Das MacBook Neo sorgt aktuell nicht nur wegen seines Preises und der neuen Hardware für Aufmerksamkeit, sondern auch wegen seiner Konstruktion im Inneren. Die bekannte Reparaturplattform iFixit hat das Gerät traditionell vollständig zerlegt und dabei eine ungewöhnlich positive Bewertung abgegeben.
Besonders auffällig ist der Akku: Laut iFixit besitzt das MacBook Neo den am leichtesten zugänglichen MacBook-Akku seit über einem Jahrzehnt. Insgesamt zeigt der Teardown ein deutlich reparaturfreundlicheres Design als bei vielen vorherigen Apple-Laptops.
Apple wurde in den vergangenen Jahren häufig dafür kritisiert, dass MacBooks schwer zu reparieren sind. Verklebte Akkus, schwer erreichbare Bauteile und fest verlötete Komponenten machten Reparaturen oft kompliziert und teuer.
Beim MacBook Neo zeigt sich jedoch eine andere Herangehensweise. iFixit beschreibt das Innenleben des Laptops als überraschend sinnvoll strukturiert. Tatsächlich erklärt das Team sogar, dass man seit 2012 nicht mehr so begeistert von einem MacBook gewesen sei.
Eine mögliche Erklärung für diesen Designwechsel könnte eine kommende EU-Regelung sein. Diese sieht vor, dass viele tragbare Geräte bis Anfang 2027 über vom Nutzer austauschbare Akkus verfügen müssen. Das MacBook Neo könnte daher bereits auf diese Anforderungen vorbereitet sein.
iFixit zerlegt das MacBook Neo
Für den Teardown hat iFixit die teurere Version des MacBook Neo für 799 Euro verwendet. Dieses Modell verfügt über eine Tastatur mit Touch ID, doch laut iFixit lassen sich beide Varianten des Laptops „verdächtig einfach“ öffnen.
Das Untergehäuse wird weiterhin mit Pentalobe-Schrauben befestigt. Diese Schrauben sind weniger verbreitet als Standardschrauben und erfordern einen speziellen Schraubendreher. Nachdem die Schrauben entfernt wurden, lässt sich die Abdeckung jedoch ohne großen Aufwand von Hand abnehmen.
Im Inneren präsentiert sich ein Layout, das iFixit als „erstaunlich sinnvoll“ beschreibt. Wichtige Komponenten sind gut erreichbar und nicht unnötig unter anderen Bauteilen verborgen.

Der Akku: Der größte Fortschritt im MacBook Neo
Der auffälligste Unterschied zu vielen früheren MacBook-Generationen betrifft den Akku. Beim MacBook Neo ist der Akku nicht verklebt, sondern verschraubt. Insgesamt müssen 18 Schrauben gelöst werden, um ihn zu entfernen. Dieser Aufwand ist zwar nicht minimal, stellt aber dennoch eine große Verbesserung dar.
Der entscheidende Vorteil liegt darin, dass kein Klebstoff verwendet wird. Dadurch lässt sich der Akku deutlich einfacher austauschen oder reparieren. Genau dieser Punkt ist laut iFixit der größte Pluspunkt des Geräts.
Damit besitzt das MacBook Neo den zugänglichsten Akku in einem MacBook seit dem Jahr 2012.
Gut erreichbare interne Komponenten
Neben dem Akku sind auch mehrere andere Bauteile leicht zugänglich. Dazu gehören unter anderem:
- Lautsprecher
- Anschlüsse
- das Trackpad
Diese Komponenten sind nicht unter anderen Teilen versteckt, wie es bei vielen Apple-Laptops üblich ist. Zwar müssen einige Kabel getrennt werden, wenn tiefere Komponenten wie die Hauptplatine erreicht werden sollen, doch iFixit beschreibt den Zugang insgesamt als „ziemlich gut erreichbar“.
Die Konstruktion wirkt dabei nicht so, als wären Teile absichtlich versteckt worden.
Modulare Anschlüsse erleichtern Reparaturen
Ein weiterer Vorteil des MacBook Neo ist die modulare Bauweise einzelner Anschlüsse. Die USB-C-Ports sind nicht direkt auf der Hauptplatine verlötet, sondern befinden sich auf eigenen Modulen. Das bedeutet, dass beschädigte Anschlüsse ersetzt werden können, ohne die gesamte Hauptplatine austauschen zu müssen.
