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Apple Wallet bekommt mit iOS 27 ein „Create a Pass“-Feature

Milan Jovicic by Milan Jovicic
4. Mai 2026 - 21:15
in Apple Gerüchte
iOS 27 Apple Wallet

Bild: Shutterstock / sdx15

WhatsAppFacebookE-MailThreads

Bloomberg liefert neue Details zu einer der spannendsten iOS-27-Funktionen: Apple Wallet soll mit „Create a Pass“ eine Möglichkeit bekommen, eigene digitale Pässe direkt aus QR-Codes zu erstellen. Damit zieht Apple in einem Bereich nach, in dem Drittanbieter-Apps bislang die Lücke geschlossen haben.

Wer kennt es nicht – das Fitnessstudio nutzt eine eigene App, der Kinosaal verschickt Tickets per E-Mail, der lokale Eisladen druckt eine Stempelkarte aus Pappe. Apple Wallet konnte diese Vielfalt bislang nur dann digital sammeln, wenn der jeweilige Anbieter aktiv mitspielte. Mit iOS 27 könnte sich das grundlegend ändern.

Bereits Mitte April waren in Apples Backend-Code Hinweise auf vier neue iOS-27-Funktionen aufgetaucht, darunter ein konkretes Wallet-Upgrade. Bloomberg-Reporter Mark Gurman hat dieses Feature jetzt mit deutlich mehr Details bestätigt. Es trägt den Namen „Create a Pass“ und schließt eine Funktionslücke, die Google Wallet bereits seit August 2024 abdeckt. Die offizielle Vorstellung ist für die WWDC 2026 am 8. Juni zu erwarten.

So funktioniert „Create a Pass“

Der Zugang zur neuen Funktion verläuft genau dort, wo iPhone-Nutzer ohnehin Karten zu Wallet hinzufügen: über das „+“-Symbol oben rechts in der App. Statt nur Kreditkarten oder bestehende kompatible Pässe einzulesen, kommt eine zusätzliche Option hinzu: das Erstellen eines eigenen Passes.

Der Ablauf ist denkbar einfach. Wenn eine Eintrittskarte, ein Ticket oder eine Mitgliedskarte einen QR-Code besitzt, scannt das iPhone diesen Code und baut daraus einen digitalen Pass. Fehlt ein QR-Code, lässt sich der Pass auch komplett von Grund auf erstellen. Damit überbrückt Apple den Spalt zwischen Wallet und all jenen Veranstaltern, Studios oder Geschäften, deren Tickets bisher nicht für Wallet vorbereitet sind.

Drei Template-Kategorien mit eigener Farbgebung

Apple hat das Feature in drei Vorlagen unterteilt, die jeweils mit einer eigenen Farbe arbeiten. Die orangene Standard-Vorlage funktioniert als universelle Lösung für alle Pass-Arten, die nicht in eine spezifischere Kategorie fallen. Die blaue Membership-Vorlage ist für Mitgliedschaften gedacht, etwa für das Fitnessstudio oder den Vereinsausweis. Die lila Event-Vorlage richtet sich an Tickets für Konzerte, Kinobesuche, Sportveranstaltungen und ähnliche Anlässe.

Innerhalb dieser Templates lassen sich Bilder, Farben, Stile und Texte individuell anpassen. Damit entscheidet jeder Nutzer selbst, welche Informationen auf dem Pass sichtbar sind und wie er optisch wirkt. Wer es ordentlich haben möchte, kann seinen Pass also so gestalten, dass er sich nahtlos in die bereits bestehenden Wallet-Funktionen unter iOS 26 einreiht.

Eine überfällige Antwort auf Drittanbieter-Lösungen

Im App Store gibt es seit Jahren Apps, die genau diese Funktion anbieten – mit unterschiedlichem Erfolg. Wer mehrere Pässe pflegen wollte, war auf Werkzeuge wie Wallet Creator oder Pass2U angewiesen. Diese funktionieren grundsätzlich, aber nicht immer zuverlässig und ohne die nahtlose Systemintegration, die Apple-Nutzer von der eigenen Wallet-App gewohnt sind.

Mit der nativen Lösung verschwindet dieser Umweg. Die klassischen Wallet-Tipps für Bordkarten, Bezahlkarten und Co.lassen sich künftig auch auf selbst erstellte Pässe anwenden – inklusive Sortierung, Sperrbildschirm-Zugriff und Apple-Watch-Integration. Genau dieser ökosystemweite Effekt war einer der Hauptkritikpunkte bisher: Drittanbieter-Pässe verhalten sich oft anders als von Apple ausgegebene und tauchen nicht immer dort auf, wo man sie erwartet.

Ein Mosaikstein in einer größeren iOS-27-Strategie

„Create a Pass“ ist nur eine der vielen Funktionen, die mit iOS 27 erwartet werden. Während die überarbeitete Siri samt neuem Design und das Erweiterungssystem für Drittanbieter-KI die größte Aufmerksamkeit auf sich ziehen, geht es bei Wallet eher um praktische Alltagsverbesserungen. Auch Funktionen wie Undo und Redo für den Home-Bildschirm oder neue KI-Werkzeuge in der Fotos-App zeigen, dass Apple iOS 27 als Update mit vielen kleinen, gezielten Verbesserungen auslegt.

Wer auf das neue Wallet-Feature wartet, sollte allerdings auch im Blick behalten, dass iOS 27 nicht mehr auf allen aktuellen iPhones laufen wird. Die genaue Mindestanforderung wird Apple zur WWDC bekannt geben.

Wann „Create a Pass“ verfügbar ist

Die offizielle Vorstellung erfolgt im Rahmen der WWDC-Keynote am 8. Juni. Direkt danach dürfte die erste Entwickler-Beta verfügbar sein, die Public Beta folgt traditionell im Juli. Die finale Version von iOS 27 wird im September für alle kompatiblen iPhones veröffentlicht – wie üblich rund um die Vorstellung der neuen iPhone-Generation.

Bis dahin bleibt offen, ob „Create a Pass“ zum Marktstart in allen Regionen verfügbar sein wird oder zunächst auf bestimmte Märkte beschränkt bleibt. Auch ob die Funktion nahtlos mit bestehenden Pass-Standards wie PKPASS-Dateien zusammenarbeitet, ist bislang nicht bekannt.

Apples Wallet-Strategie nimmt Form an

Mit „Create a Pass“ geht Apple einen logischen Schritt: weg von der reinen Aggregation fremder Pässe, hin zur aktiven Mitgestaltung digitaler Karten durch den Nutzer selbst. Wallet wird damit weniger zu einer reinen Sammelstelle und mehr zu einem flexiblen Werkzeug für den digitalen Alltag. Wer regelmäßig Tickets, Mitgliedskarten oder Event-Pässe in Papier- oder PDF-Form bekommt, dürfte das spürbar entlasten – und genau das war seit Jahren einer der wichtigsten Wünsche an die App. (Bild: Shutterstock / sdx15)

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Tags: iOSiOS 27
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Milan Jovicic

Milan Jovicic

Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und schreibt seit 2018 sämtliche Inhalte selbst – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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