Der Mac mini wurde erst 2024 komplett neu gestaltet – und ist seitdem einer der beliebtesten Macs überhaupt. Jetzt steht das nächste Update bevor: M5- und M5-Pro-Chips sollen den Weg in das kompakte Gehäuse finden. Äußerlich ändert sich nichts, dafür umso mehr unter der Haube. Doch durch die globale Speicherchip-Knappheit verschiebt sich der Launch nach hinten – und die Preisstruktur hat sich bereits jetzt deutlich verändert.
Der Mac mini ist Apples günstigster Desktop-Mac und gleichzeitig einer der vielseitigsten. In unserer Mac Kaufberatung: Mac mini vs. Mac Studio vs. iMac haben wir die drei Desktop-Macs bereits ausführlich verglichen.
Die Lage rund um den Mac mini hat sich zuletzt deutlich verschärft: Apple hat die 256-GB-Variante komplett aus dem Sortiment gestrichen, der Einstiegspreis liegt jetzt bei 949 €. Hintergrund ist die globale Speicherchip-Knappheit, die Tim Cook im Q2-Earnings-Call explizit bestätigt hat. Der M5-Chip ist bereits im MacBook Air M5 und im MacBook Pro verbaut. Der Mac mini ist als nächstes dran – nur eben deutlich später als ursprünglich gedacht. Dieser Artikel fasst alle aktuellen Gerüchte zusammen.
Mac mini M5: Das Wichtigste in Kürze
| Detail | Erwartung |
|---|---|
| Modelle | M5 und M5 Pro |
| Release | Frühestens Herbst 2026, eher Oktober oder später |
| Design | Keine Änderungen – das 2024er Redesign bleibt |
| Startpreis | Ab 949 € (512 GB SSD), möglicher weiterer Anstieg durch RAM-Knappheit |
| Konnektivität | Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 über den N1-Chip erwartet |
Design: Kompakt bleibt kompakt
Der Mac mini wurde erst im Oktober 2024 grundlegend neu gestaltet. Das Gehäuse schrumpfte auf 12,7 × 12,7 × 5,0 cm – deutlich kleiner als alle Vorgänger. Dazu kamen zwei frontseitige USB-C-Anschlüsse und ein Kopfhöreranschluss auf der Vorderseite.
An diesem Design wird sich beim M5-Update nichts ändern. Apple überarbeitet das Gehäuse des Mac mini nur alle paar Jahre, und das aktuelle ist noch keine zwei Jahre alt. Der Fokus liegt klar auf den inneren Werten.
Chip: M5 und M5 Pro
M5
Der Basis-M5-Chip ist bereits seit Oktober 2025 in Produktion und kommt im MacBook Pro 14″ sowie im MacBook Air M5 zum Einsatz. Er bietet eine 10-Core-CPU, eine 10-Core-GPU mit Neural Accelerator in jedem Kern und eine 16-Core Neural Engine. Gegenüber dem M4 verspricht Apple bis zu 15 Prozent mehr CPU-Leistung, bis zu 45 Prozent schnellere Grafik und die vierfache KI-Leistung.
Für die meisten Nutzer – Büroarbeit, Streaming, Fotobearbeitung, leichterer Videoschnitt – ist der M5 mehr als ausreichend.
M5 Pro
Der M5 Pro basiert auf Apples neuer Fusion-Architektur, bei der CPU und GPU auf separaten Dies sitzen. Er bietet eine 18-Core-CPU (6 Super-Kerne + 12 Performance-Kerne) und eine bis zu 20-Core-GPU. Im Mac mini dürfte der M5 Pro wie beim Vorgänger die leistungsstärkere Option für professionelle Workflows sein: Softwareentwicklung, Videoschnitt, 3D-Arbeit und KI-Workloads.
Der M5 Pro unterstützt bis zu 64 GB Unified Memory mit einer Speicherbandbreite von bis zu 307 GB/s. Ein entscheidender Unterschied: Im Gegensatz zum Basis-M5 bringt der M5 Pro Thunderbolt 5 und den N1-Chip mit Wi-Fi 7 mit.
Arbeitsspeicher und Speicherplatz
Der aktuelle Mac mini startet mit 16 GB Unified Memory – eine Verdopplung gegenüber dem Vorgänger. Das dürfte beim M5-Modell beibehalten werden:
- M5: 16 GB, konfigurierbar auf 24 GB oder 32 GB
- M5 Pro: 24 GB, konfigurierbar auf 48 GB oder 64 GB
Beim Speicherplatz hat sich die Lage zuletzt deutlich verschoben: Apple hat im Mai 2026 die 256-GB-Konfiguration des Mac mini weltweit gestrichen. Der M4 startet jetzt bei 512 GB und 949 € – ein Aufschlag von 250 € gegenüber der bisherigen Einstiegsvariante. Hintergrund ist die globale Speicherchip-Knappheit, die durch den massiven KI-Server-Ausbau bei Hyperscalern wie OpenAI, Google und Microsoft ausgelöst wurde. Apple hat im Earnings Call zu Q2 2026 bereits „deutlich höhere Speicherkosten“ für das laufende Quartal angekündigt.
Für den Mac mini M5 bedeutet das: Eine Rückkehr zur 256-GB-Variante ist faktisch ausgeschlossen. Der Einstieg dürfte ebenfalls bei 512 GB liegen – möglicherweise mit weiteren Preisanpassungen, falls die Knappheit anhält.
Die SSD-Geschwindigkeit dürfte ebenfalls steigen. Apple hat beim M5 MacBook Pro bereits schnellere SSDs verbaut, und der Mac mini wird voraussichtlich die gleiche Technologie übernehmen.
