Die heutige Preisrunde war womöglich erst der Anfang: In seiner offiziellen Stellungnahme zu den Erhöhungen wählt Apple eine Formulierung, die weitere Aufschläge nahelegt. Besonders im Blick stehen dabei drei Produktgruppen, die heute noch verschont geblieben sind.
Apple hat heute die Preise für eine ganze Reihe von Produkten angehoben. Betroffen sind alle Macs und iPads sowie das Apple TV, die HomePods und die Vision Pro; die Aufschläge reichen von 30 US-Dollar beim HomePod mini bis zu 1.300 US-Dollar beim Mac Studio. Interessant ist allerdings nicht nur, was teurer wurde, sondern auch, wie Apple den Schritt begründet – denn die Wortwahl deutet auf weitere Erhöhungen hin.
Was Apples Wortwahl verrät
In einer Stellungnahme, die Apple mehreren Medien zukommen ließ, heißt es sinngemäß, das Unternehmen habe nun einen Punkt erreicht, an dem es bei einer Reihe von Produkten beginnen müsse, die Preise zu erhöhen – einschließlich der heutigen Anpassungen bei iPad und Mac. Zwei Formulierungen fallen dabei auf: das Wort „beginnen“ und der Zusatz „einschließlich“. Beide legen nahe, dass die heutige Runde nur der erste Schritt ist. Wer davon spricht, mit Preiserhöhungen zu beginnen, plant in der Regel weitere – und die Einordnung der aktuellen Aufschläge als Teil eines größeren Vorhabens unterstreicht diesen Eindruck.
iPhone, Apple Watch und AirPods als nächste Kandidaten
Welche Produkte als Nächstes betroffen sein könnten, lässt sich aus der heutigen Auswahl ableiten. Verschont blieben bislang das iPhone, die Apple Watch und die AirPods. Genau diese drei Gruppen gelten damit als die wahrscheinlichsten Kandidaten für eine spätere Anpassung. Für das iPhone wäre der Zeitpunkt heikel: Eine Erhöhung kurz vor oder mit der Vorstellung der nächsten Generation im Herbst würde das umsatzstärkste Apple-Produkt direkt betreffen. Ob Apple diesen Schritt geht, ist offen – die heutige Stellungnahme schließt ihn aber ausdrücklich nicht aus.
Aus einer Anpassung wird womöglich eine Serie
Sollte Apple die Preise tatsächlich in mehreren Wellen anheben, wäre das ein deutlicher Bruch mit der bisherigen Linie, Komponentenkosten möglichst lange selbst aufzufangen. Dass Apple überhaupt zu diesem Mittel greifen muss, hatte sich bereits vergangene Woche abgezeichnet, als Tim Cook die gestiegenen Speicherkosten zum Thema machte. Die heutige Wortwahl macht nun wahrscheinlich, dass es bei einer einzelnen Runde nicht bleibt. Für die betroffenen Produktgruppen gilt damit vor allem eines: Wer ohnehin ein neues iPhone, eine Apple Watch oder AirPods plant, hat derzeit noch die alten Preise. (Bild: Shutterstock / Andrey_Popov)
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