dem Weibo-Leaker Fixed Focus Digital übernimmt Apple das Verfahren ohne Anpassungen vom iPhone 17 Pro – weder Material noch Beschichtung werden überarbeitet. Eine jüngere Wortmeldung desselben Leakers warnt zudem ausdrücklich, dass auch die neuen Farboptionen mit der Zeit anfällig für Abnutzung bleiben könnten. Apple stuft die Abplatzungen an den scharfen Kanten der Kameraplattform intern als materialtypischen Verschleiß ein und sieht damit keinen Garantiefall.
Aufschlussreich ist Apples Aufschlüsselung der Schäden in zwei voneinander unabhängige Ursachen: Ein Teil der Spuren an Ausstellungsgeräten in den Stores stammte demnach nicht von Kratzern, sondern von abgenutzten MagSafe-Ladeständern, die Material auf die Rückseite übertrugen – durch Reinigung entfernbar. Die empfindlichen Kanten rund um die Kameraplattform gelten dagegen als materialtypischer Verschleiß. Genau diese Mischung aus guter Grundrobustheit und punktueller Empfindlichkeit dürfte sich beim Nachfolger wiederholen.
Der Hintergrund: Aluminium ist leichter, deutlich günstiger in der Verarbeitung und passt zu Apples Klimaneutralitätszielen. Hinzu kommt ein technischer Pluspunkt, den der jüngste Hinweis besonders betont – die sehr gute Wärmeableitung der Legierung. Gerade beim leistungshungrigen A20 Pro lässt sich Hitze so schneller vom Inneren wegführen, was die Leistung unter Last länger stabil hält. Diese Vorteile wiegen aus Apples Sicht offenbar schwerer als die punktuellen Kratzprobleme. Wer das iPhone 18 Pro ohne Hülle nutzen will, sollte sich darauf einstellen, dass an den Kanten des Kameramoduls schneller Spuren entstehen als bei den titanbasierten Vorgängergenerationen – ob ein tieferer Pigmentton kleinere Macken besser kaschiert, lässt sich vor dem Marktstart nicht sagen.
Dynamic Island: Kleiner, aber nicht weg
Ein zentrales Gerücht betrifft die Dynamic Island. Mehrere unabhängige Quellen – darunter Bloomberg, Instant Digital und Ross Young – berichten, dass Apple den Flood Illuminator von Face ID unter das Display verlegen wird. Dadurch schrumpft die Dynamic Island um etwa 35 Prozent. Leaker Ice Universe nennt erstmals konkrete Maße: Die Breite soll von rund 20,7 mm auf etwa 13,5 mm sinken.
Vollständig unter das Display wandert Face ID allerdings noch nicht. Die Frontkamera, die Infrarotkamera und der Dot Projector bleiben sichtbar. Ein komplett unsichtbares Face ID wird frühestens für das iPhone 20 (2027) erwartet.
Allerdings gibt es auch eine Gegenstimme: Der Leaker Digital Chat Station berichtete zunächst, dass Apple die Dynamic Island möglicherweise doch unverändert lassen könnte. In einem Update vom 9. April 2026 präzisierte er: Apple wägt aktuell noch zwischen zwei Optionen ab – die bisherige Displayform vom iPhone 17 Pro wiederverwenden oder die kleinere Variante umsetzen. Eine endgültige Entscheidung ist offenbar noch nicht gefallen. Die Gerüchtelage ist in diesem Punkt also nicht eindeutig – wie wir bereits zusammengefasst haben.
Ein anschauliches Indiz für die geplante Verkleinerung liefert ausgerechnet die Software: In iOS 27 wächst Siri AI beim Aufruf als länglicher, pillenförmiger Leuchtkörper aus der Dynamic Island heraus – während Siri an nahezu allen anderen Stellen, vom App-Icon bis zur Darstellung auf iPad, Mac und Apple Vision Pro, kreisrund erscheint. Der X-Nutzer @MichalLangmajer brachte beide Punkte zusammen: Die ovale Form auf dem iPhone erkläre sich durch die aktuelle Notch-Breite, und auf einem iPhone 18 mit kleinerer Aussparung könnte daraus ein perfekter Kreis werden. Bestätigt ist dieser Zusammenhang nicht, doch er zeigt, wie eng Apple das Interface-Design an die Aussparung im Display koppelt.
