Apple hat laut Counterpoint Research im Q1 2026 erstmals in einem ersten Quartal die weltweite Führung im Smartphone-Markt übernommen – mit 21 Prozent Marktanteil und 5 Prozent Wachstum, während die Konkurrenz teilweise zweistellig verlor.
Apple führt üblicherweise im Weihnachtsquartal die weltweiten Smartphone-Charts an, wenn neue iPhone-Modelle ihren Verkaufshöhepunkt erreichen. Im traditionell schwächeren ersten Quartal war Samsung bisher regelmäßig an der Spitze. Das hat sich geändert: Laut dem aktuellen Bericht von Counterpoint Research hat Apple im Q1 2026 erstmals auch im ersten Quartal den globalen Smartphone-Markt angeführt. Das iPhone 17 und die starke Ökosystem-Bindung von Apple-Nutzern werden als Hauptgründe genannt.
Die Zahlen kommen vor dem Hintergrund eines schwierigen Gesamtmarkts. Eine anhaltende Knappheit bei DRAM- und NAND-Speicherchips hat die Produktionskosten für Smartphones erhöht und mehrere Hersteller gezwungen, ihre Auslieferungen zurückzufahren. Einige Hersteller mussten die gestiegenen Materialkosten direkt an die Verbraucher weitergeben, was die Nachfrage zusätzlich gedämpft hat. Apple erwies sich in diesem Umfeld als am widerstandsfähigsten.
Das Ranking im Überblick
Apple führt das Ranking mit 21 Prozent Marktanteil und einem Wachstum von 5 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Samsung folgt knapp dahinter mit 20 Prozent Marktanteil, verzeichnet aber einen Rückgang von 6 Prozent. Xiaomi belegt den dritten Platz mit 12 Prozent, musste jedoch einen deutlichen Einbruch von 19 Prozent hinnehmen. OPPO liegt bei 11 Prozent mit einem Minus von 4 Prozent, vivo hält 8 Prozent bei einem Rückgang von 2 Prozent.
Bemerkenswert: Google und Nothing verzeichneten mit 14 bzw. 25 Prozent das stärkste Wachstum aller Hersteller – ihre Stückzahlen sind jedoch noch zu klein, um in die Top 5 vorzustoßen.
Warum Apple wächst, während andere schrumpfen
Counterpoint nennt mehrere Faktoren für Apples Sonderstellung. Die Ultra-Premium-Positionierung des iPhones macht Apple weniger anfällig für die Speicherchip-Krise, da Käufer im Hochpreissegment weniger preissensibel reagieren. Apples integrierte Lieferkette bietet zudem besseren Schutz vor Engpässen als die vieler Android-Hersteller, die stärker auf externe Zulieferer angewiesen sind.
Hinzu kommt, was Counterpoint als „Ecosystem Stickiness“ bezeichnet: Die enge Verzahnung von iPhone, Apple Watch, AirPods, Mac und iCloud macht einen Wechsel zur Konkurrenz unattraktiv. Aggressive Trade-in-Programme haben zusätzlich Upgrades innerhalb des Apple-Ökosystems gefördert.
Besonders stark wuchs Apple in den asiatisch-pazifischen Märkten China, Indien und Japan – Regionen, in denen das iPhone in Q4 2025 bereits fünf der zehn meistverkauften Smartphones stellte.
Schwieriger Ausblick für den Gesamtmarkt
Die Aussichten für den Smartphone-Markt bleiben gedämpft. Counterpoint erwartet, dass die Speicherchip-Knappheit bis Ende 2027 anhalten könnte. Hersteller dürften sich darauf konzentrieren, Margen statt Volumen zu priorisieren, günstige Modelle aus dem Sortiment zu nehmen und verstärkt auf aufbereitete Geräte zu setzen, um preisbewusste Kunden zu halten.
Für Apple könnte dieses Umfeld paradoxerweise von Vorteil sein: Wenn das gesamte Marktsegment schrumpft und günstige Smartphones teurer werden, verliert das Preisargument gegen das iPhone an Schlagkraft. Apples nächster Earnings-Report am 30. April wird zeigen, wie sich die Marktführerschaft in konkreten Umsatzzahlen niederschlägt. (Bild: Shutterstock / Only_NewPhoto)
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