Ein neuer Bericht der US-Verbraucherorganisation PIRG gibt Apple die schlechtesten Noten für die Reparierbarkeit von iPhones und MacBooks. Einziger Lichtblick: das MacBook Neo.
Wie reparierbar sind Apple-Produkte im Vergleich zur Konkurrenz? Nicht besonders – zumindest laut dem aktuellen Bericht der US-amerikanischen Verbraucherorganisation PIRG (Public Interest Research Group). In einem Ranking, das offizielle europäische Reparierbarkeits-Kriterien als Grundlage nutzt, landete Apple sowohl bei Smartphones als auch bei Laptops auf dem letzten Platz. Eine bemerkenswerte Ausnahme gibt es allerdings: das MacBook Neo.
Die Bewertungen basieren auf den Reparierbarkeits-Kriterien, die Frankreich gesetzlich vorschreibt und die auch die EU in ähnlicher Form verwendet. PIRG hat insgesamt 105 Geräte von vier Smartphone- und acht Laptop-Herstellern analysiert. Die Bewertung berücksichtigt sieben Faktoren: Verfügbarkeit von Reparaturanleitungen, Zerlegbarkeit, Ersatzteil-Verfügbarkeit, Ersatzteil-Preise, verwendete Befestigungselemente, benötigtes Werkzeug und Dauer der Software-Updates.
Apple auf dem letzten Platz
Bei den Smartphones erhielt Motorola die beste Note mit B+, gefolgt von Google mit C-, Samsung mit D und Apple auf dem letzten Platz mit D-. Das bedeutet: Kein anderer der getesteten Smartphone-Hersteller schneidet bei der Reparierbarkeit so schlecht ab wie Apple.
Bei den Laptops sieht es ähnlich aus. Asus führt das Ranking mit B+ an, während Apple mit C- erneut den letzten Platz belegt. Besonders die hohen Ersatzteilpreise, die eingeschränkte Verfügbarkeit von Reparaturdokumentation und die schwierige Zerlegbarkeit dürften zu den niedrigen Bewertungen beigetragen haben.
MacBook Neo als Ausnahme
Einen Lichtblick gibt es dennoch: Das MacBook Neo wird im Bericht als klare Ausnahme hervorgehoben und für seine gute Reparierbarkeit gelobt. Das deckt sich mit der Einschätzung von iFixit, das bereits beim Teardown im März feststellte, dass das MacBook Neo das am besten reparierbare MacBook seit vierzehn Jahren sei.
Das MacBook Neo nutzt den A18-Pro-Chip statt eines M-Chips und ist insgesamt einfacher konstruiert als die teureren MacBook-Air- und Pro-Modelle. Diese simplere Bauweise scheint sich positiv auf die Reparierbarkeit auszuwirken – ob das ein bewusster Strategiewechsel von Apple ist oder ein Nebeneffekt des günstigeren Designs, bleibt offen.
Was das für Apple bedeutet
Die schlechten Reparierbarkeits-Noten sind kein neues Problem für Apple. Das Unternehmen steht seit Jahren in der Kritik, Reparaturen durch proprietäre Schrauben, verklebte Komponenten und hohe Ersatzteilpreise zu erschweren. Zwar hat Apple mit dem Self-Service-Repair-Programm und der Öffnung für unabhängige Reparaturwerkstätten Schritte in die richtige Richtung unternommen, doch im direkten Vergleich mit der Konkurrenz reicht das offenbar nicht aus.
In der EU wird die Reparierbarkeit durch den Ecodesign-Rahmen zunehmend regulatorisch relevant. Seit 2025 müssen Hersteller in mehreren Produktkategorien Reparierbarkeits-Scores angeben. Für Apple könnte das bedeuten, dass künftige Produktgenerationen stärker auf einfache Reparierbarkeit ausgelegt werden müssen – ähnlich wie es das MacBook Neo bereits vormacht. (Bild: Shutterstock / Parilov)
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