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Apples KI-Strategie bringt drei neue Hardware-Kategorien

Milan Jovicic by Milan Jovicic
26. April 2026 - 18:04 CEST
in Apple Gerüchte
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Apple KI

Bild: Shutterstock / winnond

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Apple plant laut Bloomberg drei komplett neue Smart-Home-Geräte, die alle stark auf die überarbeitete KI-gestützte Siri angewiesen sind. Im Zentrum steht das HomePad als modulares Tablet-System – flankiert von einem größeren Tabletop-Roboter-Modell und einer Apple-eigenen Sicherheitskamera. Die Veröffentlichung hängt am Siri-Update.

Apples Smart-Home-Bemühungen waren in den letzten Jahren überschaubar. Während Amazon und Google den Markt mit Echo Show und Nest Hub dominieren, blieb Apple mit HomePod und Apple TV als Smart-Home-Hubs eher in einer Nischenposition. Das soll sich nun ändern. Im aktuellen “Power On”-Newsletter beschreibt Mark Gurman drei neue Hardware-Kategorien, die Apple parallel entwickelt – alle abhängig von der überarbeiteten, Gemini-gestützten Siri.

Die drei Geräte umfassen ein modulares Tablet-Hub-System, eine größere Variante mit beweglichem Bildschirm und Apples erste Sicherheitskamera. Alle drei sind laut Berichten hardwareseitig längst fertig – sie warten lediglich darauf, dass Apple die neue KI-Siri ausliefert, da die Geräte ohne sie nur eingeschränkt funktionieren würden.

Das HomePad: Ein modulares Tablet-System

Im Zentrum steht das HomePad als zentraler Smart-Home-Hub mit 7-Zoll-Display. Apple verfolgt dabei ein interessantes Konzept: Das Gerät soll modular einsetzbar sein. Drei Verwendungs-Szenarien zeichnen sich ab:

  • Tischmodell: Das Display sitzt auf einer Lautsprecher-Basis, ähnlich einem aufgepeppten HomePod mini
  • Wandmontage: Eine MagSafe-ähnliche Magnethalterung erlaubt das Befestigen an der Wand
  • Mobiler Einsatz: Im Haus herumtragen und je nach Bedarf an verschiedene Bases magnetisch andocken

Das ist deutlich mehr als ein “HomePod mit Display”, wie das Gerät oft bezeichnet wird. Das modulare Konzept erinnert eher an Googles eingestelltes Nest Hub Max – mit dem Unterschied, dass Apple offenbar auf Magnete setzt, um das Tablet flexibel zwischen verschiedenen Bases hin- und herzubewegen.

Die zweite Variante: Tabletop-Roboter mit beweglichem Display

Die etwas verwirrende Information aus dem Bloomberg-Bericht: Es soll auch eine größere Version mit 9-Zoll-Display geben, ausgestattet mit einem beweglichen Roboterarm. Das Gerät soll das Display automatisch zum Nutzer ausrichten – also nicht nur ein passives Tablet sein, sondern ein aktiver Smart-Home-Charakter.

Diese Tabletop-Roboter-Variante wurde bereits in früheren Berichten beschrieben, allerdings als eigenständiges, später erscheinendes Produkt. Die spannende Frage ist jetzt, ob es sich tatsächlich um zwei separate Produkte handelt oder eher um zwei Varianten desselben Konzepts. Wenn Apple das modulare System konsequent durchdenkt, könnten beide Modelle dieselben magnetischen Anschlusspunkte teilen – sodass Nutzer mehrere HomePads im Haus mit einem einzigen Roboter-Modell als zentraler KI-Schaltstelle kombinieren können.

Die Apple-Sicherheitskamera

Das dritte Produkt im Bunde ist eine smarte Türklingel- bzw. Sicherheitskamera. Im Bloomberg-Bericht wird sie zwar nicht explizit “Doorbell” genannt, aber die Funktionsbeschreibung deutet klar in diese Richtung. Wichtigstes Feature: eine erweiterte Gesichtserkennung auf Basis von Apple Intelligence.

Die Grundlage dafür existiert bereits. HomeKit Secure Video kann heute schon Personen anhand der in der Fotos-App markierten Gesichter erkennen. Wenn jemand an der Tür klingelt, kündigt Siri den Besucher per Namen an. Die neue Kamera soll diese Funktion deutlich verfeinern und mit weiteren Smart-Home-Automatisierungen verknüpfen. Vorstellbar sind Szenarien wie: Wenn Person X klingelt, wird automatisch das Wohnzimmerlicht eingeschaltet. Oder: Bestimmte Kameras zeichnen nur dann auf, wenn fremde Personen erkannt werden.

Warum die Zeitplanung so kompliziert ist

Alle drei Produkte hängen direkt von der überarbeiteten Siri ab. Das ist kein Zufall – Apple hat in den letzten Jahren mehrfach demonstriert, dass es Hardware nicht ohne die passende Software ausliefern will. Beim HomePad ist die Hardware seit Monaten produktionsreif, aber Apple wartet auf den richtigen Software-Stand.

Das Apple Foundation Models 2.0 – die Gemini-gestützte Siri – soll spätestens im September 2026 erscheinen. Damit könnten die drei neuen Smart-Home-Produkte zeitnah folgen. Wahrscheinlich ist eine Vorstellung im Rahmen des iPhone-Events im September oder einer separaten Veranstaltung im Oktober – ähnlich wie Apple in der Vergangenheit oft Mac-Events im Herbst nach dem iPhone-Launch durchgeführt hat.

Vom Druck auf den neuen CEO

Im Bloomberg-Newsletter taucht eine bemerkenswerte Aussage auf: John Ternus müsse als neuer CEO “mehrere bahnbrechende Produktkategorien rund um KI” einführen, sonst gelte er als gescheitert. Diese Formulierung ist allerdings deutlich überzeichnet. Tim Cook hat in seinen 15 Jahren als CEO drei große neue Produktkategorien etabliert – Apple Watch, AirPods und Vision Pro. Wenn Ternus jetzt gleich am Anfang eine ähnliche Anzahl auf den Markt bringen sollte, wäre das eher außergewöhnlich als Standard.

Die KI-Hype-Maschine erzeugt momentan einen Druck, der nicht zur tatsächlichen Apple-Geschäftslage passt. Die letzten beiden iPhone-Generationen haben sich auch ohne große KI-Offensive gut verkauft. Auch das MacBook Neo läuft hervorragend – ohne dass Apple dort mit “lebensverändernder KI” geworben hätte. Apples Geschäft ist robust genug, dass die KI-Produkte wichtige Erweiterungen werden, aber nicht über das Wohl und Wehe des Konzerns entscheiden.

Was Apple-Fans erwarten dürfen

Für Smart-Home-Begeisterte sind die kommenden Monate spannend. Wenn Apple wirklich das HomePad, eine Tabletop-Roboter-Variante und eine Sicherheitskamera parallel auf den Markt bringt, wird das Apple-Home-Ökosystem deutlich umfassender. Zusammen mit den ebenfalls erwarteten neuen HomePods und einem aktualisierten Apple TV 4K wäre das die größte Smart-Home-Offensive seit der Einführung des HomePod 2018.

Wann genau die Vorstellung erfolgt, bleibt offen. Realistisch ist ein Zeitraum zwischen September und Dezember 2026. Bis dahin bleibt es bei der bekannten Apple-Geheimhaltung – und der Bestätigung von Bloomberg, dass die Produkte hinter den Kulissen längst auf ihren Auftritt warten. (Bild: Shutterstock / winnond)

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Milan Jovicic

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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