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HomePod 3 & HomePod mini 2: Alle Gerüchte im Überblick

Milan Jovicic by Milan Jovicic
28. Juli 2026 - 18:15 CEST
in Apple Allgemein
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Apple HomePod 3 HomePod mini 2

Bild: Shutterstock / cactus__pictures

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Apples HomePod-Lineup steht vor dem größten Update seit Jahren – doch die beiden Lautsprecher sind unterschiedlich weit. Der HomePod mini gehört zu den Smart-Home-Geräten, die Apple laut aktuellem Bericht startbereit in der Schublade hat. Der große HomePod taucht in dieser Aufzählung nicht auf.

Der HomePod mini wurde im Oktober 2020 vorgestellt – vor über fünf Jahren – und hat seitdem außer neuen Farben keine Änderung erfahren. Der große HomePod der zweiten Generation kam im Januar 2023, ebenfalls ohne grundlegende Neuerungen. Beide arbeiten mit betagten Chips und warten auf das runderneuerte, KI-gestützte Siri-Erlebnis. Wie weit die einzelnen Smart-Home-Produkte dabei sind, hat sich zuletzt deutlich ausdifferenziert: Apple TV, HomePod mini und die neue Smart-Home-Zentrale gelten inzwischen als startbereit, für den großen HomePod nennt der Bericht dagegen keinen Zeitrahmen. Zusammen mit dem HomePad und einer Überwachungskamera für den Innenbereich bilden die Lautsprecher den Kern einer Smart-Home-Offensive, deren Fahrplan sich bis ins Jahr 2028 erstreckt. Alle diese Geräte sind an dasselbe, LLM-basierte Siri-Erlebnis gekoppelt.

Das Wichtigste in Kürze

DetailHomePod mini 2HomePod 3
ChipS9, S10 oder S11 (Apple-Watch-Klasse)offen, mindestens S9-Niveau erwartet
Designunverändert, neue Farben (inkl. Rot)voraussichtlich unverändert
KonnektivitätN1-Chip möglich (Wi-Fi 7, Bluetooth 6, Thread)N1-Chip erwartet
UWB2. Generationwahrscheinlich
SiriSiri AI als zentrales VerkaufsargumentSiri AI als zentrales Verkaufsargument
Preis des Vorgängers139 € (seit 25. Juni 2026)399 € (seit 25. Juni 2026)
MarktstartHerbst 2026kein Zeitrahmen genannt

HomePod mini 2

Rund 2.000 Tage ohne Update

Anfang April 2026 überschritt der HomePod mini rund 2.000 Tage ohne ein einziges Hardware-Update – kein anderes aktives Apple-Produkt blieb so lange unangetastet. Der verbaute S5-Chip stammt aus der Apple Watch Series 5 von 2019.

Chip: vom S5 auf S9 oder neuer

Der größte interne Sprung betrifft den Chip. Geleakter Apple-Code führt den HomePod mini 2 unter dem Codenamen B525 mit einem T8310-Chip – derselben Architektur wie in den Apple Watch S9, S10 und S11. Gegenüber dem S5 bedeutet das erheblich mehr Tempo: schnellere Audioverarbeitung, bessere Computational Audio und effizienteren Betrieb. Wichtig zu wissen: Apple-Intelligence-fähig macht dieser Chip den HomePod mini 2 nicht. Die lokale KI-Verarbeitung bleibt dem HomePad mit seinem A18-Chip vorbehalten – neue Apple-Intelligence-Funktionen dürften auf dem kleinen Lautsprecher daher über die Cloud statt direkt auf dem Gerät laufen.

Design und Farben

Am Design ändert sich laut übereinstimmenden Berichten nichts – die runde Kugelform bleibt. Neu sind die Farben: Apple soll eine rote Variante getestet haben, weitere Töne sind denkbar. Auch beim Klang ist von Verbesserungen die Rede, ohne dass bislang Details dazu bekannt wären.

Konnektivität

Bei der Funkausstattung ist mit spürbaren Verbesserungen zu rechnen. Wahrscheinlich erhält der HomePod mini 2 den N1-Chip für Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread – gesichert ist das aber nicht, da Apple den N1 bei günstigeren Produkten gelegentlich weglässt. Mindestens dürften Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 das bisherige Wi-Fi 4 ablösen. Hinzu kommt ein UWB-Chip der zweiten Generation für bessere Handoff-Funktionen zwischen iPhone und Lautsprecher.

