Seit Jahren kursieren Gerüchte über ein faltbares iPhone, doch lange blieb das Thema im Reich der Spekulation. Das ändert sich gerade. Zuverlässige Analysten, Leaker und Lieferketten-Quellen liefern immer konkretere Details, die ein stimmiges Gesamtbild ergeben: Apple arbeitet am iPhone Ultra, einem faltbaren Smartphone im Buchformat. Die Markteinführung soll im Herbst 2026 stattfinden, möglicherweise zusammen mit der iPhone-18-Serie. Was bisher über das Gerät bekannt ist, wie es aussehen soll, was es kosten wird und wann es erscheint, fassen wir nachfolgend zusammen.
Faltbare Smartphones gibt es schon seit einigen Jahren. Samsung, Huawei und andere Hersteller haben den Formfaktor etabliert, mit wechselndem Erfolg. Apple hat bislang zugeschaut. Das ist kein Zeichen von Rückständigkeit, sondern entspricht der typischen Apple-Strategie: abwarten, bis die Technologie ausgereift genug ist, und dann mit einem Produkt einsteigen, das die Kategorie neu definiert.
Genau das macht das iPhone Ultra so interessant. Apple steigt nicht als Pionier ein, sondern als Perfektionierer. Die bisherigen Berichte legen nahe, dass Apple einige der größten Schwachstellen faltbarer Smartphones angehen will, darunter die sichtbare Falte im Display, die Scharnierhaltbarkeit und die Akkuleistung. Bloomberg-Reporter Mark Gurman nennt das Gerät die „bedeutendste Überarbeitung in der Geschichte des iPhones“ und stellt es auf eine Stufe mit Meilensteinen wie dem iPhone 4, iPhone 6 und iPhone X. Ob Apple diesem Anspruch gerecht wird, bleibt abzuwarten. Die technischen Details, die bislang bekannt sind, klingen jedenfalls vielversprechend.
Name: iPhone Ultra statt iPhone Fold
Warum Apple den „Fold“-Namen vermeidet
Lange wurde Apples faltbares iPhone in Medienberichten als „iPhone Fold“ bezeichnet, doch das scheint nicht Apples Plan zu sein. Der auf Weibo aktive Leaker Digital Chat Station behauptet, das Gerät werde unter dem Namen „iPhone Ultra“ auf den Markt kommen. Wenig später bestätigte der ebenfalls verlässliche Leaker Instant Digital diese Einschätzung und listete das Herbst-Lineup als iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max und iPhone Ultra auf.
Die Entscheidung für den Ultra-Namen passt in Apples bestehende Markenstrategie. Der Begriff kommt bereits bei der Apple Watch Ultra, den M1 Ultra und M3 Ultra Chips sowie bei CarPlay Ultra zum Einsatz. Bloomberg-Reporter Mark Gurman hatte zuvor bereits berichtet, dass Apple die Ultra-Bezeichnung auf weitere Produktlinien ausdehnen könnte, darunter ein OLED-MacBook und künftige AirPods mit Kameras. Mit dem iPhone Ultra würde das faltbare iPhone nicht als Nischenprodukt positioniert, sondern als Premium-Spitze der gesamten iPhone-Linie.
Gesamtdesign: Buchformat, kein Clamshell
Formfaktor und Abmessungen
Das iPhone Ultra soll nach dem Buchprinzip funktionieren, also mit einem großen Innenbildschirm, der sich wie ein Buch aufklappt. Das hat Bloomberg-Reporter Mark Gurman bestätigt, der als eine der verlässlichsten Quellen für Apple-Interna gilt. Damit ähnelt das Gerät dem Samsung Galaxy Z Fold und unterscheidet sich grundlegend vom kompakten Clamshell-Design des Galaxy Z Flip. Laut Leaker Instant Digital hatte Apple zunächst auch ein Flip-Design in Betracht gezogen, diese Pläne aber verworfen, da der Formfaktor keine überzeugenden neuen Nutzungsmöglichkeiten geschaffen hätte.
Zu den Abmessungen hat Analyst Ming-Chi Kuo konkrete Zahlen geliefert. Im zusammengeklappten Zustand soll das Gerät zwischen 9 und 9,5 mm dick sein, im aufgeklappten Zustand nur noch 4,5 bis 4,8 mm. Der auf Weibo aktive Leaker Instant Digital hat zuletzt präzisiert, dass die Mindestdicke im aufgeklappten Zustand bei 4,8 mm liegen wird – und das Gerät damit mindestens 1,1 mm dünner als das iPhone Air ist. Geleakte Maße beziffern die Höhe im geschlossenen Zustand auf etwa 120,6 mm und die Breite auf rund 83,8 mm, was das Gerät deutlich kompakter, aber breiter als aktuelle iPhones macht.
