Zwei Monate vor der erwarteten Siri-Überarbeitung auf der WWDC schickt Apple einen großen Teil seines Siri-Teams in ein mehrtägiges Bootcamp, um den Umgang mit KI-Coding-Tools zu erlernen. Das Siri-Team gilt intern als Nachzügler.
Apples Siri-Team steht unter enormem Druck. Die versprochene Apple-Intelligence-Version von Siri hätte bereits mit iOS 18 erscheinen sollen, wurde aber mehrfach verschoben. Der zuständige KI-Chef John Giannandrea wurde entmachtet und verlässt Apple diese Woche endgültig. Jetzt berichtet The Information, dass Apple einen großen Teil des Siri-Entwicklerteams in ein mehrtägiges Bootcamp schickt – um ihnen beizubringen, wie man mit KI-Tools programmiert.
Dass Apple seine eigenen Entwickler im Umgang mit KI-Coding-Tools schulen muss, wirft ein bemerkenswertes Licht auf den internen Stand. Während andere Teams bei Apple laut dem Bericht bereits große Teile ihres Budgets für Claude Code ausgeben, hat das Siri-Team den Anschluss offenbar verpasst. The Information beschreibt das Siri-Team als einen Bereich, der innerhalb von Apple den Ruf eines Nachzüglers hat – ein erstaunliches Detail für das Team, das Apples wichtigstes KI-Produkt entwickeln soll.
Bootcamp und Parallelbetrieb
Während ein Teil des Teams im Bootcamp lernt, arbeiten rund 60 Mitglieder weiterhin direkt an Siri. Weitere 60 Mitarbeiter sind damit beschäftigt, Siris aktuelle Leistung zu evaluieren – insbesondere ob die Sprachassistentin Apples Sicherheitsstandards einhält und Benutzerbefehle korrekt interpretieren und ausführen kann.
Das Bootcamp ist damit kein Entwicklungsstopp, sondern eine parallele Qualifizierungsmaßnahme. Apple bereitet sich offensichtlich darauf vor, die Siri-Entwicklung nach dem Bootcamp zu beschleunigen – mit einem Team, das KI-Coding-Tools effektiver einsetzen kann.
Siri: Die Vorgeschichte
Die Maßnahme ist der jüngste Schritt in einer langen Reihe von Umstrukturierungen rund um Siri und Apple Intelligence. Nach dem gescheiterten Launch unter Giannandrea übernahm Software-Chef Craig Federighi die Verantwortung für die KI-Entwicklung. Mike Rockwell, der zuvor die Vision Pro entwickelt hatte, leitet jetzt das Siri-Team. Unter Federighi schloss Apple zudem einen Deal mit Google, der Siris künftige KI-Funktionen teilweise mit Googles Gemini-Modellen antreiben soll.
Was das für die WWDC bedeutet
Apple wird voraussichtlich auf der WWDC im Juni die überarbeitete Version von Siri vorstellen – voraussichtlich als Teil von iOS 27. Ob das Bootcamp und die organisatorischen Änderungen rechtzeitig genug greifen, um eine überzeugende Demo zu liefern, bleibt abzuwarten. Der Zeitdruck ist enorm: Apple hat die Siri-Überarbeitung mehrfach versprochen und verschoben. Ein weiteres Mal Geduld einzufordern, dürfte weder bei Nutzern noch bei Investoren gut ankommen. (Bild: Shutterstock / Mamun_Sheikh)
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