Apple hat laut dem chinesischen Leaker Digital Chat Station bereits einen 200-Megapixel-Sensor für eine iPhone-Periskop-Telekamera getestet. Die Markteinführung dürfte aber noch mindestens zwei Jahre entfernt sein – erst ab 2028 ist damit zu rechnen.
Die Frage, wann Apple beim iPhone auf einen 200-Megapixel-Kamerasensor setzen wird, wird seit Monaten diskutiert. Konkurrenten wie Samsung bieten solche Sensoren in ihren Flaggschiffen bereits seit mehreren Generationen an. Apple setzt traditionell eher auf Bildqualität statt auf reine Pixelzahlen – und geht den Schritt zu 200 Megapixel offenbar bewusst langsam an. Der neueste Leak zeichnet nun ein klareres Bild vom Zeitplan.
Laut einem Weibo-Post von Digital Chat Station hat Apple einen 200-Megapixel-Sensor für eine Periskop-Telekamera bereits evaluiert. Diese Kameraform erlaubt durch ihre „Knick“-Konstruktion größere Brennweiten ohne entsprechende Gehäusedicke. Trotz der Tests sei eine Markteinführung aber frühestens 2028 realistisch – ein Jahr später als vom Leaker selbst noch im März 2026 erwartet.
Was diese Verschiebung bedeutet
Digital Chat Station hatte im März noch davon gesprochen, dass ein 200-MP-Sensor möglicherweise schon nächstes Jahr im iPhone landen könnte. Die neueste Einschätzung korrigiert das deutlich. Die genaue Begründung für die Verschiebung nennt der Leaker nicht, aber die Hinweise sind klar: Apple priorisiert offenbar weiterhin optische Flexibilität und Low-Light-Performance gegenüber bloßer Auflösung.
Das passt zu Apples bisheriger Kamera-Strategie. Während andere Hersteller mit immer höheren Megapixel-Zahlen werben, setzt Apple seit Jahren auf Sensorgröße, Pixel-Binning und Software-Bildverarbeitung. Die Logik dahinter: Ein guter 48-MP-Sensor mit großer Sensorfläche produziert in den meisten Situationen bessere Fotos als ein 200-MP-Sensor mit kleineren Einzelpixeln.
Das iPhone 18 Pro setzt andere Akzente
Das kommende iPhone 18 Pro bleibt auf dem bewährten 48-MP-Niveau, geht aber in anderen Bereichen neue Wege. Die Hauptkamera soll mit einer variablen Blende ausgestattet sein – einer Funktion, die bisher nur von professionellen Spiegelreflex- und Systemkameras bekannt war. Damit lässt sich die Tiefenschärfe eines Fotos direkt bei der Aufnahme anpassen, ohne Software-Tricks.
Die Telekamera soll ebenfalls auf 48 Megapixel aufgerüstet werden, mit längerer Brennweite und größerer Blende. Diese Kombination bringt in der Praxis oft mehr Bildqualitätsgewinn als ein schierer Sprung auf 200 Megapixel – zumindest nach Apples Lesart.
Apples 200-MP-Fahrplan: Wo der Widerspruch liegt
Die neue Einschätzung widerspricht etwas früheren Prognosen. Morgan Stanley berichtete im Januar, dass Apple an einem 200-MP-Kamerasensor fürs iPhone arbeite und die Technologie näher als gedacht sei. Digital Chat Station ging im März noch von einem möglichen Release 2027 aus. Jetzt heißt es: frühestens 2028.
Diese sich verschiebenden Zeitpläne sind typisch für Apples Hardware-Entwicklung. Das Unternehmen testet neue Technologien oft jahrelang in Prototypen, bevor sie Serienreife erreichen. Die Tatsache, dass Apple einen 200-MP-Sensor bereits evaluiert hat, bedeutet nicht automatisch, dass er auch bald kommt – es bedeutet nur, dass die Technologie ernsthaft im Haus ist.
Warum 2028 strategisch Sinn ergeben könnte
Ein Release 2028 würde zum iPhone 20 passen – einem Jubiläumsmodell, das Apple wahrscheinlich mit besonderen Features ausstatten möchte. Das iPhone hat 2007 erstmals das Licht der Welt erblickt; ein großes Jubiläum wäre ein guter Anlass für eine komplett neu gedachte Kamera-Architektur mit 200-MP-Sensor und möglicherweise weiteren Durchbrüchen wie einer Under-Display-Kamera oder neuen AR-Features.
Bis dahin dürfte Apple die aktuelle 48-MP-Strategie weiter verfeinern. Das iPhone Pro – das 2027 erwartet wird – würde damit ebenfalls noch auf 48-MP-Basis laufen, aber mit Verbesserungen in Bereichen wie Bildverarbeitung, Optik und Niedriglicht-Performance.
Was das für Käufer bedeutet
Wer gerade auf einen 200-MP-Sensor im iPhone wartet, muss sich noch etwas gedulden. Die gute Nachricht: Auch ohne 200 Megapixel wird das iPhone 18 Pro erhebliche Kamera-Verbesserungen bringen – insbesondere durch die variable Blende und die längere Telebrennweite.
Und langfristig ist 200 Megapixel für Apple offensichtlich ein Thema. Die Frage ist nicht ob, sondern wann – und die aktuelle Antwort lautet: frühestens 2028. (Bild: Shutterstock / Lukas Gojda)
- Apple Glasses: Launch für Ende 2026 geplant – Druck von Meta wächst
- iPhone 18: Apple senkt Spezifikationen zur Kostenreduktion
- iPhone Ultra: Apple setzt auf Camera Control und verzichtet auf SIM-Karte
- iOS 27: Vier iPhone-Modelle verlieren Update-Unterstützung
- iPhone 18 Pro: Neues Bild zeigt die vier erwarteten Farben
- iOS 27: Home-Bildschirm bekommt Undo- und Redo-Funktion
- Siri in iOS 27: Apple hat das neue Design bereits in der WWDC-Einladung versteckt
- Neuer Mac Studio kommt möglicherweise erst im Oktober
- MacBook Ultra: Launch wegen Speicherkrise leicht verzögert
- iPhone 18 Pro: Vier Farben geleakt – darunter das neue Dark Cherry
- iOS 27: Leak enthüllt vier neue Features, inklusive Wallet-Upgrade
- Apple Stores können bald Apple Watch Software vor Ort wiederherstellen
- Apple schickt Siri-Ingenieure ins KI-Coding-Bootcamp
- iPad Air bekommt 2027 ein OLED-Display
- iPhone Ultra: Massenproduktion verzögert sich auf August
- MacBook Neo 2: A19-Pro-Chip bringt 12 GB RAM und mehr GPU-Leistung
- iPhone 18 Pro: Neues Leak stützt Gerücht um Deep Red Farboption
- iPhone Ultra: Hightech-Kleber soll die Displayfalte unsichtbar machen
- Apple Glasses: Vier Designs in der Testphase
- iPhone 18 Pro: Design noch nicht endgültig entschieden
- iPhone Ultra: Preis soll über 2.000 US-Dollar liegen
- iPhone Air 2 kommt trotz schwacher Verkaufszahlen
- iPhone Fold: Samsung liefert exklusiv das Falt-Display
- iPhone Fold: Gurman widerspricht Verzögerungsbericht