Chip: A20 Pro im 2-nm-Verfahren
Der A20 Pro wird der erste Apple-Chip im 2-nm-Verfahren von TSMC. Der Wechsel von 3 nm auf 2 nm bringt:
- Höhere Transistordichte für mehr Leistung
- Bessere Energieeffizienz – geschätzt 30 % gegenüber dem A19 Pro
- Verbesserte Neural Engine für lokale KI-Aufgaben
Dazu kommt eine neue Packaging-Technologie (WMCM), bei der RAM direkt auf dem gleichen Wafer wie CPU, GPU und Neural Engine sitzt. Das reduziert Latenzen und verbessert die Effizienz zusätzlich. Außerdem soll der Arbeitsspeicher auf 12 GB steigen – gegenüber 8 GB im iPhone 17 Pro. Mehr RAM bedeutet bessere Multitasking-Performance und mehr Spielraum für lokale KI-Modelle.
Wie dieser Aufbau konkret aussehen könnte, zeigt ein angeblich abfotografiertes Mainboard des iPhone 18 Pro, das über die Weibo-Leaker WHYLAB und Ice Universe kursiert. Demnach rückt der Arbeitsspeicher beim WMCM-Ansatz seitlich neben den Prozessor, statt wie bisher direkt auf ihm gestapelt zu sitzen – das entkoppelt Recheneinheit und Speicher thermisch und lässt das iPhone 18 Pro seine Spitzenleistung unter Dauerlast länger halten, bevor es drosselt. Das Foto deutet zudem auf LPDDR6-Speicher mit 96-Bit-Bus und eine spürbar vergrößerte Neural Engine hin – ein klares Zeichen, dass Apple gezielt die KI-Leistung ausbaut. Bestätigt ist die Aufnahme nicht, sie fügt sich aber in das bisherige Bild.
Der A20 Pro wird das iPhone 18 Pro auch besser für Apple Intelligence und lokale KI-Verarbeitung aufstellen.
Modem: C2 international, Qualcomm bleibt wohl in den USA
Das iPhone 18 Pro wird voraussichtlich Apples eigenes C2-Modem nutzen – die dritte Generation nach dem C1 (iPhone 16e) und dem C1X (iPhone Air), intern angeblich unter dem Codenamen „Ganymede“ geführt. Der C2 soll schneller und effizienter arbeiten und über NR-NTN Satelliteninternet unterstützen – also vollwertigen Internetzugang über Satellit, nicht nur Notfall-SOS.
Die Umstellung könnte allerdings unvollständig ausfallen. Aus den beim Apple-Zulieferer Tata Electronics entwendeten Fertigungsdaten geht laut einem Leak eine eigene US-Stückliste hervor, die mehrere Qualcomm-Bauteile statt des C2 aufführt – Komponenten, die mit mmWave-5G in Verbindung stehen. Der Grund läge in einer Lücke des C2: Das Modem soll weiterhin kein mmWave beherrschen. Diese ultrahochfrequente 5G-Variante liefert über kurze Distanzen sehr hohe Downloadraten und wird vor allem in den USA (allen voran von Verizon) angeboten. Der regionale Modem-Split würde also bedeuten: internationale Modelle mit C2, US-Geräte weiter mit Qualcomm. Frühere Erwartungen, wonach der C2 erstmals mmWave mitbringen und Qualcomm damit vollständig verdrängen würde, relativieren sich damit. Beobachter führen die Aufteilung weniger auf Technik als auf die Interessen der US-Mobilfunkanbieter zurück, die viel Geld in ihre mmWave-Netze gesteckt haben.
Für Käufer außerhalb der USA hätte das sogar Vorteile. Apples C1- und C1X-Modems gelten als deutlich energieeffizienter als vergleichbare Qualcomm-Chips – ein US-Gerät mit Qualcomm-Modem könnte also eine etwas kürzere Laufzeit erreichen als dasselbe iPhone im internationalen Handel. Pikant: Ausgerechnet die US-Modelle sollen laut Leaks die größere Akkuzelle tragen, sodass ein Effizienznachteil beim Modem diesen Vorsprung teilweise wieder aufzehren könnte. Hinzu kommt ein Datenschutz-Detail: Die Einstellung „Genaue Position einschränken“, die Mobilfunkanbietern nur noch grob aufgelöste Standortdaten liefert, ist an Apples eigene Modems gekoppelt und dürfte einem US-Modell mit Qualcomm-Chip fehlen. Sollte sich der Split bestätigen, bliebe Apples Weg zur vollständigen Modem-Unabhängigkeit auf eine einzige Region – die USA – verkürzt, aber noch nicht abgeschlossen.