Dummy-Modelle bestätigen Design
Anfang April 2026 veröffentlichte der bekannte Leaker Sonny Dickson erste Fotos von Dummy-Modellen des iPhone Ultra neben dem iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max. Die nicht-funktionalen Prototypen bestätigen das breitere, fast quadratische Format im geschlossenen Zustand und stimmen mit früheren CAD-Zeichnungen überein. Ein Folgevideo von einem weiteren Leaker zeigte die Geräte auch in Bewegung und bestätigte das breite Seitenverhältnis, das an ein Tablet im Miniformat erinnert.

Tastenanordnung und Kameraaussparung
Bei der Platzierung der Tasten weicht das iPhone Ultra von aktuellen iPhone-Modellen ab. Die Lautstärketasten sollen sich laut Instant Digital ähnlich wie beim iPad mini oben rechts am Gerät befinden. Der Ein-/Aus-Schalter bleibt wie bei anderen aktuellen iPhones auf der rechten Seite. Auf der linken Rückseite des Geräts soll sich außerdem eine Kameraaussparung im Stil des iPhone Air befinden.
Camera Control bleibt erhalten
Eine Design-Entscheidung, die trotz des extrem dünnen Aufbaus überrascht: Laut Instant Digital wird das iPhone Ultra mit dem Camera-Control-Button ausgestattet sein – obwohl das Gerät aufgeklappt mindestens 1,1 mm dünner als das iPhone Air ist. Apple sieht bei bestehenden Foldables ein praktisches Problem: Aufgrund der Gerätegröße empfinden viele Nutzer das Nachjustieren von Kamera-Einstellungen und das Auslösen von Fotos als umständlich. Der Camera-Control-Button soll das lösen, indem er das Gerät sicher einhändig bedienbar macht.
Apple räumt intern ein, dass die Aufnahme des Camera-Control-Buttons bei den flachen iPhones gemischt war. Im Kontext eines faltbaren Geräts sei der praktische Nutzen jedoch deutlich höher – weshalb das Team bewusst entschieden hat, die Funktion in die erste Generation des faltbaren iPhones zu integrieren, auch auf Kosten wertvollen Innenraums.
Display: Zwei Bildschirme für zwei Nutzungsmodi
Außen- und Innenbildschirm
Das iPhone Ultra wird mit zwei Displays ausgestattet sein, die je nach Nutzungssituation zum Einsatz kommen. Im zusammengeklappten Zustand steht ein Außenbildschirm zur Verfügung, der einem klassischen iPhone-Display ähnelt und alltägliche Aufgaben problemlos abdecken soll. Aufgeklappt öffnet sich ein großes Innenbildschirm im iPad-Stil.
Zu den genauen Displaygrößen gibt es leicht abweichende Angaben aus verschiedenen Quellen. Ein Bericht von The Information nennt 5,3 Zoll für den Front- und 7,7 Zoll für den Innenbildschirm. Andere Quellen gehen von einem 5,5-Zoll-Außen- und einem 7,8-Zoll-Innendisplay aus. Welche Angaben letztlich zutreffen, lässt sich derzeit nicht abschließend klären. Einig sind sich die Quellen darin, dass das aufgeklappte Display in etwa die Größe eines iPad mini haben wird.
Laut Mark Gurman wird das iPhone Ultra im aufgeklappten Zustand eine iPad-ähnliche Benutzeroberfläche bieten, inklusive Multitasking mit zwei Apps nebeneinander. iOS 27 soll speziell für diesen Formfaktor optimiert werden. Es wird allerdings kein vollwertiges iPadOS mit Fenstersystem sein, sondern eine angepasste iPhone-Variante.
Auflösung und Displayschutz
Zum Innendisplay kursiert das Gerücht, es werde etwa die Größe eines A6-Blatts haben und eine Auflösung von 2.713 × 1.920 Pixeln aufweisen. Das Außendisplay soll auf 2.088 × 1.422 Pixel kommen. Beim Displayschutz soll Apple eine verbesserte Folientechnologie einsetzen: Eine transparente Polyimidfolie wird als Schutzschicht auf ultradünnem Glas aufgebracht, was das Display widerstandsfähiger machen soll als bei bisherigen faltbaren Geräten.
Laut dem Leaker Digital Chat Station setzt Apple dabei auf eine Dual-Layer-Struktur aus ultradünnem Glas (UTG), bei der das Display zwischen zwei Glasschichten eingebettet ist und so nicht direkt mit dem Scharniermechanismus in Kontakt kommt. Diese Anordnung soll die mechanische Belastung auf mehrere Schichten verteilen und sowohl die Haltbarkeit verbessern als auch die sichtbare Faltlinie minimieren.
