iFixit hat die AirPods Max 2 zerlegt und bestätigt: Die Verbesserungen beschränken sich auf den Chip. Am Design, an der Reparierbarkeit und an bekannten Schwachstellen hat Apple nichts geändert.
Die AirPods Max 2 sind seit wenigen Tagen im Handel und wurden von Testern überwiegend positiv bewertet – besserer Klang, stärkere Geräuschunterdrückung und zahlreiche neue Softwarefunktionen dank des H2-Chips. Doch während die Audioqualität einen klaren Sprung macht, zeigt ein aktueller Teardown des Reparaturportals iFixit, dass Apple bei der Konstruktion und Reparierbarkeit keinerlei Fortschritte erzielt hat.
Identischer Aufbau, neuer Chip
iFixit hat die AirPods Max 2 vollständig zerlegt und direkt mit dem USB-C-Modell der ersten Generation verglichen. Das Ergebnis ist eindeutig: Die internen Komponenten sind praktisch identisch. Die Öffnungsschritte, die Anordnung der Bauteile und die gesamte Konstruktion stimmen mit dem Vorgänger überein. Der einzige sichtbare Unterschied sind die beiden H2-Chips, die in jeder Ohrmuschel den bisherigen H1 ersetzen.
Das bestätigt, was Apple selbst kommuniziert hat: Die AirPods Max 2 sind ein reines Chip-Upgrade im unveränderten Gehäuse. Für die Klangqualität und die neuen Funktionen ist das ausreichend – für die Langlebigkeit des Produkts jedoch problematisch.
Bekannte Schwachstellen bleiben bestehen
iFixit kritisiert insbesondere, dass Apple die bekannten Schwachstellen der ersten Generation nicht behoben hat. Ein häufig gemeldetes Problem betrifft Kondensation, die sich in feuchten Umgebungen in den Ohrmuscheln bildet und langfristig die Elektronik beschädigen kann. Bei einem Kopfhörer für 579 Euro wäre eine konstruktive Lösung zu erwarten gewesen – sie fehlt jedoch vollständig.
Ebenso sind der Akku und der USB-C-Anschluss weiterhin schwer zugänglich. Beide Komponenten gehören zu den Teilen, die bei Kopfhörern am häufigsten verschleißen oder ausfallen. Wäre der Zugang einfacher gestaltet, ließe sich die Lebensdauer der AirPods Max erheblich verlängern.
Keine Ersatzteile, keine Reparaturanleitungen
Ein weiterer Kritikpunkt von iFixit betrifft Apples Self-Service-Repair-Programm. Obwohl Apple in den vergangenen Jahren für iPhones, Macs und iPads Ersatzteile und offizielle Reparaturanleitungen bereitgestellt hat, fehlt beides für die AirPods Max komplett. Es gibt weder Ersatzteile noch Anleitungen, die es Nutzern oder unabhängigen Werkstätten ermöglichen würden, einfache Reparaturen selbst durchzuführen.
iFixit macht deutlich: Würde Apple Anleitungen und Komponenten über das Self-Service-Repair-Programm anbieten und Akku sowie USB-C-Port zugänglicher konstruieren, wären die AirPods Max ein deutlich nachhaltigeres Produkt.
AirPods Max 2: Repairability Score bleibt bei 6 von 10
Da sich am Design nichts geändert hat, übernehmen die AirPods Max 2 den Reparierbarkeits-Score des Vorgängers: 6 von 10 Punkten. Das ist kein schlechter Wert für Kopfhörer – zeigt aber auch, dass Apple das Potenzial für eine bessere Bewertung bewusst nicht ausschöpft.
Für Käufer, die sich zwischen den AirPods Max 2 und dem Vorgänger entscheiden, hat der Teardown eine klare Botschaft: Der Mehrwert liegt ausschließlich im H2-Chip und den damit verbundenen Funktionen. Wer auf ein leichteres oder besser reparierbares Design gehofft hatte, wird auch mit der zweiten Generation nicht bedient. Gerüchte deuten darauf hin, dass ein grundlegend überarbeitetes Modell erst 2027 erscheinen könnte – möglicherweise dann mit reduziertem Gewicht und neuem Gehäuse. (Bild: Shutterstock / Stock Holm)
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