Der weltweite Smartphone-Markt ist im Q1 2026 um über 4 Prozent eingebrochen und beendet damit zweieinhalb Jahre Wachstum. Apple gehört zu den wenigen Herstellern, die trotzdem zulegen – dank stabiler Preise, während die Konkurrenz erhöht.
Die weltweite Speicherchip-Knappheit trifft den Smartphone-Markt jetzt mit voller Wucht. Laut IDC fielen die globalen Smartphone-Auslieferungen im ersten Quartal 2026 um 4,1 Prozent im Jahresvergleich – das Ende einer zweieinhalbjährigen Wachstumsphase. Und es wird noch schlimmer: IDC erwartet, dass sich die Situation in den kommenden Quartalen weiter verschärft. Für Apple scheint der Abschwung jedoch eher eine Chance als ein Problem zu sein.
Die Ursache des Markteinbruchs ist klar: Steigende Speicherchip-Preise – teilweise um über 100 Prozent – zwingen die meisten Smartphone-Hersteller, die Kosten an die Verbraucher weiterzugeben. In einigen Schwellenmärkten sind die Smartphone-Preise um 40 bis 50 Prozent gestiegen, was die Nachfrage massiv dämpft. Apple hat seine Preise hingegen bisher stabil gehalten – und profitiert davon.
Apple und Samsung wachsen – aber unterschiedlich
IDC stellt fest, dass sowohl Apple als auch Samsung im Q1 2026 ihre Auslieferungen steigern konnten: Samsung um 3,6 Prozent, Apple um 3,3 Prozent im Jahresvergleich. Beide Unternehmen verfügen über ausreichend hohe Margen bei ihren Premium-Geräten, um die gestiegenen Komponentenkosten zu absorbieren, ohne die Preise anzuheben.
Allerdings hat Samsung gestern die Preise für mehrere Geräte erhöht – darunter das Galaxy Z Flip 7, das Galaxy S25 Edge und das Galaxy S25 FE sowie nahezu alle aktuellen Galaxy-Tablets. Die Erhöhungen betreffen vor allem Speicher-Upgrades und liegen bei 40 bis 80 US-Dollar pro Gerät. Damit könnte Apple als einziger großer Hersteller übrig bleiben, der seine Smartphone-Preise unverändert lässt.
Apples bewusste Entscheidung
Die IDC-Daten bestätigen, was Analysten bereits letzte Woche prognostiziert hatten: Apple akzeptiert bewusst niedrigere Hardware-Margen, um in der aktuellen Marktlage Anteile zu gewinnen. Die Strategie funktioniert nicht nur beim Mac – auch beim iPhone zeigt sie Wirkung. Apple war laut Counterpoint im Q1 2026 erstmals Smartphone-Marktführer in einem ersten Quartal und konnte seinen Marktanteil auf 21 Prozent ausbauen.
Die Rechnung dahinter: Jeder neue iPhone-Nutzer ist ein potenzieller Abonnent von Apple Music, iCloud+, Apple TV und weiteren Services. Die hohen Margen im Services-Geschäft kompensieren den kurzfristigen Rückgang bei der Hardware-Marge.
Wie es weitergeht
IDC warnt, dass der Rückgang im Q1 nur ein Vorgeschmack auf das ist, was kommt. Die Speicherchip-Situation dürfte sich in den nächsten Quartalen weiter verschärfen und könnte bis Ende 2027 anhalten. Für Hersteller mit dünnen Margen – also die meisten Android-Anbieter – bedeutet das: weiter steigende Preise, sinkende Nachfrage und schrumpfende Stückzahlen.
Apple befindet sich in der ungewöhnlichen Position, in einem schrumpfenden Markt wachsen zu können. Wie nachhaltig diese Strategie ist, wird der Earnings-Report am 30. April zeigen – dort wird sich erstmals ablesen lassen, wie stark die Margen tatsächlich unter Druck stehen. (Bild: Shutterstock / Wongsakorn 2468)
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