Samsung liefert das Faltdisplay exklusiv
Die Display-Frage ist geklärt: Laut einem Bericht von The Elec hat Apple einen Exklusivvertrag mit Samsung Display über die Lieferung faltbarer OLED-Panels geschlossen. Der Vertrag läuft über drei Jahre und schließt andere Display-Zulieferer aus. Apple habe die Bedingungen akzeptiert, da es derzeit keine vergleichbaren alternativen Anbieter gebe.
Samsung wird für das iPhone Ultra dieselben M14-OLED-Materialien verwenden, die bereits im iPhone 17 Pro Max zum Einsatz kommen. Apple verzichtet damit bewusst auf neuere Materialgenerationen und setzt auf Zuverlässigkeit und niedrigere Kosten. Das Panel nutzt zudem die CoE-Technologie (Color filter on Encapsulation): Der Polarisator wird entfernt und die Farbfilterschicht direkt auf der Verkapselung aufgebracht – bei herkömmlichen Displays unproblematisch, bei faltbaren Geräten aber Standard, weil der Polarisator an Biegepunkten Risse verursachen kann.
Die Produktion der faltbaren OLED-Panels startet planmäßig im zweiten Quartal 2026. Die erste Lieferung umfasst rund drei Millionen Einheiten.
iOS 27 ebnet dem Klappformat den Weg
Parallel zur Hardware verdichten sich die Hinweise, dass Apple auch die Software gezielt auf ein faltbares iPhone vorbereitet. Auf der WWDC am 8. Juni 2026 zeigte Apple zwar kein Klappgerät, doch gleich mehrere Signale aus iOS 27 deuten in diese Richtung.
Verräterische Zeichenketten im Code
In den Frameworks von iOS 27 sind zwei Zeichenketten aufgetaucht, die unmittelbar auf Klapp-Hardware verweisen: „foldState“ und „angleDegrees“ – also der Faltzustand und der Aufklappwinkel. Entdeckt hat sie der X-Nutzer @samhenrigold. Ein dritter Fund, ein neuer Schlüssel zur Gesamtzahl der eingebauten Displays eines Geräts, deutet darauf hin, dass Apple den Software-Unterbau auf mehr als einen integrierten Bildschirm vorbereitet. 9to5Mac bestätigte die Existenz dieser Verweise unabhängig und hielt fest, dass sie in iOS 26 noch nicht vorhanden waren. Begriffe wie Faltzustand und Aufklappwinkel ergeben nur für ein Gerät Sinn, dessen Display sich physisch knicken lässt.
Apples Appell an die Entwickler
Auffällig deutlich fiel auf der Platforms State of the Union der Aufruf an Entwickler aus, sich von Apps für feste Geräte und Ausrichtungen zu lösen und stattdessen auf eine dynamische Bandbreite an Größen und Seitenverhältnissen zu zielen. Konkret führte Apple skalierbare iOS-Apps für die iPhone-Spiegelung und das iPad ein: Wer seine App gegen das neueste SDK neu baut, aktiviert die Skalierbarkeit automatisch. Dazu kommen ein skalierbarer iOS-Simulator und Vorschauen in Xcode, mit denen sich Layouts über verschiedene Bildschirmgrößen und Seitenverhältnisse testen lassen. Diese Vorgabe ergäbe besonders dann Sinn, wenn sich ein iPhone künftig zu einem deutlich größeren Innendisplay aufklappen ließe – genau das Szenario, für das beim iPhone Ultra Side-by-Side-Multitasking erwartet wird.
Querformat für deutlich mehr Apps
Einen weiteren Baustein liefert die ausgeweitete Querformat-Unterstützung. Eine ganze Reihe vorinstallierter Apps läuft unter iOS 27 nun auch im Querformat, darunter Apple Music, Podcasts, Fitness, Health, Erinnerungen, Home, Kurzbefehle, Find My, Wetter und Sprachmemos. In Apple Music und Podcasts bleibt das Querformat vorerst auf den Audioplayer beschränkt. Viele dieser Apps zeigen dabei eine linksbündige Seitenleiste – genau jenes iPad-artige Layout, das auf dem großen Innendisplay des iPhone Ultra zum Tragen käme. Auch Live-Aktivitäten in der Dynamic Island unterstützen das Querformat nun, sodass Timer, Lieferstatus oder Sport-Ergebnisse bei seitlich gehaltenem Gerät nutzbar bleiben. Für sich genommen wäre keiner dieser Schritte ein Beweis, doch in der Summe zeichnen sie das Bild eines Konzerns, der seine Software lange vor dem Hardware-Debüt auf den neuen Formfaktor ausrichtet.