Konnektivität: N2-Chip für Wi-Fi 7+
Neben dem C2-Modem wird das iPhone 18 Pro voraussichtlich auch Apples neuen N2-Chip für drahtlose Verbindungen erhalten. Der Vorgänger N1 kam erstmals im iPhone 17 zum Einsatz und brachte Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread. Was der N2 konkret verbessert, ist noch nicht bekannt – erwartet werden schnellere drahtlose Verbindungen und bessere Effizienz bei AirDrop und Personal Hotspot.
Kamera: Variable Apertur als Highlight
Die größte Kamera-Neuerung des iPhone 18 Pro ist die variable Apertur in der 48-MP-Fusion-Hauptkamera. Bisherige iPhones nutzen eine feste Blende von f/1.78. Eine variable Apertur erlaubt es, die Lichtmenge und Tiefenschärfe mechanisch zu steuern – ein Feature, das bisher professionellen Kameras vorbehalten war.
Die variable Apertur ist nicht nur technisch anspruchsvoll, sie kostet Apple auch deutlich mehr. Laut Ming-Chi Kuo liegt der durchschnittliche Verkaufspreis des neuen Objektivs rund 50 Prozent über dem Modul des iPhone 17 Pro. Hintergrund ist die mechanische Komplexität: Während bisherige Pro-iPhones mit einer festen Blende von f/1.78 und sieben Kunststofflinsen arbeiten, müssen sich bei der variablen Apertur Lamellen im Objektiv bewegen. Ein erheblicher Aufpreis war zu erwarten, die Größenordnung macht aber sichtbar, wie viel Apple bereit ist, allein in die Kamera zu investieren. Beim Zulieferer kommt eine neue Größe ins Spiel: Sunny Optical soll zwischen 40 und 50 Prozent der Aufträge für das Modul übernehmen – derselbe Hersteller, der bereits die Kamera des MacBook Neo liefert und sich damit im Bereich kompakter Kameramodule bei Apple etabliert.
Weitere erwartete Kamera-Verbesserungen:
- Neuer Samsung-Sensor mit drei Schichten (PD TR Logic) für weniger Rauschen und schnellere Reaktionszeiten – Samsung wäre erstmals Sensor-Lieferant neben Sony
- Frontkamera-Upgrade von 12 MP auf 24 MP
- Vereinfachte Camera Control ohne kapazitive Schicht, nur noch mit Drucksensor
Ob die variable Apertur in beiden Pro-Modellen oder nur im Pro Max kommt, ist noch nicht gesichert.
iPhone 18 Pro: Display und Akku
LTPO+ statt großem Helligkeitssprung
Das iPhone 18 Pro setzt auf eine weiterentwickelte Version der bisherigen LTPO-Technologie: LTPO+. Der Unterschied liegt in der feineren Steuerung der einzelnen OLED-Pixel, was sich gleich doppelt auswirkt – die Helligkeit lässt sich präziser an die Umgebung anpassen, und der Energieverbrauch sinkt spürbar. In Kombination mit dem etwas größeren Akku schafft das mehr Spielraum für längere Laufzeiten im Alltag. Auf dem Datenblatt sind höhere Peak-Werte gegenüber den aktuellen 1.600 Nits HDR und 3.000 Nits Spitzenhelligkeit zu erwarten – Apple stellt laut Berichten „beispiellos hohe Anforderungen“ an die Panels.
Den großen Sprung bei der Außenhelligkeit unter realer Sonne liefert das iPhone 18 Pro allerdings nicht. Laut Instant Digital erhält das Modell kein Dual-Layer-OLED – die Technologie, die in einem iPhone den nächsten echten Helligkeitssprung markieren würde. Damit bleibt das bekannte Thermal-Throttling-Verhalten bestehen: Aktuelle Pro-Modelle erreichen ihre Spitzenhelligkeit zwar im Datenblatt, drosseln sie unter direkter Sonneneinstrahlung aber binnen Minuten zurück, um die Display-Temperatur nicht eskalieren zu lassen. Apples Lösung für dieses Problem ist ein vereinfachtes Tandem-OLED-Design mit verdoppelter blauer Subpixel-Schicht – realistisch wird das frühestens in einer Pro-Generation nach 2028 in einem iPhone landen.
