Mark Gurman bestätigt, was bisher als Spekulation galt: Das radikale iPhone-Redesign zum 20-jährigen Jubiläum ist intern auf Liquid Glass abgestimmt – bis hin zum Codenamen.
Mehrere Berichte der vergangenen Monate haben das Bild eines iPhones gezeichnet, das nahezu rahmenlos wirkt und dessen Display sich an allen vier Seiten leicht nach unten krümmt. Was bisher fehlte, war eine klare Verbindung zwischen diesem Hardware-Konzept und Apples 2025 eingeführtem Software-Designsystem Liquid Glass. Genau diese Lücke schließt Mark Gurman jetzt in seiner aktuellen Sonntagsausgabe des „Power On“-Newsletters. Apple plant das Jubiläums-iPhone von Anfang an als hardwareseitige Verlängerung von Liquid Glass – inklusive eines internen Codenamens, der dem Konzept seinen Charakter verleiht: „Glasswing“.
„Glasswing“: Der Codename mit Programm
Der Begriff stammt nicht zufällig aus der Tierwelt. „Glasswing“ verweist auf den Glasflügelfalter, dessen Flügel transparent sind. Genau dieses Bild soll Apple intern für das Jubiläumsmodell verwenden – ein Gerät, das nicht nur seine Glaskanten in das Display laufen lässt, sondern dabei optisch fast unsichtbar wirkt.
Gurman beschreibt, wie Apple die Hardware-Designsprache und die Liquid-Glass-Software bewusst miteinander verzahnt. Die Software-Oberfläche solle nicht nur auf dem neuen iPhone-Display funktionieren, sondern visuell mit ihm verschmelzen. Das spiegelt eine Strategie wider, die Apple seit Jahren verfolgt: möglichst enges Zusammenspiel zwischen Hardware und Software. Mit dem Glasswing-iPhone wird dieser Anspruch laut Gurman noch einmal konsequenter umgesetzt – die Benutzeroberfläche soll wirken, als wäre sie eine Erweiterung des physischen Gehäuses.
Pro-Modelle statt Sondermodell
Eine wichtige Information rückt damit zusätzlich ins Bild: Erst kürzlich hat Analyst Jeff Pu klargestellt, dass es kein eigenes Sondermodell zum 20. Geburtstag geben wird. Stattdessen fließt das radikale Redesign direkt in die regulären iPhone-Pro- und iPhone-Pro-Max-Modelle des Jahres 2027 ein. Damit wird Apples Jubiläumsmodell nicht zur exklusiven Limited Edition, sondern zur Spitze einer ohnehin geplanten Produktgeneration.
Diese Abkehr von einem Sondermodell hat strategische Gründe. Apple hat seine iPhone-Linie in den letzten Jahren mehrfach umgestellt: Das iPhone Air ersetzte 2025 das Plus-Modell, das faltbare iPhone Ultra steht für Herbst 2026 in den Startlöchern. Ein zusätzliches Jubiläumsmodell hätte das Portfolio überfrachtet. Stattdessen wird das radikale Redesign zum eigentlichen Statement der nächsten Pro-Generation.
Was sich an der Hardware ändert
Berichte aus der koreanischen Lieferkette deuten auf ein sogenanntes „Four-Edge-Bending“-Display hin – also einen Bildschirm, der sich an allen vier Kanten leicht nach unten wölbt. Apple soll bei Samsung Display ein Spezial-Panel mit Mikro-Krümmung in Auftrag gegeben haben, das deutlich dünner und heller ausfallen soll als aktuelle iPhone-Displays. Damit verzahnt Apple konsequent das Liquid-Glass-Konzept mit der Displayarchitektur des Jubiläumsmodells – ein Ansatz, der sich auch in den bislang bekannten iPhone-20-Design-Leaks wiederfindet.