Sichtbarkeit der Falte: Apples technischer Kniff
Deutlich reduziert, aber nicht vollständig eliminiert
Die sichtbare Falte in der Mitte des Innenbildschirms ist eines der hartnäckigsten Probleme faltbarer Smartphones. Apple hat sich diesem Thema mit hohem Aufwand gewidmet. Analyst Ming-Chi Kuo hatte zunächst berichtet, das iPhone Ultra werde ein nahezu „faltenfreies“ Innendisplay bieten. Mark Gurman von Bloomberg hat diese Aussage später relativiert: Apple setze Technologie ein, die die Falte deutlich reduziert, ohne sie vollständig zu eliminieren.
Konkretere Zahlen stammen aus Produktionsquellen: Die Falttiefe soll auf unter 0,15 mm kontrolliert werden, der Faltwinkel auf unter 2,5 Grad. Das wäre ein erheblicher Fortschritt gegenüber der Konkurrenz. Die Lösung besteht laut Ming-Chi Kuo aus zwei Komponenten: Erstens kommt eine Metallplatte zum Einsatz, die die beim Biegen entstehende Spannung verteilt und kontrolliert. Zweitens setzt Apple Flüssigmetall im Scharnier ein, das im Druckgussverfahren hergestellt wird und sowohl die Haltbarkeit verbessern als auch Bildschirmfalten minimieren soll.
Gurman fasst es folgendermaßen zusammen: Apple-Ingenieure glauben, die Probleme bei der Bildschirmqualität und der Gesamthaltbarkeit gelöst zu haben, zwei langjährige Schwachstellen faltbarer Geräte.
Gehäuse und Scharnier: Langlebige Materialien
Titan, Edelstahl, Aluminium – oder Flüssigmetall?
Beim Gehäuse soll laut Ming-Chi Kuo Titan zum Einsatz kommen, während das Scharnier aus einer Kombination aus Titan und Edelstahl bestehen soll. Der Rahmen selbst soll aus einer Titanlegierung gefertigt sein, um Verformungen zu verhindern, eine Lösung, die Apple bereits beim ultradünnen iPhone Air angewendet hat.
Analyst Jeff Pu sieht das etwas anders und geht davon aus, dass Apple Aluminium und Titan kombiniert, während Kuo eine Mischung aus Edelstahl und Titan favorisiert. Welche genaue Materialkombination letztlich zum Einsatz kommt, ist unter Analysten also noch nicht einheitlich geklärt.
Beim Scharnier selbst verdichten sich die Hinweise zuletzt auf ein bestimmtes Material: Ein aktueller Leak bekräftigt Flüssigmetall als Scharnier-Material – eine amorphe Metalllegierung, deren atomare Struktur sich von herkömmlichen, kristallinen Metallen unterscheidet. Das Material bietet ein höheres Verhältnis von Festigkeit zu Gewicht als gängige Legierungen und ist widerstandsfähiger gegen Korrosion und Verschleiß – Eigenschaften, die für ein Bauteil zählen, das sich über die Gerätelebensdauer hunderttausende Male öffnen und schließen muss.
Eindeutig war diese Frage zwischenzeitlich nicht: Bereits Anfang 2025 war von Flüssigmetall mit dem Zulieferer Dongguan EonTec als exklusivem Lieferanten die Rede, im April folgte ein Rückzieher, wonach Apple das Material noch gegen eine 3D-gedruckte Titanlegierung abwäge. Trifft der jüngste Leak zu, wäre diese Abwägung zugunsten des Flüssigmetalls entschieden. Für Apple wäre das ein bemerkenswerter Schritt: Eine weltweite Exklusivlizenz auf entsprechende Legierungen hält das Unternehmen seit 2010, verbaute das Material bislang aber nur in Kleinstteilen wie dem SIM-Auswurfwerkzeug. Ein tragendes Klappscharnier wäre die mit Abstand anspruchsvollste Anwendung.
Interessant ist eine aktuelle Einschätzung von Kuo zum Scharnier: Dieses soll in der Massenproduktion einen durchschnittlichen Verkaufspreis von rund 70 bis 80 US-Dollar haben, deutlich unter den ursprünglichen Markterwartungen von 100 bis 120 US-Dollar oder mehr. Kuo führt diesen Kostenrückgang auf die Optimierung des Montagedesigns und den Einfluss von Foxconn auf die Produktionsskalierung zurück.
