Apple hat die zweite Developer Beta von iOS 27 veröffentlicht. Gleichzeitig stehen aktualisierte Testversionen von iPadOS 27, macOS 27, watchOS 27, tvOS 27 und visionOS 27 bereit. Damit geht die zur WWDC gestartete Testphase in die nächste Runde – auf dem Weg zum finalen Release im Herbst.
Die zweite Beta folgt rund zwei Wochen nach dem Auftakt der iOS-27-Testphase zur WWDC 2026. Während die erste Beta unmittelbar nach der Keynote erschien und den ersten Zugriff auf die neuen Systeme ermöglichte, dient die zweite Testversion dazu, Funktionen weiter auszubauen, Fehler zu beheben und einzelne Features schrittweise freizuschalten. Anders als bei den Zwischenupdates einer laufenden Generation steht zu Beginn eines neuen Zyklus noch viel Entwicklungsarbeit an: Bis zur finalen Version im September vergehen mehrere Monate, in denen Apple zunächst etwa alle zwei Wochen neue Builds bereitstellt und erst kurz vor dem Release in einen wöchentlichen Rhythmus wechselt.
iOS 27 Beta 2: Was bisher bekannt ist
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung liegen keine offiziellen Release Notes mit konkreten neuen Funktionen vor. Die neue Version wird derzeit analysiert. Ein separater und ausführlicher Bericht folgt, sobald sichtbare Neuerungen, funktionale Anpassungen oder systemrelevante Änderungen dokumentiert sind.
In der frühen Phase eines neuen Betriebssystems nutzt Apple die ersten Betas häufig, um Funktionen, die zur WWDC angekündigt, aber noch nicht aktiv waren, nach und nach scharfzuschalten. Auch Detailänderungen an der Oberfläche und an einzelnen Systemfunktionen sind in dieser Phase üblich.
Rückblick: Was iOS 27 zur WWDC eingeführt hat
Das prägende Thema von iOS 27 ist die von Grund auf überarbeitete Sprachassistentin, die Apple unter dem Namen Siri AI vorgestellt hat. Sie reagiert dialogorientierter, versteht Inhalte auf dem Bildschirm sowie den persönlichen Kontext und kann Informationen aus dem Web ebenso wie aus Nachrichten, E-Mails und Fotos zusammenführen. Eine eigene App erlaubt es, Konversationen geräteübergreifend erneut aufzurufen. Aufgerufen wird sie über „Hey Siri“, die Seitentaste oder eine Wischgeste von der Dynamic Island nach unten.
Für Nutzer in der EU verzögert sich der Start der neuen Assistentin allerdings: Wie schon bei früheren Funktionen führt Apple Auflagen durch den Digital Markets Act als Grund an, weshalb Siri AI hierzulande später erscheinen dürfte als in anderen Regionen. Welche regulatorischen Hürden konkret dafür sorgen, dass der DMA Siri AI auf iPhone und iPad ausbremst, liegt vor allem an den Vorgaben zur Interoperabilität mit Drittanbietern.
Über Siri hinaus zeigte Apple zur WWDC eine Reihe weiterer Neuerungen. Die Kamera-App lässt sich erstmals frei anpassen, inklusive verschiebbarer Bedienelemente und eines eigenen Modus für Visuelle Intelligenz. Die Fotos-App erhält neue KI-Werkzeuge zum Erweitern, Verbessern und Zuschneiden von Bildern. In Wallet ermöglicht die Funktion „Create a Pass“ das Erstellen eigener digitaler Pässe. Hinzu kommen Anpassungen an der Liquid-Glass-Oberfläche, eine überarbeitete Safari-Startseite und systemweite Verbesserungen.
Wann ist mit dem finalen Release zu rechnen?
Die WWDC markiert die Vorstellung, nicht den Release. Das finale iOS 27 erscheint erfahrungsgemäß im September, gemeinsam mit der nächsten iPhone-Generation. Bis dahin durchläuft das System mehrere Developer Betas, bevor Mitte Juli die öffentliche Beta folgt und damit auch Nutzer ohne Entwickler-Account Zugang erhalten. Kurz vor dem Release stellt Apple üblicherweise einen Release Candidate bereit.
Beta 2 steht zunächst registrierten Entwicklern zur Verfügung. Seit 2023 genügt dafür ein kostenloser Apple Account – die Einrichtung und die wichtigsten Risiken erklärt der Leitfaden zur Installation der Developer Beta. Da es sich um frühe Testsoftware handelt, ist die Installation auf einem Zweitgerät klar zu empfehlen.
Die weiteren Systeme im Überblick
Parallel zu iOS 27 Beta 2 hat Apple auch aktualisierte Testversionen der übrigen Systeme veröffentlicht:
iPadOS 27 übernimmt die zentralen Neuerungen von iOS 27 und ergänzt sie um iPad-spezifische Anpassungen. macOS 27 setzt den Feinschliff am Liquid-Glass-Design fort und bringt weitere Optimierungen für den Mac. watchOS 27 bringt das Modular-Ultra-Zifferblatt auf weitere Apple-Watch-Modelle und verbessert die Performance der Apple Watch. tvOS 27 und visionOS 27 erhalten in dieser frühen Phase vor allem Detailanpassungen und Stabilitätsverbesserungen.
Sobald konkrete Änderungen in den einzelnen Systemen dokumentiert sind, werden diese separat und ausführlich behandelt.
iOS 27: So geht es weiter
Mit Beta 2 nimmt die intensivste Phase im jährlichen Software-Zyklus Fahrt auf. In den kommenden Wochen werden weitere Funktionen freigeschaltet, verfeinert und auf ihre Stabilität geprüft – allen voran die neue Siri, deren vollständiger Funktionsumfang sich erst im Laufe der Beta-Phase zeigen dürfte. Dabei lohnt der Blick auf Apples bisherige Praxis: Nicht alles, was zur WWDC vorgestellt wurde, erscheint zwangsläufig schon mit der ersten Version. In der Vergangenheit hat Apple einzelne Funktionen während der Beta-Phase auch wieder entfernt und erst in späteren x.x-Updates nachgereicht. Welche sichtbaren Änderungen Beta 2 konkret mitbringt, wird wie gewohnt in einem separaten Artikel dokumentiert, sobald die Analyse abgeschlossen ist.
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