Hinzu kommen weitere Bausteine, an denen Apple seit Jahren arbeitet: Frontkamera und Face-ID-Sensoren sollen unter dem Display verschwinden, sodass das Jubiläumsmodell ohne Notch, ohne Dynamic Island und ohne sichtbare Lochkamera auskommen könnte. Auch der Wechsel auf Solid-State-Tasten statt mechanischer Knöpfe steht im Raum. Der Eindruck soll am Ende sein: ein iPhone, das wie ein einziger Glasblock wirkt – ein Gedanke, der schon unter Jony Ives Führung als Nordstern galt.
Liquid Glass war von Anfang an Teil des Plans
Was den aktuellen Bericht von Gurman besonders interessant macht, ist die zeitliche Einordnung. Apple hat Liquid Glass auf der WWDC 2025 vorgestellt – also zu einem Zeitpunkt, an dem das Glasswing-iPhone laut interner Planung bereits seit längerem in Entwicklung war. Daraus folgt: Die Software-Designsprache Liquid Glass wurde nicht zufällig zeitgleich entwickelt, sondern offenbar gezielt darauf ausgelegt, mit dem Hardware-Konzept zu verschmelzen.
Das passt zu Apples Vorgehen bei früheren Jubiläumsmodellen. Mit dem iPhone X im Jahr 2017 wurden Hardware (rahmenloses Display, Face ID) und Software (Gestensteuerung statt Home-Button) gemeinsam neu gedacht. Das Glasswing-iPhone soll diesen Ansatz erneut wiederholen – diesmal jedoch unter einem gemeinsamen Designbegriff, der sowohl Software- als auch Hardware-Identität abdeckt. Bis 2027 dürfte sich Apple weiter darauf vorbereiten, etwa indem die Liquid-Glass-Effekte mit jeder iOS-Generation feiner und überzeugender werden.
Was das für Apples Strategie bedeutet
Der Glasswing-Ansatz zeigt, wie eng Apple Hardware- und Software-Entwicklung mittlerweile koppelt. Was nach außen wie zwei Welten wirkt – iOS-Designsprache hier, iPhone-Industrial-Design dort –, ist intern offenbar ein einziger, mehrjähriger Plan. Mit dem Jubiläumsmodell wird Apple diesen Plan zum ersten Mal vollständig sichtbar machen. Für Konkurrenzhersteller, die bereits Erfahrung mit gebogenen Displays sammeln, könnte das ein Wendepunkt sein: Apple geht den Schritt nicht aus technologischem Wettbewerbsdruck, sondern aus einem markenstrategischen Konzept heraus.
Auch für Apple selbst ist es ein Risiko: Sollte Liquid Glass bis 2027 nicht reibungslos auf dem neuen Display laufen, geriete das ganze Konzept ins Wanken. Bisherige Liquid-Glass-Anlaufschwierigkeiten in iOS 26 zeigen, dass die Software in der Praxis komplexer ist, als sie auf der Bühne wirkt. Bis zum Marktstart hat Apple aber noch über ein Jahr Zeit, um die Übergänge feinzujustieren.
Glasswing als nächste große Apple-Erzählung
Was sich gerade rund um das Jubiläumsmodell zusammenfügt, ist mehr als nur ein einzelnes Hardware-Update. Es ist eine Erzählung, mit der Apple das nächste große Kapitel des iPhones eröffnen will – getragen von einem Codenamen, der das Designziel bereits in sich trägt. Bis zum Herbst 2027 dürften noch viele Details auftauchen, vom konkreten Krümmungsradius bis hin zur Frage, ob Apple wirklich alle Sensoren unter das Display bekommt. Klar ist aber schon jetzt: Glasswing ist nicht einfach ein neues iPhone. Es ist Apples Versuch, Software und Hardware unter einer einzigen Designidee zusammenzuführen – und damit den vielleicht größten optischen Sprung seit dem iPhone X zu markieren. (Bild: Shutterstock / Chikena)
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