In einem neuen Interview sprechen Apples Hardware-Chef John Ternus und Marketing-Leiter Greg Joswiak über die Philosophie hinter dem MacBook Neo, Apples größte Misserfolge und die Zukunft von Spatial Computing.
Das MacBook Neo ist seit einem Monat auf dem Markt und hat sich zum Überraschungserfolg entwickelt – mit der besten Launch-Woche aller Zeiten unter neuen Mac-Käufern. In einem Interview mit Tom’s Guide geben John Ternus und Greg Joswiak jetzt Einblicke in die Entstehung des Geräts, sprechen offen über vergangene Apple-Fehlschläge und deuten die Richtung für kommende Produkte an.
Apple-Führungskräfte geben selten ausführliche Interviews, die über Produktankündigungen hinausgehen. Das Gespräch mit Tom’s Guide ist eine Ausnahme: Ternus und Joswiak reflektieren über Apples Fehlerkultur, erklären, warum das MacBook Neo kein billiges Notebook ist, und geben einen vorsichtigen Ausblick auf die kommenden Smart Glasses.
MacBook Neo: Qualität statt Billig-Kompromisse
Ternus grenzt das MacBook Neo deutlich von der Konkurrenz im gleichen Preissegment ab. Die Geräte der Mitbewerber seien aus Plastik, man könne sie biegen, und die Hersteller hätten bei jedem Detail gespart, um den Preis zu drücken. Apples Ansatz sei ein anderer: nicht billig, sondern günstig bei hoher Qualität.
Das MacBook Neo sei von Grund auf neu entwickelt worden, unter Nutzung von Technologien wie Apple Silicon und der Expertise aus jahrzehntelanger Entwicklung von Macs, iPhones und iPads. Ternus betont, Apple wolle niemals minderwertige Produkte ausliefern – das MacBook Neo sei der Beweis, dass ein niedriger Preis und Apple-Qualität kein Widerspruch sein müssen.
Apples größte Flops: MacBook Air und Apple Maps
Auf die Frage nach Apples größten Fehlschlägen antworten beide Manager mit bemerkenswerter Offenheit. Joswiak nennt das erste MacBook Air von 2008: Ein ikonisches Design, das sich jedoch schlecht verkaufte. Apple sei nicht perfekt und mache Fehler – entscheidend sei, wie man darauf reagiere.
Ternus verweist auf den berüchtigten Start von Apple Maps im Jahr 2012, der als einer der größten PR-Desaster in Apples Geschichte gilt. Das Team habe sich davon jedoch nicht entmutigen lassen und über die Jahre kontinuierlich an Verbesserungen gearbeitet. Heute sei Apple Maps eine hervorragende Anwendung – ein Beispiel dafür, wie Beharrlichkeit aus einem holprigen Start etwas Großes machen könne.
Die Botschaft beider Manager ist dieselbe: Misserfolge sind Teil des Prozesses. Was zählt, ist die Bereitschaft, daraus zu lernen und weiterzumachen.
Smart Glasses: Eine Frage der Zeit
Joswiak äußert sich auch zu Apples Plänen im Bereich Wearables. Ohne einen konkreten Zeitplan zu nennen, beschreibt er die Verschmelzung von digitaler und physischer Welt als unvermeidlich – genau das sei die Grundidee von Spatial Computing. Wann aus der Vision Pro eine leichtere, alltagstauglichere Brille werde, lässt er offen, betont aber die Unausweichlichkeit dieser Entwicklung.
Die Information deckt sich mit Berichten aus der vergangenen Woche, denen zufolge Apple aktuell mindestens vier unterschiedliche Smart-Glasses-Designs erprobt und eine Vorstellung für Ende 2026 oder Anfang 2027 ins Auge fasst. (Bild: Shutterstock / Kit Leong)
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