Apple testet laut einem neuen Leak gleich vier größere Kamera-Neuerungen für kommende iPhone-Generationen. Den Auftakt macht das iPhone 18 Pro im Herbst mit der variablen Blende. Die anderen drei Upgrades sind für spätere Modelle geplant – inklusive eines 200-Megapixel-Tele-Sensors.
Die Kamera ist seit Jahren das wichtigste Verkaufsargument für iPhone-Pro-Modelle. Während sich bei Display und Gehäuse oft nur kleine Änderungen zeigen, investiert Apple bei der Kamera jährlich in substanzielle Verbesserungen. Ein neuer Bericht des chinesischen Leakers Digital Chat Station zeigt jetzt den Fahrplan für die kommenden Generationen – und er ist ambitionierter, als viele erwartet hatten.
Digital Chat Station hat in den letzten Monaten mehrfach zuverlässig über iPhone-Komponenten berichtet. Laut seinen Quellen plant Apple vier konkrete Kamera-Upgrades: die variable Blende, einen deutlich größeren Hauptsensor, bessere Bildstabilisierung für die Ultra-Weitwinkel-Kamera und eine 200-Megapixel-Periskop-Telekamera. Nur das erste dieser Features ist für das iPhone 18 Pro gesichert – die anderen drei sind für spätere Generationen geplant, mit teils unbekanntem Zeitrahmen.
Stufe 1: Variable Blende (iPhone 18 Pro, September 2026)
Die variable Blende ist die am besten dokumentierte Neuerung. Apple-Analyst Ming-Chi Kuo hatte sie bereits im Dezember 2024 für das iPhone 18 Pro angekündigt, und inzwischen hat Sunny Optical die Produktion der benötigten Aktuatoren aufgenommen.
Die technische Neuerung ist substanziell: Bisher hatten alle iPhones – vom iPhone 14 Pro bis zum iPhone 17 Pro – eine feste Blende von ƒ/1.78. Die Hauptkamera lässt also immer gleich viel Licht durch, egal ob man bei Sonne oder Kerzenlicht fotografiert. Die variable Blende ändert das: Bei wenig Licht öffnet sie sich maximal für hellere Bilder, bei grellem Licht schließt sie sich, um Überbelichtung zu verhindern. Außerdem bekommen Nutzer mehr Kontrolle über die Tiefenschärfe – ein Feature, das bisher nur professionelle Systemkameras boten.
Für das iPhone 18 Pro ist das das entscheidende Kamera-Upgrade. In Kombination mit den vier neuen Farben inklusive Dark Cherry und einer verbesserten Telekamera wird die kommende Generation deutlich mehr zu bieten haben als nur kosmetische Anpassungen.
Stufe 2: Ultra-großer Hauptsensor (Timing unklar)
Der zweite Upgrade-Schritt dreht sich um einen neuen Hauptsensor mit 1/1,12 Zoll Größe – eine seltsame Bezeichnung, die kurz Erklärung braucht. Der Wert „1/1,12 Zoll“ stammt aus historischen Video-Röhren-Formaten und bezeichnet nicht die tatsächliche Diagonale des Sensors. In der Praxis entspricht das einer Diagonale von etwa 14,5 Millimeter – weit weniger als die Bezeichnung suggeriert, aber für Smartphones trotzdem riesig.
Zum Vergleich: Der Hauptsensor im iPhone 17 Pro hat 1/1,28 Zoll. Der neue Sensor wäre also deutlich größer, mit entsprechend besserer Leistung bei wenig Licht, größerem Dynamikumfang und weniger Bildrauschen. Genau derselbe Sensor – Sonys LYT-901 – kommt bereits im Vivo X300 Ultra zum Einsatz. Apple würde hier also mit einer Verzögerung auf Sensor-Technologie setzen, die chinesische Hersteller schon länger nutzen.
Wann dieser Sensor in ein iPhone kommt, ist offen. Spekulativ käme das iPhone 19 Pro oder das iPhone 20 Pro in Frage – je nachdem, wie schnell Apple die benötigte Lieferkette aufbauen kann.
Stufe 3: Bessere Stabilisierung für Ultra-Weitwinkel
Das dritte geplante Upgrade betrifft die optische Bildstabilisierung (OIS) der Ultra-Weitwinkel-Kamera. Aktuell ist OIS primär auf der Haupt- und Telekamera aktiv. Beim Ultra-Weitwinkel verzichtet Apple bisher – vermutlich weil die kurze Brennweite solcher Objektive Verwacklungen ohnehin kaum sichtbar macht.
Mit dem geplanten Upgrade würde sich das ändern. Bessere Stabilisierung beim Ultra-Weitwinkel bringt vor allem bei Video-Aufnahmen erhebliche Vorteile – besonders bei schnellen Kameraführungen oder Aufnahmen aus der Hand in schwierigen Lichtverhältnissen. Für Videografen wäre das ein spürbarer Fortschritt.
Stufe 4: 200-Megapixel-Periskop-Tele (frühestens 2028)
Der ambitionierteste Teil des Plans ist die 200-Megapixel-Periskop-Telekamera. Wir haben bereits berichtet, dass die 200-MP-Telekamera frühestens 2028 kommt. Damit bleibt Apple deutlich hinter Konkurrenten wie Samsung zurück, die solche Sensoren bereits in ihren Flaggschiffen einsetzen.
Apples zurückhaltender Ansatz hat aber Methode: Statt einfach nur mehr Megapixel zu verbauen, setzt das Unternehmen auf Sensorgröße, optische Qualität und Software-Bildverarbeitung. Ein 200-MP-Sensor macht nur dann Sinn, wenn die Gesamtarchitektur drumherum das zusätzliche Datenvolumen auch nutzt. Apple arbeitet offenbar gerade genau an diesem Gesamtpaket.
iPhone: Was das strategisch bedeutet
Die vier geplanten Upgrades zeigen, wie durchdacht Apple seine Kamera-Roadmap aufstellt. Jedes Jahr ein bis zwei neue Features, die aufeinander aufbauen. Das iPhone 18 Pro startet mit der variablen Blende – die kommenden Generationen setzen Schritt für Schritt weitere Bausteine dazu.
Für Käufer des iPhone 18 Pro bedeutet das: Das Modell ist der Startpunkt einer neuen Kamera-Ära, aber nicht die Vollversion. Wer bereits weiß, dass er jedes Jahr auf das neueste iPhone umsteigt, bekommt mit jeder Generation spürbare Upgrades. Wer hingegen auf ein besonders zukunftssicheres Modell wartet, sollte wahrscheinlich auf das iPhone 20 Pro zum 20-jährigen-Jubiläum schauen – dann dürften gleich mehrere der geplanten Upgrades zusammenkommen.
Wer den vollständigen Überblick über alle bisherigen Leaks zum iPhone 18 Pro sucht, findet bei uns eine fortlaufend aktualisierte Zusammenfassung aller Gerüchte. (Bild: Shutterstock / Ekaterina_Minaeva)
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