Anschlüsse und Konnektivität
Die Anschlüsse werden voraussichtlich identisch zum aktuellen Modell bleiben:
- Rückseite: Drei Thunderbolt-Anschlüsse (USB-C), zwei USB-A, HDMI 2.1, Gigabit-Ethernet (konfigurierbar auf 10 Gbit), Stromanschluss
- Vorderseite: Zwei USB-C, 3,5-mm-Kopfhöreranschluss
Der größte Unterschied betrifft die Konnektivität: Der aktuelle Mac mini nutzt Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3. Mit dem M5-Update wird Apples N1-Chip erwartet, der Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 unterstützt. Beim M5-Pro-Modell ist zudem Thunderbolt 5 statt Thunderbolt 4 wahrscheinlich – wie beim MacBook Pro M5.
Eine offene Frage bleibt, ob das Basis-M5-Modell ebenfalls den N1-Chip bekommt oder weiterhin bei Wi-Fi 6E bleibt. Beim MacBook Pro 14″ mit Basis-M5 fehlt der N1-Chip – beim MacBook Air M5 ist er jedoch verbaut. Der Mac mini könnte also in beiden Varianten Wi-Fi 7 erhalten.
Release: Wann kommt der neue Mac mini?
Eine ursprünglich erwartete Vorstellung zur WWDC im Juni 2026 ist nach den jüngsten Entwicklungen sehr unwahrscheinlich geworden. Laut Bloomberg hat Apple den Mac Studio M5 bereits offiziell auf Oktober 2026 verschoben – aufgrund der globalen Speicherchip-Knappheit. Beim Mac mini deutet sich ein ähnliches Bild ab.
Tim Cook hat im Q2-2026-Earnings-Call zudem bestätigt, dass Mac mini und Mac Studio aktuell unter spürbaren Lieferengpässen leiden – ausgelöst durch eine überraschend hohe Nachfrage als Plattform für KI- und Agenten-Workloads. Apple rechnet damit, dass es „mehrere Monate“ dauert, bis Angebot und Nachfrage wieder im Gleichgewicht sind. Hinzu kommt die globale DRAM- und NAND-Knappheit, die durch den massiven KI-Server-Ausbau ausgelöst wurde und sich laut Branchenberichten frühestens Ende 2027 spürbar entspannen dürfte.
Realistisches Szenario: Apple könnte den Mac mini gemeinsam mit dem Mac Studio im Oktober 2026 vorstellen – das wäre der Termin, an dem Apple durch Vorratsplanung und Lieferketten-Umorganisation einen kontrollierten Launch hinbekommen kann, auch ohne dass sich die DRAM-Krise tatsächlich auflöst. Ebenso möglich ist, dass Apple den Mac mini noch ein paar Wochen später nachschiebt, um die ohnehin knappen Komponenten zuerst in den Mac Studio zu lenken. Ein Launch erst Anfang 2027 ist nicht ausgeschlossen, gilt aber als das pessimistische Szenario.
Hinweise auf M5- und M5-Pro-Varianten des Mac mini wurden bereits in geleakten Apple-Dateien entdeckt. Auch Geräte-IDs sind aufgetaucht, die auf zwei Konfigurationen hindeuten – analog zum aktuellen Modell.
Preis: Wie weit klettert der Mac mini?
Mit der Streichung der 256-GB-Variante hat sich die Ausgangslage für den M5 grundlegend verändert. Der M4 Mac mini startet jetzt bei 949 € (512 GB), der M4 Pro liegt unverändert bei 1.649 €. Für den M5 ist eine Rückkehr zum alten 699-€-Einstieg praktisch ausgeschlossen – die globale Speicherchip-Knappheit und Apples eigene Hinweise auf höhere Komponentenkosten sprechen eher für eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau oder sogar leichte Anpassungen nach oben.
| Modell | Aktueller Preis | Erwarteter Preis M5 |
|---|---|---|
| Mac mini M5 | 949 € (512 GB) | ab 949 € |
| Mac mini M5 Pro | 1.649 € | 1.649–1.799 € |
Der Mac mini bleibt damit zwar Apples günstigster Desktop, der Einstieg ist aber spürbar teurer geworden – und das wird sich beim M5-Modell kaum mehr umkehren lassen.
Mac mini: Wann sich das Warten lohnt
Der Mac mini mit M5 ist ideal für alle, die einen kompakten, leisen und leistungsstarken Desktop suchen. Die Verbesserungen bei GPU-Leistung, KI-Performance und Konnektivität (Wi-Fi 7, Bluetooth 6) machen das Update besonders für Nutzer älterer Modelle attraktiv.
Wer aktuell einen M4 Mac mini besitzt, wird den Unterschied im Alltag kaum spüren. Wer aber noch einen M1 oder M2 Mac mini nutzt, bekommt mit dem M5 einen deutlichen Generationssprung. Die M5-Pro-Variante wird für Entwickler, Kreative und alle interessant, die mehr Arbeitsspeicher, Thunderbolt 5 und höhere Multi-Core-Leistung brauchen.
Unsere Empfehlung: Wer einen neuen Mac mini kaufen will, sollte sich auf einen Launch im Herbst 2026 einstellen – ein Sommer-Launch zur WWDC ist sehr unwahrscheinlich geworden. Wer auf den niedrigen 699-€-Einstieg gehofft hatte, muss umdenken und sollte gegebenenfalls noch verfügbare M4-Restbestände bei deutschen Händlern im Auge behalten.
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