Mit iOS 27 bereitet Apple eines der bedeutendsten Updates für das iPhone vor. Im Mittelpunkt stehen umfangreiche Änderungen an Siri, die die Sprachassistentin deutlich stärker in Richtung künstliche Intelligenz weiterentwickeln. Neue Informationen zeigen, dass Apple künftig nicht mehr nur auf einzelne KI-Partnerschaften setzt, sondern ein offenes System für verschiedene Chatbot-Apps einführt.
Die geplanten Neuerungen rund um iOS 27 bauen auf Entwicklungen der vergangenen Jahre auf. Seit iOS 18 existiert bereits eine Integration von ChatGPT in Siri, doch weitere angekündigte Erweiterungen blieben bislang aus. Apple verfolgt nun offenbar eine andere Strategie: Statt einzelne Deals abzuschließen, soll Siri durch ein flexibles Erweiterungssystem zur zentralen Schnittstelle für verschiedene KI-Dienste werden.
Die aktuellen Details gehen auf einen Bericht von Mark Gurman zurück, der regelmäßig Einblicke in Apples interne Pläne liefert. Die offizielle Vorstellung von iOS 27 wird für den 8. Juni im Rahmen der WWDC erwartet.
Erweiterungssystem bringt KI-Chatbots direkt in Siri
Eine der wichtigsten Neuerungen in iOS 27 ist ein neues Erweiterungssystem für Siri. Dieses ermöglicht es Drittanbieter-Apps, ihre KI-Funktionen direkt in die Sprachassistentin zu integrieren. Konkret bedeutet das:
- Apps können eigene KI-Agenten bereitstellen
- Diese Agenten arbeiten direkt mit Siri zusammen
- Die Nutzung erfolgt systemweit, nicht nur innerhalb einzelner Apps
Als Beispiel wird die KI-App Claude genannt, entwickelt von Anthropic. Diese soll künftig mit Siri verbunden werden können. Dadurch erweitert sich der Funktionsumfang von Siri erheblich, ohne dass Apple jede Integration selbst entwickeln muss.
Abkehr von einzelnen KI-Partnerschaften
Apple hatte ursprünglich geplant, mehrere KI-Anbieter direkt in Siri zu integrieren. Nach der Einführung von ChatGPT in iOS 18 wurde unter anderem auch eine Integration von Googles Gemini in Aussicht gestellt.
Diese konkrete Integration blieb jedoch aus. Stattdessen entschied sich Apple für eine andere Lösung: ein offenes System, das mehreren KI-Anbietern gleichzeitig den Zugang ermöglicht.
Trotzdem besteht weiterhin eine enge Zusammenarbeit mit Google. Dessen Gemini-Modelle werden intern genutzt, insbesondere für:
- Apple Intelligence
- Personalisierte Funktionen
- Steuerung innerhalb von Apps
Viele dieser Funktionen sind aktuell noch nicht veröffentlicht, sollen aber in Zukunft verfügbar gemacht werden.
Hinweise aus Testversionen der Betriebssysteme
In frühen Testversionen von iOS 26 sowie den parallelen Updates für andere Apple-Geräte tauchen bereits konkrete Hinweise auf das neue System auf. Dort wird beschrieben, dass:
- Erweiterungen es Apps ermöglichen, mit Siri und Systemfunktionen zu interagieren
- Nutzer über ein Menü in einen neuen Bereich des App Stores geleitet werden
- zusätzliche KI-Dienste aktiv hinzugefügt werden können
Damit entsteht eine Art Marktplatz für KI-Erweiterungen innerhalb des Apple-Ökosystems.
Unterstützung auf iPhone, iPad und Mac
Das neue Erweiterungssystem wird nicht nur auf dem iPhone verfügbar sein. Parallel zu iOS 27 erscheinen auch:
- iPadOS 27
- macOS 27
Alle drei Plattformen unterstützen die Integration von KI-Chatbots in Siri. Dadurch wird ein einheitliches Nutzungserlebnis über alle Geräte hinweg geschaffen.
Voraussetzung: App-Updates durch Entwickler
Damit KI-Chatbots mit Siri funktionieren, sind Anpassungen durch die Entwickler notwendig. Bestehende Apps müssen aktualisiert werden, um die neuen Schnittstellen zu unterstützen.
Ohne diese Updates bleibt die Integration inaktiv. Apple stellt also lediglich die technische Grundlage bereit, während die tatsächliche Nutzung von der Umsetzung durch Drittanbieter abhängt.
Erste KI-Integration bereits vor iOS 27
Ein Teil der neuen Strategie wird bereits vor der Veröffentlichung von iOS 27 sichtbar. Mit iOS 26.4 erhalten KI-Chatbots erstmals Zugang zu CarPlay. Das bedeutet:
- KI-Apps können im Fahrzeug genutzt werden
- Funktionen müssen von den Entwicklern angepasst werden
- Siri bleibt die zentrale Steuerungseinheit
Diese Änderung kann als Vorbereitung auf die umfassenderen Neuerungen in iOS 27 gesehen werden.
Siri entwickelt sich selbst zum KI-Chatbot
Neben der Integration externer Dienste arbeitet Apple auch daran, Siri selbst grundlegend zu verändern. Ziel ist es, den Assistenten wie einen modernen KI-Chatbot funktionieren zu lassen. Geplant sind unter anderem:
- verbesserte Gesprächsführung
- mehr Kontextverständnis
- flexiblere Antworten
Zusätzlich testet Apple laut Bericht eine eigenständige Siri-App. Diese soll ebenfalls das neue Erweiterungssystem unterstützen und könnte langfristig eine größere Rolle im System einnehmen.
iOS 27 läutet neuen KI-Kurs bei Apple ein
Mit iOS 27 verfolgt Apple einen klaren Strategiewechsel im Umgang mit künstlicher Intelligenz. Statt isolierter Integrationen entsteht ein offenes System, das verschiedene KI-Chatbots in Siri zusammenführt.
Die Kombination aus eigener Technologie, bestehenden Partnerschaften und neuen Erweiterungsmöglichkeiten macht Siri zu einer zentralen Plattform für KI-Anwendungen. Die geplanten Änderungen betreffen nicht nur das iPhone, sondern das gesamte Apple-Ökosystem.
Die offizielle Vorstellung auf der WWDC dürfte zeigen, wie weit diese Transformation bereits fortgeschritten ist und welche Rolle iOS 27 künftig im Wettbewerb der KI-Plattformen spielen wird. (Bild: Shutterstock / Bendix M)
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