Dasselbe Prinzip gilt auch für die Kopfhörerbuchse, die ebenfalls modular aufgebaut ist.
Solche Lösungen reduzieren Reparaturkosten und erleichtern den Austausch einzelner Bauteile erheblich.
Display lässt sich deutlich einfacher austauschen
Auch beim Bildschirm hat Apple eine vergleichsweise reparaturfreundliche Konstruktion umgesetzt. Die Antennenbaugruppe lässt sich relativ unkompliziert entfernen. Sobald sie ausgebaut ist und die Scharnier-Schrauben gelöst wurden, kann das Display praktisch herausgeklappt werden.
iFixit vergleicht diesen Vorgang mit dem Mechanismus eines Framework-Laptops, der für sein modulares Design bekannt ist. Dadurch wird ein Displaytausch deutlich einfacher als bei vielen früheren MacBook-Modellen.
Vereinfachtes Design bei Lautsprechern und Trackpad
Das MacBook Neo nutzt seitlich ausgerichtete Lautsprecher. Diese Bauweise reduziert die notwendige Gehäusebearbeitung und vereinfacht die Konstruktion des Geräts. Gleichzeitig könnten dadurch auch Produktionskosten eingespart werden.
Eine weitere Besonderheit betrifft das Trackpad. Apple verwendet hier ein mechanisches Trackpad. Damit ist das MacBook Neo das erste MacBook seit 2015, das wieder auf diese Technik setzt.
Die mechanische Lösung ist kostengünstiger in der Herstellung als die später eingeführten Force-Touch-Trackpads.
Tastatur separat austauschbar
Beim Teardown war die Tastatur das letzte Bauteil, das iFixit entfernte. Sie ist mit insgesamt 41 Schrauben befestigt. Das klingt zunächst nach einem hohen Aufwand, hat aber einen praktischen Vorteil: Die Tastatur kann separat vom Obergehäuse entfernt und ersetzt werden.
Das ermöglicht günstigere Reparaturen, da nicht das gesamte Topcase ausgetauscht werden muss.
Einschränkungen durch verlöteten RAM und Speicher
Trotz der vielen positiven Punkte gibt es auch Einschränkungen. Der Arbeitsspeicher (RAM) und der interne Speicher (SSD) sind direkt auf den A18 Pro-Chip gelötet. Diese Bauweise ist bei modernen Apple-Geräten üblich. Allerdings bedeutet das auch:
- RAM kann nach dem Kauf nicht erweitert werden
- SSD-Speicher ist nicht austauschbar
- Reparaturen an diesen Komponenten sind stark eingeschränkt
Aus Sicht der Reparaturfreundlichkeit ist das daher weiterhin ein Nachteil.
Reparaturbewertung des MacBook Neo
Insgesamt fällt das Urteil von iFixit dennoch positiv aus. Das MacBook Neo erhält eine Reparaturbewertung von 6 von 10 Punkten. Zum Vergleich:
- das 14-Zoll M5 MacBook Pro erhielt 4 von 10 Punkten
- das M4 MacBook Air erhielt 5 von 10 Punkten
Damit schneidet das MacBook Neo besser ab als mehrere aktuelle MacBook-Modelle.
MacBook Neo: Mehr Reparaturfreundlichkeit trotz einiger Einschränkungen
Der iFixit-Teardown zeigt, dass Apple beim MacBook Neo mehrere Entscheidungen getroffen hat, die die Reparatur deutlich erleichtern. Besonders der verschraubte Akku, modulare Anschlüsse und ein einfacher zugängliches Display verbessern die Wartbarkeit des Geräts.
Gleichzeitig bleiben typische Einschränkungen bestehen, etwa durch den verlöteten RAM und Speicher. Trotz dieser Punkte gehört das MacBook Neo laut iFixit zu den reparaturfreundlichsten MacBooks der letzten Jahre.
Sollten kommende EU-Vorgaben tatsächlich austauschbare Akkus verlangen, könnte dieses Design ein Hinweis darauf sein, wie zukünftige MacBook-Generationen aufgebaut sein werden. (Bild: Apple)
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