HomePod 3

Was bekannt ist – und was nicht

Über den großen HomePod gibt es deutlich weniger konkrete Gerüchte als über den mini, und der Abstand hat sich zuletzt vergrößert. Der jüngste Bericht zur Smart-Home-Roadmap nennt drei startbereite Geräte – Apple TV, HomePod mini und die Smart-Home-Zentrale – sowie zwei weitere dahinter: eine robotische Neun-Zoll-Variante der Zentrale und eine Überwachungskamera für den Innenbereich. Der full-sized HomePod kommt in keiner der beiden Aufzählungen vor.

Dass er grundsätzlich kommt, hat Mark Gurman im Frühjahr ausdrücklich bestätigt; auch dieser Lautsprecher hängt an derselben Siri-Aktualisierung wie die übrigen Home-Geräte. Für den Zeitpunkt heißt das allerdings: Was für den mini inzwischen belastbar ist, gilt für den HomePod 3 nicht.

Chip und Klang

Der aktuelle HomePod der zweiten Generation nutzt den S7-Chip aus der Apple Watch Series 7. Details zum Nachfolger-Chip fehlen, ein Upgrade auf mindestens S9-Niveau gilt aber als sehr wahrscheinlich. Das würde bessere Computational Audio ermöglichen – jene Technik, bei der der Chip den Klang in Echtzeit an den Raum anpasst. Auch der N1-Chip mit Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread wird erwartet; gerade Thread ist für Smart-Home-Nutzer wichtig, weil es die direkte Kommunikation mit Matter-Geräten erlaubt.

Design

Hinweise auf ein Redesign gibt es nicht. Der HomePod 3 dürfte dem aktuellen Modell stark ähneln: Mesh-Stoff-Gehäuse, Touch-Oberfläche oben, gleiche Abmessungen. Möglicherweise kommen neue Farben hinzu.

Siri AI als eigentliches Upgrade

Der entscheidende Unterschied zum Vorgänger ist Siri AI. Ob der HomePod 3 einen Chip erhält, der Apple Intelligence wie der A18 im HomePad lokal verarbeiten kann, ist offen. Wahrscheinlicher ist, dass auch der große HomePod KI-Anfragen an ein iPhone oder das HomePad weiterreicht – durch das neue, LLM-basierte Siri-Erlebnis aber spürbar intelligenter reagiert als bisher. Die Assistenz setzt dabei auf Gemini-Modelle über Apples Private Cloud Compute, was die Anforderungen an die Rechenleistung im Gerät selbst begrenzt.

Die Preisrunde im Juni verschiebt den Bezugspunkt

Am 25. Juni 2026 hat Apple die Preise quer durch das Sortiment angehoben, und die Lautsprecher waren mit betroffen. Der HomePod mini kostet seitdem 139 statt 109 Euro, der große HomePod 399 statt 349 Euro. In den USA stieg der mini von 99 auf 129 Dollar. Technisch hat sich an keinem der beiden Geräte etwas geändert – Käufer zahlen 30 beziehungsweise 50 Euro mehr für Hardware von 2020 und 2023.

Für die Nachfolger heißt das vor allem eines: Die lange gültige Annahme, der HomePod mini 2 werde bei 109 Euro einsteigen, ist hinfällig. Apple hat das Preisniveau angehoben, bevor die neuen Modelle überhaupt da sind – ein Nachfolger zu 139 Euro wäre damit formal preisstabil, gegenüber dem Stand von Anfang 2026 aber 30 Euro teurer. Beim großen HomePod gilt dieselbe Rechnung mit 399 Euro als neuem Ausgangspunkt. Auslöser der Runde ist die anhaltende Speicherknappheit, die Apple in einer Stellungnahme selbst als Grund benannt hat und mit weiteren Anpassungen verband.

Wann die neuen HomePods erscheinen sollen

Beide HomePods sollen – ebenso wie das neue Apple TV – bereits seit 2025 hardwareseitig fertig sein. Zurückgehalten hat Apple sie, weil Siri AI das zentrale Verkaufsargument bilden soll. Genau dieser Zeitplan ist inzwischen konkret: Siri AI erscheint im September mit den neuen Betriebssystemen, nachdem die Funktion seit der WWDC in den Entwickler-Betas zu testen ist. Beim Apple TV hing der Marktstart zuletzt sichtbar an dieser Fertigstellung – ein Zusammenhang, der nun als aufgelöst gilt.