Kameras: Vier Objektive ohne Telezoom
Rückkameras und Innen-Kamera
Das iPhone Ultra soll insgesamt vier Kameras besitzen, wie Mark Gurman von Bloomberg bestätigt hat. Auf der Rückseite befinden sich zwei Objektive, die laut dem Weibo-Leaker Digital Chat Station jeweils 48 Megapixel auflösen werden. Dabei handelt es sich um eine Weitwinkel- und eine Ultraweitwinkel-Kamera – eine Telekamera fehlt, damit liegt das Setup auf dem Niveau des iPhone 17, nicht der Pro-Modelle. Die Dummy-Modelle von Sonny Dickson bestätigen das Dual-Kamera-Setup auf der Rückseite mit einer pillenförmigen Kamerainsel. Zusätzlich gibt es eine Frontkamera am Außenbildschirm sowie eine Kamera unter dem Innenbildschirm, eine sogenannte Under-Screen-Camera (USC).
Dass Apple die Konkurrenz gezielt analysiert, deutet ein weiterer Leak an: Apples US-Imaging-Team soll kürzlich nach Shenzhen gereist sein, um die Kameras konkurrierender Foldables wie Huaweis Modelle zu testen – mit besonderem Fokus auf Telezoom-Fähigkeiten. Konkurrenz-Foldables wie das Samsung Galaxy Z Fold 7 bieten meist drei Rückkameras inklusive Telezoom. Eine Telekamera in späteren Ultra-Generationen ist damit denkbar – bei der ersten Generation aber nicht geplant.
Platzierung der Frontkamera
Die Frontkamera des Außenbildschirms soll als Punch-Hole-Kamera ausgeführt sein. Laut einem Bericht von The Information wird sie sich in der oberen linken Ecke des Außenbildschirms befinden. Diese Anordnung erlaubt es, in beiden Zuständen des Geräts zu fotografieren und zu telefonieren, ohne dass eine Kamera das wertvolle Innendisplay unterbricht.
MagSafe: Möglicherweise nicht an Bord
Dummy-Modelle zeigen keinen MagSafe-Ring
Eine auffällige Beobachtung bei den geleakten Dummy-Modellen: Auf der Rückseite des iPhone Ultra ist kein MagSafe-Ring zu erkennen, während dieser bei den Dummy-Einheiten des iPhone 18 Pro und Pro Max deutlich sichtbar ist. Falls das finale Gerät tatsächlich ohne MagSafe auskommt, wäre das ein überraschendes Zugeständnis bei einem Gerät in dieser Preisklasse. Selbst das günstigere iPhone 17e verfügt über MagSafe-Unterstützung. Es ist allerdings möglich, dass das Feature im finalen Produkt noch ergänzt wird. Dummy-Modelle zeigen nicht immer alle Details des fertigen Geräts.

Authentifizierung: Touch ID statt Face ID
Seitlicher Fingerabdrucksensor
Eine der überraschendsten Designentscheidungen betrifft die Entsperrmethode. Sowohl Ming-Chi Kuo als auch Mark Gurman haben bestätigt, dass das iPhone Ultra auf Face ID verzichten wird. Stattdessen kommt ein seitlicher Touch ID-Knopf zum Einsatz, eine Methode, die Apple bereits beim iPad, iPad Air und iPad mini verwendet. Der Grund ist praktischer Natur: Im kompakten Innenraum eines faltbaren Gehäuses ist Platz extrem knapp, und die für Face ID notwendige Sensorik würde zu viel davon beanspruchen.
Mobilfunk: Apples zweite Modem-Generation
C2-Modem und global nur eSIM
Für die Mobilfunkverbindung setzt das iPhone Ultra laut Mark Gurman auf das C2-Modem der zweiten Generation von Apple. Das C1-Modem hatte Apple zuerst im iPhone 16e verbaut, gefolgt vom C1X im iPhone Air. Das C2 soll insgesamt schneller sein und in den USA erstmals mmWave-Unterstützung mitbringen.
Eine SIM-Karten-Schublade wird das iPhone Ultra in keiner Region bieten. Laut Instant Digital gibt es in der Lieferkette keinerlei Hinweise auf Werkzeuge oder Lagerbestände für SIM-Karten-Module – das Gerät wird weltweit nur eSIM unterstützen, einschließlich China. Damit folgt das iPhone Ultra dem Vorbild des iPhone Air, das als erstes iPhone global auf die SIM-Karten-Schublade verzichtete. Für deutsche Nutzer ist das keine große Umstellung, da eSIM-Unterstützung bei allen großen Mobilfunkanbietern verfügbar ist.