Beim Lieferantenkreis vergibt Apple die LTPO+-Aufträge ausschließlich an Samsung Display und LG Display. Der chinesische Hersteller BOE, der beim iPhone 17 Pro noch einen Teil der Aufträge übernehmen konnte, fällt diesmal komplett aus dem Premium-Segment heraus – die Qualitäts- und Ausbeute-Vorgaben für LTPO+ erfüllt BOE nach südkoreanischen Berichten nicht. Damit zementiert Apple kurzfristig die Abhängigkeit von den beiden koreanischen Display-Riesen, weil schlicht keine andere Quelle dieselben Spezifikationen in der notwendigen Stückzahl liefern kann.
Parallel plant Apple den Einsatz einer Under-Screen-Infrarottechnologie von Samsung – ein wichtiger Baustein dafür, dass Teile des Face-ID-Systems hinter dem Display verschwinden können. Genau diese Komponente hängt direkt mit der diskutierten Verkleinerung der Dynamic Island zusammen: Ohne sie wäre der Sprung von 20,7 mm auf 13,5 mm Breite technisch nicht möglich.
Größerer Akku im Pro Max
Konkrete Zahlen nennt inzwischen Chinas 3C-Zertifizierungsdatenbank: Für das iPhone 18 Pro Max sind dort 5.391 mAh (Modelle mit SIM-Schacht, etwa in Deutschland und China) und 5.567 mAh (eSIM-Variante, unter anderem USA) hinterlegt. Die in den offiziellen Zulassungsunterlagen aufgetauchten Kapazitäten liegen damit noch über den zuvor kolportierten rund 5.235 bis 5.425 mAh. Der Unterschied zwischen den Regionen hat keinen technischen Grund, sondern liegt am Gehäuse: Ohne physischen SIM-Schacht bleibt in der US-Variante etwas mehr Platz für eine größere Zelle.
| Modell-Variante | iPhone 17 Pro Max | iPhone 18 Pro Max (Leak) | Differenz |
|---|---|---|---|
| eSIM-only (u. a. USA) | 5.088 mAh | 5.567 mAh | +479 mAh (+9,4 %) |
| Mit physischer SIM (u. a. Deutschland, Europa) | 4.823 mAh | 5.391 mAh | +568 mAh (+11,8 %) |
Bemerkenswert ist, dass ausgerechnet die in Deutschland relevante SIM-Schacht-Variante relativ betrachtet stärker zulegt – rund 570 mAh mehr als beim direkten Vorgänger, während die eSIM-Ausführung um knapp 480 mAh wächst. In Kombination mit dem effizienteren 2-nm-Chip und der LTPO+-Displaytechnologie könnte das iPhone 18 Pro Max damit die beste Akkulaufzeit aller bisherigen iPhones bieten. Anders als frühere, kaum überprüfbare Zahlen stammen diese Werte aus einer offiziellen Zulassungsdatenbank und decken sich mit einem Bericht desselben Leakers aus dem Juni – ein für ein Gerücht ungewöhnlich solides Fundament. Ein Vorbehalt bleibt: In den Einträgen sind die Geräte nicht ausdrücklich als iPhone 18 Pro Max bezeichnet, die Zuordnung gilt angesichts der Eckdaten und des Zeitpunkts aber als sehr wahrscheinlich.
Kleines Akku-Plus beim iPhone 18 Pro
Beim regulären iPhone 18 Pro fällt der Akku-Zuwachs dagegen überraschend gering aus. Dieselbe Zertifizierungsdatenbank führt auch hier zwei Kapazitäten – je nachdem, ob das Gehäuse noch einen SIM-Schacht besitzt. Für die Variante mit physischer SIM, die unter anderem in Deutschland, Europa und China verkauft wird, sind 4.056 mAh gelistet; die eSIM-only-Ausführung für die USA und einige weitere Märkte trägt mit 4.288 mAh den etwas größeren Akku. Der Grund ist derselbe wie beim Pro Max: Fällt der SIM-Schacht weg, lässt sich der frei werdende Platz für eine minimal größere Zelle nutzen.
| Modell-Variante | iPhone 17 Pro | iPhone 18 Pro (Leak) | Differenz |
|---|---|---|---|
| Mit physischer SIM (u. a. Deutschland, Europa, China) | 3.988 mAh | 4.056 mAh | +68 mAh (+1,7 %) |
| eSIM-only (USA u. a.) | 4.252 mAh | 4.288 mAh | +36 mAh (+0,8 %) |
Das wäre ein deutlicher Stimmungswechsel gegenüber dem Vorjahr: Das iPhone 17 Pro hatte gegenüber dem iPhone 16 Pro noch rund 19 Prozent zugelegt, diesmal bleibt es bei wenigen Dutzend Milliamperestunden. Entscheidend ist am Ende aber nicht allein die Kapazität: Der im 2-nm-Verfahren gefertigte A20 Pro arbeitet spürbar effizienter, sodass selbst ein kaum gewachsener Akku in der Praxis länger durchhalten könnte. Belastbar lässt sich das erst nach echten Akkutests sagen. Die Kapazitäten selbst gelten inzwischen als vergleichsweise gesichert – sie standen bereits in einem Bericht aus dem Juni und tauchen in der Zertifizierung nun erneut auf.