Für den HomePod mini nennt der jüngste Bericht den Herbst, gemeinsam mit dem Apple TV. Die Smart-Home-Zentrale soll zwischen Oktober und Anfang kommenden Jahres folgen. Ob die Lautsprecher auf der September-Keynote neben dem iPhone 18 Pro Platz finden oder ein separates Oktober-Event bekommen, ist damit weiter offen; die ohnehin prall gefüllte September-Bühne spricht eher für den zweiten Weg.

Einen besonders HomePod-nahen Beleg liefert der Beta-Code: In der zweiten Entwickler-Beta von tvOS 27 – das denselben Software-Unterbau wie der HomePod nutzt – stießen Entwickler rund um den Einrichtungsprozess des HomePod auf Verweise auf die neue Siri-Generation. Da Siri AI bislang auf keinem HomePod läuft, gilt ein solcher Verweis tief im Einrichtungscode als belastbares Zeichen, dass Apple die Funktion für die Lautsprecher aktiv vorbereitet. Dass etwas bevorsteht, zeigen auch die weltweit rückläufigen Lagerbestände der aktuellen Modelle – ein klassisches Signal für ein anstehendes Update.

Offene Frage: Siri AI in der EU

Für den deutschsprachigen Markt bleibt ein Vorbehalt. Siri AI startet in der EU zunächst nicht auf iPhone und iPad; für macOS 27 und visionOS 27 hat Apple die Funktion auch hier angekündigt. Der Ausschluss folgt damit nicht der Gerätekategorie, sondern der Frage, welche Plattformen unter die Vorgaben des Digital Markets Act fallen. Woran die Einführung auf iPhone und iPad konkret hängt, ist ausführlich dokumentiert.

Der DMA benennt keine Geräte, sondern zentrale Plattformdienste. Bei Apple sind das seit September 2023 App Store, iOS und Safari, seit April 2024 zusätzlich iPadOS. Der Software-Unterbau der HomePods steht nicht auf dieser Liste, und die Interoperabilitätspflicht aus Artikel 6(7), an der die Siri-AI-Einführung hängt, bezieht sich ausdrücklich auf Funktionen, die von iOS und iPadOS gesteuert werden. Ein weiteres Betriebssystem käme nur über ein eigenes Verfahren der Kommission hinzu.

Vollständig außerhalb des Regelwerks steht Apple deshalb nicht: Das Gericht der Europäischen Union bestätigte Anfang Juli, dass die App Stores für iPhone, iPad, Apple Watch, Mac und Apple TV zusammen einen einzigen zentralen Plattformdienst bilden – erfasst ist damit der Store, nicht das Betriebssystem der Geräte.

Nach heutigem Stand spricht wenig dafür, dass die neuen HomePods in Deutschland und Österreich derselben Beschränkung unterliegen wie iPhone und iPad. Die Schweiz gehört ohnehin weder zur EU noch zum EWR und fällt nicht unter den DMA. Gespräche zwischen Apple und der EU-Kommission laufen weiter, ein Termin für eine Lösung steht bislang nicht fest.

Für wen lohnt sich das Warten?

HomePod mini: Wer einen HomePod mini besitzt, nutzt ein Gerät mit einem Chip von 2019. Allein der Sprung auf S9 oder neuer und Siri AI machen den HomePod mini 2 zu einem lohnenden Kauf. Der Zeitrahmen ist hier so konkret wie bei keinem anderen Home-Gerät: Herbst 2026.

HomePod: Wer den großen HomePod von 2023 besitzt, findet weniger Gründe für ein Upgrade. Die Klangqualität ist bereits sehr gut; die Hauptargumente wären Siri AI und die modernere Konnektivität mit Wi-Fi 7 und Thread. Beim Zeitpunkt musst du dich allerdings auf längeres Warten einstellen – ein Fenster nennt bislang niemand.

Unsere Einschätzung: keinen der aktuellen HomePods jetzt neu kaufen. Zum einen sind die Nachfolger praktisch bestätigt, zum anderen zahlst du seit Juni für unveränderte Hardware deutlich mehr als noch im Frühjahr. Wer einen Lautsprecher dringend braucht, findet die alten Preise derzeit noch im Handel – im Apple Store nicht mehr. (Bild: Shutterstock / cactus__pictures)

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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