Akkulaufzeit: Rekord in einem iPhone
Hochdichte Zellen und schlanke Komponenten
Das iPhone Ultra soll den größten Akku erhalten, der je in einem iPhone verbaut wurde. Apple erreicht das nicht nur durch hochdichte Akkuzellen, sondern auch durch das Schlankmachen interner Komponenten. Laut einem koreanischen Blog, der in der Vergangenheit bereits genaue Details zu unveröffentlichten Produkten geleakt hat, wird etwa der Display-Treiber kompakter gestaltet, um mehr Platz für Batteriezellen zu schaffen. In Kombination mit dem energieeffizienten C2-Modem und weiteren Effizienzverbesserungen verspricht das auf dem Papier eine solide Laufzeit.
Kühlung: Dampfkammer trotz dünnem Gehäuse
Pro-Technik im 4,5-Millimeter-Gehäuse
Erstmals schreibt eine Quelle dem iPhone Ultra eine Dampfkammer (Vapor Chamber) zur Kühlung zu, deren Kühlleistung beeindruckend ausfallen soll. Bekannt ist die Technik aus dem iPhone 17 Pro und iPhone 17 Pro Max, die im vergangenen Jahr erstmals damit ausgestattet wurden: Eine geringe Menge entionisierten Wassers führt die Wärme vom Chip weg und verteilt sie über den Rahmen. Laut Apple ermöglicht das eine rund 40 Prozent höhere Dauerleistung bei anspruchsvollen Aufgaben als die zuvor genutzten Graphit-Lösungen.
Bemerkenswert ist die Lösung vor allem wegen des extrem flachen Aufbaus: Aufgeklappt misst das iPhone Ultra nur rund 4,5 Millimeter, und schon das ähnlich dünne iPhone Air kommt ohne Dampfkammer aus. Hinzu kommt, dass für den Rahmen Titan im Gespräch ist – ein Material, das Wärme schlechter ableitet als Aluminium und eine effiziente Kühlung damit umso wichtiger macht. Profitieren dürfte davon vor allem der A20-Chip, der das Gerät antreiben soll.
Reparierbarkeit: Modularer Aufbau als Branchenmaßstab
Wenig Kabel, klare Trennung der Komponenten
Foldables gelten in der Werkstatt seit Jahren als Sorgenkind: Verschachtelte Flachbandkabel, mehrlagige Klebeverbindungen und schwer zugängliche Akkupakete machen Reparaturen oft aufwendig oder unmöglich. Genau in diesem Punkt soll das iPhone Ultra einen anderen Weg gehen. Apples erstes Klappgerät könnte das am einfachsten reparierbare Foldable der Branche werden, so legt es ein aktueller Bericht aus China nahe. Die Innenarchitektur sei konsequent auf Modularität getrimmt – ein Aspekt, den Apple bei Foldables bislang nicht offensiv beworben hat.
Im Zentrum steht der interne Schichtaufbau. Apples Ingenieure sollen die Hauptkomponenten so gestapelt haben, dass kein langer Flachbandkabelweg quer über das Display nötig ist. Die Lautstärketasten wandern an die obere Gehäusekante, die Hauptplatine sitzt auf der rechten Seite, und die Verbindung zwischen beiden läuft direkt nach oben. Bei vielen aktuellen Foldables verlaufen diese Kabel zwischen den Tastern auf der einen und der Logikplatine auf der anderen Seite – ein Konstruktionsdetail, das Reparaturen besonders heikel macht.
Funktion folgt Innenraum
Die ungewöhnliche Tastenanordnung war bislang vor allem unter ästhetischen Gesichtspunkten diskutiert worden. Der aktuelle Bericht ergänzt jetzt einen weiteren Vorteil: Mehr verfügbarer Innenraum erlaubt einen größeren Akku, weniger Verkabelung und eine sauberere Trennung zwischen Display- und Mainboard-Bereich. Damit erklärt sich auch, warum die linke Gehäuseseite tastenfrei bleibt – jede Aussparung würde den klar gegliederten Aufbau wieder verkomplizieren.
Reparierbarkeit hängt bei Foldables allerdings nicht nur am Akkutausch, sondern vor allem an Display und Scharnier. Hier bleibt der Bericht zurückhaltender. Klar ist nur, dass Apple die internen Komponenten stark voneinander entkoppelt hat – das senkt das Risiko, beim Tausch einer einzelnen Baugruppe weitere Teile zu beschädigen. Den endgültigen Beweis liefern erst die ersten Teardowns nach dem Verkaufsstart. Sollten unabhängige Werkstätten die jetzt gemachten Aussagen bestätigen, würde Apple einen Standard setzen, an dem sich künftige Foldable-Generationen messen lassen.
iPhone Ultra: Speicheroptionen und RAM
Drei Konfigurationen ab 256 GB
Laut dem Leaker Instant Digital wird das iPhone Ultra in drei Speichervarianten angeboten: 256 GB, 512 GB und 1 TB. Eine 2-TB-Option, wie sie beim iPhone 17 Pro Max verfügbar ist, soll es zunächst nicht geben. Der Arbeitsspeicher soll laut dem koreanischen Branchenportal The Bell bei 12 GB RAM liegen, auf dem gleichen Niveau wie das iPhone Air und die iPhone 17 Pro-Modelle.