Release und neue Strategie
Apple ändert 2026 erstmals den iPhone-Release-Rhythmus:
- September 2026: iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max, iPhone Ultra
- Frühjahr 2027: iPhone 18, iPhone 18e, möglicherweise iPhone Air 2
Wer im Herbst ein neues iPhone will, muss also zum Pro-Modell oder zum Fold greifen. Die günstigeren Modelle kommen erst Monate später.
Preis: Aufschlag wahrscheinlich, Höhe umstritten
Bei den Preisen hat sich das Bild zuletzt grundlegend gedreht. Lange war erwartet worden, dass Apple die Einstiegspreise der Pro-Modelle trotz der globalen Speicherchip-Knappheit stabil hält: Sowohl Ming-Chi Kuo als auch Jeff Pu hatten von einer „aggressiven Preisstrategie“ gesprochen, mit der Apple die Basispreise von zuletzt 1.099 US-Dollar (Pro) und 1.199 US-Dollar (Pro Max) verteidigen und die Mehrkosten stattdessen über höhere Speicherstufen und Einsparungen bei Display und Kameras auffangen würde.
Diese Annahme hat Apple selbst überholt. Konzernchef Tim Cook bestätigte gegenüber dem Wall Street Journal, dass Apple wegen beispiellos gestiegener Kosten bei Arbeits- und Flash-Speicher die Preise mehrerer Produkte anheben wird. Welche Geräte konkret betroffen sind und in welcher Höhe, ließ er offen – die verbindlichen Zahlen nennt traditionell erst das September-Event.
In diese Lücke stößt eine Schätzung des Wall Street Journal, die den Aufschlag am iPhone 18 Pro durchrechnet. Auf Basis interner Analysen und Preisdaten der Forschungsfirma TechInsights dürfte das Modell mindestens bei 1.299 US-Dollar einsteigen, wobei 1.399 US-Dollar oder mehr als wahrscheinlicher gelten – ein Aufschlag von rund 200 bis 300 US-Dollar gegenüber dem iPhone 17 Pro. Hintergrund: Beim iPhone 17 Pro lag die Bruttomarge bei rund 47 Prozent; um sie trotz der höheren Kosten zu halten, müsste Apple rechnerisch etwa 1.371 US-Dollar verlangen. Da der Konzern zu glatten Preisstufen neigt, gilt ein Einstieg bei 1.299 US-Dollar als plausibel, was die Marge auf etwa 44 Prozent drücken würde.
Noch nicht eingerechnet ist dabei das neue Kamerasystem: Laut Ming-Chi Kuo kostet es Apple rund 50 Prozent mehr als beim Vorgänger. Mit diesem Posten könnte der Startpreis auf 1.399 US-Dollar oder darüber klettern. Das iPhone 18 Pro Max dürfte wie gewohnt rund 100 US-Dollar über dem Pro liegen, höhere Speicherstufen entsprechend mehr.
| Modell | Erwarteter Einstiegspreis (Schätzung) |
|---|---|
| iPhone 18 Pro | rund 1.150–1.399 US-Dollar (je nach Quelle) |
| iPhone 18 Pro Max | rund 100 US-Dollar über dem Pro |
Für deutsche Käufer heißt das: Die zuletzt kolportierten 1.299 € (Pro) und 1.449 € (Pro Max) wären damit eher die Untergrenze als ein stabiler Einstieg. Wie viel Apple am Ende tatsächlich aufschlägt – und wie viel davon der Konzern über die eigene Marge abfedert -, entscheidet sich erst zur Vorstellung im September.
