Zum ersten Mal seit 2022 hebt Apple die Preise für Apple Music an – und zwar für alle Tarife. Das Familienabo trifft es mit einem Plus von drei Euro am deutlichsten. Parallel steigen auch die Beiträge für AppleCare+.
Apple verteuert seinen Musikstreamingdienst Apple Music in Deutschland – es ist die erste Preiserhöhung seit Oktober 2022. Betroffen sind das Einzel-, das Familien- und das Studierendenabo. Die Anhebung reiht sich in eine ganze Serie von Preisschritten ein, mit der Apple zuletzt Macs, iPads und weitere Produkte teurer gemacht hat. Für Neukunden gelten die neuen Beträge sofort, bestehende Abonnenten werden nach einer Benachrichtigung zum jeweils nächsten Abrechnungszeitraum umgestellt.
Die neuen Preise im Überblick
| Tarif | bisher | jetzt |
|---|---|---|
| Einzelabo | 10,99 € | 11,99 € |
| Familienabo | 16,99 € | 19,99 € |
| Studierende | 5,99 € | 6,99 € |
Während das Einzel- und das Studierendenabo um jeweils einen Euro steigen, legt das Familienabo mit drei Euro pro Monat am stärksten zu – ein Aufschlag von rund 18 Prozent.
Warum Apple die Preise anhebt
Als Grund nennt Apple gestiegene Lizenzkosten. Streamingdienste geben einen Teil ihrer Einnahmen an Rechteinhaber weiter – an Plattenfirmen, Musikverlage sowie Künstler und Songwriter. Schon die vorige Erhöhung im Oktober 2022 hatte Apple mit höheren Ausgaben für Musikrechte begründet. Am Leistungsumfang ändert sich nichts: Apple Music bietet weiterhin über 100 Millionen Titel, werbefrei und offline speicherbar, und hatte zuletzt sogar neue Funktionen wie Songtext-Übersetzungen erhalten. International zieht Apple ebenfalls an: In den USA kostet das Einzelabo nun 11,99 Dollar, das Familienabo steigt dort um drei Dollar auf 19,99 Dollar.
AppleCare+ wird ebenfalls teurer
Neben dem Streamingdienst hat Apple zum 15. Juli auch die deutschen Beiträge für AppleCare+ überarbeitet. Bei fast allen iPads steigt der monatliche Schutz um 50 Cent, für die befristete Zweijahrespolice werden in der Regel zehn Euro mehr fällig; die Selbstbeteiligung im Schadensfall bleibt unverändert. Gegenläufig sinkt der Preis der befristeten Police für einige AirPods-Modelle, Beats-Geräte und die Apple Watch SE – so kostet der Schutz für AirPods und AirPods Pro bis zur zweiten Generation nun 29 statt 35 Euro.
Teil einer größeren Preisrunde
Die Anhebungen fügen sich in einen breiteren Kurs ein: Bereits Ende Juni hatte Apple weitere Preisschritte angedeutet, nachdem der Konzern Macs, iPads, HomePods und Apple TV in Deutschland teurer gemacht hatte. Beim MacBook Neo etwa stieg der Einstiegspreis um 100 Euro auf 799 Euro. Für die Hardware verwies Apple auf gestiegene Kosten für Speicherchips und andere Bauteile – bei Apple Music sind es die Lizenzgebühren. In beiden Fällen zahlen Kundinnen und Kunden in Deutschland künftig mehr.
Was auf Abonnenten zukommt
Für Apple-Music-Abonnenten in Deutschland bedeutet die Umstellung je nach Tarif einen bis drei Euro mehr pro Monat, ohne dass sich der Funktionsumfang ändert. Wer einen laufenden Vertrag hat, wird vor der Anpassung benachrichtigt und kann bis dahin über eine Kündigung oder einen Wechsel entscheiden. (Bild: Apple)
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