Farboptionen: Vorerst nur Schwarz und Weiß
Limitierte Auswahl zum Start
Laut Mark Gurman testet Apple derzeit ausschließlich Schwarz und Weiß als Farbvarianten mit Zulieferern. Gurman weist jedoch ausdrücklich darauf hin, dass sich diese Pläne vor dem Launch noch ändern könnten. Wer auf lebhafte Farben hofft, sollte also abwarten. Ob Apple zum Start weitere Optionen anbieten wird, ist derzeit noch offen.
Preis: Das teuerste iPhone aller Zeiten
Preisschätzungen zwischen 2.060 und 2.750 US-Dollar
Das iPhone Ultra wird kein günstiges Gerät sein. Laut Instant Digital soll der Preis zwischen 15.000 und 20.000 Yuan liegen – umgerechnet etwa 2.060 bis 2.750 US-Dollar. Damit wird das iPhone Ultra mit Abstand das teuerste iPhone, das Apple je auf den Markt gebracht hat. Zum Vergleich: Das derzeit teuerste Modell, das iPhone 17 Pro Max mit 2 TB, kostet 1.999 US-Dollar. Mark Gurman bestätigt, dass das Gerät die 2.000-Dollar-Marke überschreiten wird.
Interessant ist die aktuelle Einschätzung von Kuo zum Scharnier: Dessen Produktionskosten liegen mit 70 bis 80 US-Dollar deutlich unter den ursprünglichen Markterwartungen von über 100 US-Dollar. Ob Apple diese Ersparnis in Form eines günstigeren Verkaufspreises weitergibt oder die eigenen Margen verbessert, lässt sich derzeit nicht sagen.
iPhone Ultra Markteinführung: Herbst 2026, aber mit knapper Verfügbarkeit
Produktionsstart auf August verschoben
Die Produktion des iPhone Ultra steht unter Zeitdruck. Laut einem Bericht von Digitimes hat sich die Massenproduktion von Juli auf August verschoben. Normalerweise beginnt die Produktion neuer iPhones im Juni, damit Apple bis zum September-Launch genügend Lagerbestände aufbauen kann. Beim iPhone Ultra bleiben damit nur rund sechs Wochen statt der üblichen drei Monate – ambitioniert bei einem völlig neuen Produkttyp mit komplexer Fertigung.
Der Verzug hängt mit den Validierungsphasen zusammen, die jedes neue Apple-Gerät durchlaufen muss. Die Engineering Validation Tests (EVT) haben sich bereits verzögert, danach stehen noch Design Validation Tests (DVT) und Production Validation Tests (PVT) an. Lieferkettenquellen betonen jedoch, dass Apple weiterhin an einem Launch 2026 festhält – die Verzögerung sei real, aber nicht gravierend genug, um den September-Termin zu kippen.
Uneinig sind sich die Quellen allerdings beim Flaschenhals. Ein jüngerer Leak verortet die Schwierigkeiten in Ausbeuteproblemen bei der SMT-Bestückung in der Vormontage und widerspricht damit einer früheren Darstellung, die das Scharnier als Hauptursache gesehen hatte – dieses falle bei häufigem Auf- und Zuklappen durch Apples Qualitätskontrolle. Trotz dieser Hürden deuten die jüngsten Berichte übereinstimmend darauf hin, dass es beim September-Start an der Seite der iPhone-18-Pro-Modelle bleibt.
Zwei Lager beim Starttermin
Beim genauen Starttermin stehen sich allerdings zwei Lager gegenüber. Auf der einen Seite weist der chinesische Leaker Fixed Focus Digital die Verzögerungs-Gerüchte entschieden zurück: Er nennt sie schlicht falsch und die Annahme eines Starts erst 2027 an den Haaren herbeigezogen. Wahrscheinlich bleibe ein Verkaufsstart gemeinsam mit der iPhone-18-Reihe; selbst eine Verzögerung betrüge demnach höchstens etwa einen Monat.
Auf der anderen Seite stehen mehrere Stimmen, die mit einem späteren Termin rechnen. Eine Investorennotiz des Barclays-Analysten Tim Long hielt im März einen Marktstart erst im Dezember für möglich – rund drei Monate nach den Pro-Modellen. Ein Bericht von Nikkei Asia ging noch weiter und brachte technische Entwicklungsprobleme ins Spiel, die den Start bis ins frühe Jahr 2027 verschieben könnten. Als wiederkehrender Knackpunkt gilt dabei das Scharnier: Instant Digital berichtete im Mai, dessen langfristige Haltbarkeit habe noch nicht Apples Anspruch entsprochen, während die sichtbare Displayfalte als weitgehend gelöst gilt.
