Ein bisher exklusives Zifferblatt der Apple Watch Ultra wandert offenbar in einer abgespeckten Version auf die Series-Modelle. Was der Schritt für watchOS 27 bedeutet.
In den Wochen vor der WWDC sammeln sich traditionell Hinweise auf das, was Apple in der nächsten Apple-Watch-Software vorbereitet. Neue Zifferblätter gehören Jahr für Jahr zum festen Repertoire jeder watchOS-Version. Für watchOS 27 deutet jetzt ein Bericht aus dem Umfeld von Mark Gurman darauf hin, dass Apple ausgerechnet eines der bislang exklusivsten Watchfaces öffnet – das Modular Ultra. Es soll künftig in vereinfachter Form auch auf die Standard-Apple-Watches kommen.
Berichte zum Modular-Ultra-Update
Die Information stammt aus der aktuellen Sonntagsausgabe des „Power On“-Newsletters von Mark Gurman bei Bloomberg. Demnach testet Apple aktuell mehrere neue Watchfaces für watchOS 27. Im Fokus seines Berichts steht jedoch ein einziges davon: ein abgespecktes Modular Ultra.
Das Modular Ultra ist seit der Einführung der Apple Watch Ultra eines der prestigeträchtigsten Zifferblätter im Apple-Watch-Portfolio. Es wurde speziell für das größere Display der Ultra-Modelle entworfen und nutzt jeden verfügbaren Pixel: eine massive Uhr-Anzeige, ein zentrales großes Komplikationsfeld, eine Reihe drei kleinerer Komplikationen und zusätzliche Informationen entlang des gesamten Display-Rands. Auf der kleineren Series-Apple-Watch wäre dieses Konzept schlicht überladen – und genau hier setzt Apples Anpassung an.
Das ändert sich an der vereinfachten Variante
Die abgespeckte Version, die laut Gurman aktuell intern getestet wird, behält den charakteristischen Eindruck des Modular Ultra, verzichtet aber auf alles, was auf einem kleineren Display nicht mehr funktioniert.
Konkret entfallen folgende Elemente: die große zentrale Komplikation, die Reihe der drei kleinen Komplikationen oberhalb der Uhrzeit sowie die Informationen rund um die Lünette. Übrig bleibt eine deutlich klarere Aufteilung. Die Uhrzeit nimmt die oberen zwei Drittel des Displays ein, darunter folgt die Reihe der drei kleinen Komplikationen. Das Ergebnis: ein Zifferblatt, das die Optik des Modular Ultra erkennbar transportiert, dabei aber spürbar luftiger wirkt – und damit zum kompakteren Display der Series-Modelle passt.
Warum das Konzept für die Series-Modelle Sinn ergibt
Apple hat bei der Apple Watch Series 11 und der Apple Watch Ultra 3 zwar grundsätzlich getrennte Designsprachen für die Zifferblätter beibehalten, doch die Hardware nähert sich Jahr für Jahr an. Beide Modelle setzen auf den gleichen S10-Chip, beide unterstützen 5G, und beide haben dank LTPO3-OLED-Displays inzwischen vergleichbar hohe Bildwiederholraten. Eine ausführliche Gegenüberstellung der drei aktuellen Apple-Watch-Modelle haben wir in unserer Kaufberatung zu Ultra 3, Series 11 und SE 3 zusammengetragen.
Vor diesem Hintergrund ist es folgerichtig, dass Apple auch bei den Zifferblättern beginnt, die Grenzen ein Stück weit aufzuweichen. Wer die markante Modular-Ultra-Optik mochte, aber keine Ultra besitzt, bekommt mit watchOS 27 erstmals eine Möglichkeit, dieses Designprinzip auf der Series oder voraussichtlich auch auf der SE 3 zu nutzen.
Mehr als nur ein Watchface: Was sonst von watchOS 27 erwartet wird
Das angepasste Modular Ultra ist nur eines der neuen Zifferblätter, an denen Apple laut Gurman arbeitet. Welche weiteren Designs konkret in watchOS 27 landen, hat er bislang nicht beschrieben. Klar ist aber: Das Software-Update wird sich nicht nur in optischen Details erschöpfen.
Wie wir bereits berichtet haben, plant Apple mit watchOS 27 zwei zentrale inhaltliche Schwerpunkte – mehr KI-Funktionen sowie Verbesserungen unter der Haube. Details dazu findest du in unserer Übersicht zu watchOS 27, Apples KI-Fokus und der verbesserten Performance. Auch parallel laufende Themen wie der iOS-27-Kurs auf Bugfixes und Performance und die neue, intelligentere Siri sind eng mit dem watchOS-Jahr verknüpft.
Pride Luminance kommt schon vor watchOS 27
Bemerkenswert ist außerdem, dass Apple das Zifferblatt-Thema bereits vor der WWDC anfasst. Im Rahmen von watchOS 26.5 erscheint laut Gurman eine neue Pride-Luminance-Variante als Teil der jährlichen Pride-Kollektion. Pride-Wallpaper für iPhone und iPad gehören traditionell ebenfalls dazu, sind in den bisherigen Betas allerdings noch nicht aufgetaucht. Erscheinen dürften beide Elemente gemeinsam mit dem finalen iOS-26.5-Release im Mai.
Apples Strategie wird greifbarer
Der Schritt mit dem Modular Ultra ist klein, aber sinnbildlich. Apple lockert die strikte Trennung zwischen Ultra und Standard-Apple-Watch dort, wo es funktional sinnvoll ist – ohne den Premium-Charakter der Ultra zu beschädigen. Die Ultra bleibt das Modell mit dem größten Display und der maximalen Informationsdichte, doch das ikonische Look-and-feel erreicht erstmals auch das breitere Publikum. Wie umfassend Apple diese Strategie auf watchOS 27 ausweitet, wird die WWDC am 8. Juni zeigen. Was darüber hinaus auf der Konferenz erwartet wird, haben wir bereits in unserer WWDC-2026-Übersicht gebündelt. (Bild: Shutterstock / frantic00)
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