Frische Hinweise aus der Lieferkette stützen die Aufschlags-These, beziffern sie aber unterschiedlich. Apple hat erst in dieser Woche die Preise für Macs, iPads und die Vision Pro angehoben und dabei iPhone, AirPods und Apple Watch zunächst ausgespart – doch gleich mehrere chinesische Leaker erwarten, dass die September-Generation dem Muster nicht entkommt. Fixed Focus Digital hält eine Erhöhung beim iPhone 18 Pro für ausgemacht, Digital Chat Station einen Sprung des chinesischen Startpreises von 8.999 auf 9.999 Yuan für möglich. Rechnet man die für China erwarteten rund elf Prozent auf den US-Startpreis hoch, käme das iPhone 18 Pro auf etwa 1.220 US-Dollar; Instant Digital verortet das Pro Max mit 256 GB sogar zwischen 1.300 und 1.400 US-Dollar.
Gegen ein Schreckensszenario spricht allerdings eine ebenso aktuelle Einschätzung: J.P. Morgan rechnet nur mit einem moderaten Aufschlag von rund 50 bis 100 US-Dollar, im optimistischen Fall sogar bloß 50 Dollar. Apple könne den Speicherkosten-Druck teilweise über den Wechsel auf das eigene Modem auffangen, das günstiger ist als zugekaufte Funkchips. Auch Ming-Chi Kuo war zuletzt davon ausgegangen, dass der Basispreis stabil bleibt und Aufschläge vor allem die höheren Speicherstufen treffen. Manche werten Cooks ungewöhnlich offene Warnung daher als Erwartungsmanagement – wer Kunden auf das Schlimmste einstimmt, kann mit einer kleinen Erhöhung am Ende fast positiv überraschen.
Einen konkreten Blick auf die Bauteilkosten liefert eine Schätzung des Marktforschers Counterpoint, die am Beispiel der 1-TB-Variante die Herstellungskosten des iPhone 18 Pro Max mit denen des Vorgängers vergleicht. Demnach könnte allein die Fertigung rund 300 US-Dollar teurer ausfallen – Haupttreiber ist der Speicher, denn NAND-Flash und DRAM sollen infolge der anhaltenden Bauteilknappheit so stark steigen, dass beide Posten zusammen fast die gesamten Materialkosten des aktuellen Modells erreichen. Dazu kommt die aufwendigere 2-nm-Gehäusetechnik, während Display und einige andere Komponenten günstiger werden. Ganz beim Kunden landet dieser Druck erfahrungsgemäß nicht: Die Analyse rechnet im Schnitt mit einem um rund 200 US-Dollar höheren Verkaufspreis – und trotzdem mit schmaleren Margen als bei den diesjährigen Modellen. Für den deutschsprachigen Markt ist dabei weniger die US-Zahl entscheidend als die Richtung, denn den Kostendruck der Speicherknappheit hat Apple hierzulande mit den jüngsten Preiserhöhungen bei Macs, iPads und der Vision Pro bereits weitergegeben.
Ein Nebeneffekt betrifft das Topmodell: Der für das iPhone Ultra erwartete Preis von rund 2.000 US-Dollar wirkt weniger exorbitant, wenn schon das reguläre Pro-Modell die 1.300- bis 1.400-Dollar-Marke ansteuert. Je höher das Pro-Modell startet, desto normaler erscheint ein Foldable für 2.000 US-Dollar – die gestiegenen Bauteilkosten liefern die Begründung gleich mit.
iPhone 18 Pro: Wer jetzt zuschlagen sollte
Das iPhone 18 Pro bringt mit der variablen Apertur, dem 2-nm-Chip und dem eigenen C2-Modem echte Hardware-Neuerungen – nicht nur die üblichen prozentualen Verbesserungen. Besonders für Nutzer, die Wert auf Fotografie legen, ist die variable Apertur ein echtes Upgrade.
Wer ein iPhone 17 Pro besitzt, wird den Unterschied im Alltag allerdings kaum spüren – Design und Display bleiben nahezu identisch. Das iPhone 18 Pro lohnt sich vor allem für Nutzer älterer Modelle (iPhone 15 Pro oder älter), die in einem Schritt gleich mehrere Generationen überspringen.
Unsere Empfehlung: Wer ohnehin ein neues iPhone plant, sollte bis September warten. Das iPhone 18 Pro könnte eines der interessanteren Upgrades der letzten Jahre werden – allerdings vermutlich zu einem höheren Preis – auch wenn die Höhe des Aufschlags unter den Quellen noch umstritten ist. Wer dagegen eher zum Standard-Modell, zum günstigeren e-Modell oder zum dünnen Premium-Modell tendiert, sollte einen Blick auf unsere Übersichten zum iPhone 18, zum iPhone 18e und zum iPhone Air 2 werfen – alle drei erscheinen erst im Frühjahr 2027.
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