Unterm Strich verdichtet sich das Bild dennoch auf eine Vorstellung im September und einen Verkaufsstart, der allenfalls um wenige Wochen nach hinten rücken dürfte – eine Dezember- oder gar 2027-Prognose bleibt der Ausreißer unter den Einschätzungen.
Knappe Stückzahlen zum Start
Die praktische Konsequenz: Wer das iPhone Ultra zum Launch haben möchte, muss schnell sein. Mit nur einem Monat Massenproduktion vor dem Verkaufsstart dürften die verfügbaren Stückzahlen deutlich geringer ausfallen als bei einem regulären iPhone-Launch. Instant Digital taxiert die erste Jahresproduktion auf konservative 10 Millionen Einheiten – ein Bruchteil dessen, was Apple bei einem regulären iPhone-Launch bewegt. Lange Lieferzeiten und schnell ausverkaufte Konfigurationen sind wahrscheinlich, ähnlich wie beim Launch der Apple Vision Pro.
Mark Gurman stützt die September-Einschätzung und berichtet, das iPhone Ultra sei weiterhin für diesen Zeitrahmen vorgesehen. Das Gerät soll „ungefähr zur gleichen Zeit“ oder „kurz nach“ den iPhone 18 Pro-Modellen verfügbar sein. Einen Präzedenzfall für einen gestaffelten Launch gibt es: 2017 wurde das iPhone X im September vorgestellt, kam aber erst im November in den Handel.
Für einen baldigen Start spricht ein weiteres Detail aus der Gerüchteküche: Erste Prototypen sollen bereits an Netzbetreiber weltweit zur Erprobung verschickt worden sein. Diese Phase erreichen Geräte üblicherweise erst, wenn sie vollständig genug sind, um Netzkompatibilität und Mobilfunk-Zertifizierung zu durchlaufen – ein Schritt, der dem Verkaufsstart unmittelbar vorausgeht. Endgültig festgezurrt ist der September-Termin damit zwar noch nicht, doch der Reifegrad des Geräts dürfte fortgeschritten sein.
Das iPhone Ultra: Apples größte Wette seit Jahren
Das iPhone Ultra ist auf dem Papier das ambitionierteste Apple-Gerät seit Jahren. Es vereint zwei Displays, vier Kameras, den bislang größten iPhone-Akku, Apples neuestes Modem und eine Reihe technischer Neuerungen, die klassische Schwachstellen faltbarer Smartphones adressieren sollen. Erstmals bietet ein iPhone echtes Multitasking mit zwei Apps nebeneinander. Der Preis wird hoch sein, die Erwartungen sind es ebenfalls.
Ob Apple die selbst gesteckten Ziele erreicht und den faltbaren Smartphone-Markt neu definiert, wird sich voraussichtlich im Herbst 2026 zeigen. Bis dahin bleibt das iPhone Ultra das meistdiskutierte Gerät der Branche und jedes neue Detail sorgt für Aufmerksamkeit. Zu Recht.
Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: FrontPageTech x Asherdipps)
- iPhone 18: Alle Gerüchte im Überblick
- iPhone 18 Pro: Alle Gerüchte im Überblick
- Siri AI in iOS 27: Alle Funktionen im Überblick
- Apfelpatient Weekly #10
- Diese Apple-Funktionen fehlen in der EU
- Safari in iOS 27: Diese neuen KI-Funktionen bringt der Browser
- iOS 27 erweitert Health und Fitness – von Ernährung bis Menopause
- MacBook Ultra: Alle Gerüchte im Überblick
- Apples Foundation Models der dritten Generation: So funktioniert die neue KI-Architektur
- Die Fotos-App in iOS 27: Alle Neuerungen im Überblick
- Siri AI basiert auf Gemini – ist aber nicht Gemini
- WWDC 2026: Apples Keynote bricht mit einer alten Tradition
- Warum der DMA Siri AI auf iPhone und iPad stoppt
- Apfelpatient Weekly #9
- WWDC 2026: Alle Erwartungen, Gerüchte und Hardware-Hoffnungen im Überblick
- Apple TV im Juni 2026: Alle Highlights im Überblick
- Apfelpatient Weekly #8
- Neues Apple TV 4K: Alle Gerüchte zum Update
- HomePod 3 & HomePod mini 2: Alle Gerüchte im Überblick
- Apple Glasses: Alle Gerüchte im Überblick
- Apfelpatient Weekly #7



