Der Speicher ist längst der teuerste Posten im iPhone, und 2027 wird er noch teurer. Apple soll bereits höhere Preise von Samsung für das erste Quartal akzeptiert haben, und eine Entspannung ist in der Lieferkette nicht in Sicht. Das trifft genau die Monate, in denen iPhone 18 und iPhone 18e erscheinen.
Laut einem Bericht von Digitimes hat Apple die deutlich höheren Speicherpreise von Samsung Electronics für das erste Quartal 2027 angenommen. Konkrete Zahlen nennt ein Bericht des chinesischen Wirtschaftsportals Jiemian vom 15. September, der sich auf Quellen aus der Lieferkette beruft.
Bei den aktuellen Geräten ist die Entwicklung bereits im Preisschild angekommen. Das iPhone 18 Pro startet in Deutschland bei 1.449 Euro, 150 Euro über dem Vorgänger, in den USA betrug der Aufschlag beim Einstiegsmodell 100 Dollar.
Das Wichtigste in Kürze
- Apple soll Samsungs Speicherpreise für das erste Quartal 2027 akzeptiert haben.
- Genannt werden knapp 2,00 Dollar pro Gigabit für DRAM und knapp 0,33 Dollar pro Gigabit für NAND-Flash.
- Gegenüber den Preisen des dritten Quartals 2026 wären das 30 bis 40 Prozent mehr.
- Das Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage soll sich 2027 weiter verschärfen, der Marktstart von iPhone 18 und 18e fällt mitten hinein.
Was über den neuen Speicherpreis berichtet wird
Nach dem Bericht aus China zahlt Apple im ersten Quartal 2027 für DRAM, also den Arbeitsspeicher, knapp 2,00 Dollar pro Gigabit. Für NAND-Flash, aus dem der Gerätespeicher besteht, sind es knapp 0,33 Dollar pro Gigabit. Beide Werte sollen 30 bis 40 Prozent über den Konditionen für das dritte Quartal 2026 liegen.
Beide Berichte stützen sich auf Angaben aus der Zulieferkette, ein Vertragsdokument oder eine Mengenangabe nennen sie nicht. Dass das erste Quartal ein Ausreißer bleibt, ist dagegen nicht zu erwarten: Speicherhersteller schließen laut Digitimes vom 14. September weiter langfristige Lieferverträge ab, und das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage soll sich 2027 noch verschärfen.
Warum Speicher knapp bleibt
Samsung, SK Hynix und Micron richten ihre Fertigung seit Monaten stärker auf Speicher für KI-Rechenzentren aus, vor allem auf High Bandwidth Memory. Für herkömmlichen Smartphone-Speicher bleibt dadurch weniger Kapazität, und die Hersteller können ihre Preise durchsetzen.
Wie stark das auf das iPhone durchschlägt, hatte das Marktforschungsunternehmen TrendForce im August geschätzt: Die Materialkosten des iPhone 18 Pro sollen um 38 Prozent steigen, der Speicher sei dabei der mit Abstand teuerste Bestandteil. Die jetzt genannten Preise für Anfang 2027 kommen zu diesem Stand noch hinzu.
Die Rechnung landet beim iPhone 18 im Frühjahr
Das iPhone 18 Pro zeigt, wie Apple mit den Speicherkosten umgeht. In Deutschland stieg der Einstieg mit 256 GB um 150 Euro, die 1-TB-Stufe um 400 Euro und die 2-TB-Stufe des Pro Max um 650 Euro. Die größten Aufschläge liegen damit dort, wo am meisten Speicher verbaut ist.
Wir rechnen damit, dass Apple beim iPhone 18 und beim iPhone 18e im Frühjahr ähnlich vorgeht und die höheren Einkaufspreise vor allem über die größeren Speicherstufen weitergibt. Planst du den Kauf eines der beiden Modelle, lohnt es sich, den eigenen Bedarf vorher ehrlich zu prüfen. Wie viel Platz tatsächlich gebraucht wird, zeigt sich oft erst beim Blick auf Systemdaten und belegten Speicher auf dem iPhone.
Würdest du im Frühjahr beim iPhone 18 lieber zur kleinsten Speicherstufe greifen, wenn größere Varianten deutlich teurer werden, oder ist dir der Platz den Aufpreis wert? Schreib uns deine Rechnung in die Kommentare.


