Zum offiziellen Geburtstag von Apple hat CEO Tim Cook ein internes Schreiben an die gesamte Belegschaft verschickt. Darin blickt er zurück, zitiert Steve Jobs – und richtet den Blick nach vorne.
Ein Memo für 160.000 Mitarbeiter
Neben dem bereits vor einigen Wochen veröffentlichten offenen Brief hat Tim Cook heute ein weiteres Schreiben verfasst – diesmal nicht für die Öffentlichkeit, sondern für die Apple-Belegschaft. Bloombergs Mark Gurman veröffentlichte das interne Memo kurz darauf auf der Plattform X.
Das Schreiben ist persönlicher gehalten als der öffentliche Brief und richtet sich direkt an die Teams, die Apple täglich am Laufen halten. Cook nutzt den Anlass, um Dankbarkeit auszudrücken, an die Unternehmenskultur zu erinnern und einen optimistischen Ausblick zu formulieren.
Steve Jobs als geistiger Anker
Den Einstieg seines Memos widmet Cook einem Zitat von Steve Jobs. Darin beschreibt Jobs, dass die Welt um uns herum von Menschen erschaffen wurde, die nicht klüger waren als wir selbst – und dass jeder die Möglichkeit hat, sie zu verändern und eigene Dinge zu bauen, die andere nutzen können. Cook bezeichnet dieses Prinzip als den Kern dessen, was Apple 1976 in die Welt gebracht habe und was seither die klügsten, leidenschaftlichsten und engagiertesten Menschen zum Unternehmen gezogen habe.
Es ist nicht das erste Mal, dass Cook den Mitgründer zum Jubiläum in den Mittelpunkt stellt. Erst heute erschien ein ausführliches Esquire-Interview, in dem Cook sagte, Apple sei definitiv immer noch Steve Jobs‘ Unternehmen. Das interne Memo bestätigt diesen Eindruck: Auch fast 15 Jahre nach dem Tod des Mitgründers bleibt dessen Philosophie der zentrale Bezugspunkt für Apples Selbstverständnis.
Von der Garage zu 2,5 Milliarden Geräten
Cook spannt in seinem Memo einen weiten Bogen – vom einzelnen Computerprototyp in einer Garage vor 50 Jahren bis zu den heute 2,5 Milliarden aktiven Apple-Geräten weltweit. Er beschreibt Apples Unternehmenskultur als einen Ort, an dem Neugier, tiefe Zusammenarbeit und der Glaube an das Unmögliche gelebt werden.
Besonders betont Cook die Haltung, dass die Zukunft nichts sei, worauf man warte, sondern etwas, das man selbst gestalte. Es sei unmöglich, den Einfluss von Apple und seinen Mitarbeitern auf die Welt vollständig zu beziffern. Gleichzeitig erinnert er daran, dass die tägliche Arbeit bei Apple einem klaren Zweck diene: Menschen zu befähigen und ihr Leben zu bereichern.
Der Blick nach vorne
Die wohl meistzitierte Passage des Memos dürfte Cooks Schlussappell sein. Er schreibt, dass ihn bei aller Rückschau auf fünf Jahrzehnte am meisten das begeistere, was als Nächstes komme. Die Chancen, die vor Apple lägen, gehörten zu den größten, die das Unternehmen je gesehen habe – und kein Team der Welt sei besser aufgestellt, sie zu nutzen.
Im Kontext der aktuellen Apple-Strategie ist diese Aussage bemerkenswert. Mit dem iPhone Fold, einer komplett neuen Smart-Home-Offensive, weiteren Fortschritten bei Apple Intelligence und der Weiterentwicklung der Vision-Pro-Plattform stehen in den kommenden Monaten tatsächlich einige der ambitioniertesten Produktstarts in Apples jüngerer Geschichte an.
Apple: Mehr als ein Pflichtschreiben
Interne Memos von CEOs zum Firmenjubiläum sind keine Seltenheit. Cooks Schreiben hebt sich jedoch durch seinen persönlichen Ton und die gezielte Verknüpfung von Vergangenheit und Zukunft ab. Er dankt langjährigen Mitarbeitern ebenso wie Neueinsteigern, erinnert an gemeinsame Werte und formuliert ein Versprechen an die nächsten 50 Jahre. Zusammen mit dem öffentlichen Brief, dem Esquire-Interview und den weltweiten Jubiläumsveranstaltungen ergibt sich das Bild eines CEOs, der das Jubiläum nicht nur als PR-Anlass versteht, sondern als Moment der internen Standortbestimmung. (Bild: HTSyndication / DepositPhotos.com)
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