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iPhone 18 Pro: Materialkosten steigen um 38 Prozent

Milan Jovicic by Milan Jovicic
10. August 2026 - 15:18 CEST
in Apple Gerüchte
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Rückseite eines silbernen iPhone 17 Pro Max auf dunklem Untergrund – beim Nachfolger sollen die iPhone 18 Pro Materialkosten um 38 Prozent höher liegen

Das iPhone 17 Pro Max – der Nachfolger soll Apple in den Bauteilen deutlich mehr kosten. (Bild: Apfelpatient)

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Der Speicher im iPhone kostet Apple inzwischen mehr als Display und Prozessor zusammen. Eine neue Marktanalyse beziffert den Aufschlag bei den Bauteilen des iPhone 18 Pro auf 38 Prozent – und rechnet damit, dass Apple einen Teil davon selbst trägt.

Die Speicherkrise wandert seit Monaten durch Apples Produktpalette. Im Juni traf sie Macs, iPads und die Vision Pro, die iPhone-Reihe blieb bei jener Runde ausgenommen. Wie teuer die nächste Generation für Apple im Einkauf wird, lässt sich nun erstmals beziffern.

Das Marktforschungsunternehmen TrendForce hat die Materialkosten des kommenden Modells geschätzt und die Ergebnisse in einer Mitteilung zum Smartphone-Markt veröffentlicht. TrendForce arbeitet mit Lieferketten- und Preisdaten und veröffentlicht regelmäßig Speichermarkt-Indizes; es handelt sich um eine Schätzung auf dieser Datenbasis, nicht um eine Zerlegung eines fertigen Geräts oder eine Angabe von Apple.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Materialkosten des iPhone 18 Pro mit 256 GB sollen rund 38 Prozent über denen des Vorgängers liegen.
  • Der Speicher wäre damit der mit Abstand teuerste Bestandteil und würde Display und Prozessor von den vorderen Plätzen verdrängen.
  • Apple soll einen Teil des Aufschlags über die eigene Marge auffangen, statt ihn vollständig weiterzugeben.
  • Auch die Preise älterer iPhone-Modelle könnten mit dem Start der neuen Generation angehoben werden.

Speicher verdrängt Display und Prozessor

Die Materialkosten – in der Branche als Bill of Materials geführt – umfassen nur die verbauten Bauteile, nicht Fertigung, Entwicklung oder Marketing. Innerhalb dieser Rechnung hat sich das Gewicht der Komponenten binnen eines Jahres grundlegend verschoben.

ZeitraumAnteil des Speichers an den Materialkosten
Vor einem Jahr (Pro-Modell, 256 GB)rund 10 Prozent
Drittes Quartal 2026rund 34 Prozent
Erstes Halbjahr 2027über 40 Prozent

Display und Anwendungsprozessor, bislang die beiden größten Posten, sollen bis dahin auf einstellige Prozentwerte zurückfallen. Nicht weil sie günstiger würden, sondern weil der Speicher den Rest der Rechnung dominiert.

Den Hintergrund liefert der Speichermarkt selbst: Die Preise haben sich seit Anfang 2025 verfünf- bis versiebenfacht. Wie angespannt die Lage ist, zeigt sich auch daran, dass Apple inzwischen Speicher eines chinesischen Herstellers testet, der politisch heikel und obendrein nicht günstiger ist.

Warum die Rechnung nicht eins zu eins im Ladenpreis landet

Aus 38 Prozent höheren Bauteilkosten folgt kein um 38 Prozent teureres iPhone. Die Materialkosten machen nur einen Teil der Gesamtkosten aus, und Apple kalkuliert traditionell mit einer Bruttomarge, die Spielraum lässt.

Genau diesen Spielraum sieht die Analyse als Puffer. TrendForce erwartet, dass Apple dem Muster der jüngsten MacBook-Einführungen folgt und einen Teil der Marge opfert, um den Aufschlag für Kundschaft erträglich zu halten und die Stückzahlen zu sichern. Bei den Macs fiel die Erhöhung ebenfalls geringer aus, als es die reinen Kosten hergegeben hätten.

Für das iPhone 18 Pro kursieren bereits konkrete Prognosen; zuletzt war von einem Aufschlag von bis zu 300 Dollar die Rede. Diese Dollar-Werte lassen sich nicht in Europreise umrechnen – Apple staffelt Anhebungen je Markt unterschiedlich, wie die Juni-Runde gezeigt hat.

Auch ältere Modelle könnten teurer werden

Ein Punkt der Analyse betrifft nicht das kommende Gerät, sondern die bereits erhältlichen. Apple könnte demnach die Preise älterer iPhone-Modelle zeitgleich mit dem Start der neuen Generation anheben und die Kostendeckung so über die gesamte Reihe verteilen.

Android-Hersteller trifft es härter

Apple steht mit dem Problem nicht allein, hat aber die besseren Voraussetzungen. Wer mit dünneren Margen kalkuliert, kann weniger davon abgeben – Android-Anbieter müssten einen größeren Anteil der Kosten an ihre Kundschaft durchreichen und entsprechend stärker an den Preisen drehen.

Besonders eng wird es in der Einstiegs- und Mittelklasse. Dort rechnet die Analyse damit, dass einzelne Produktlinien in die Verlustzone rutschen und deshalb eingestellt werden könnten. Für die weltweite Smartphone-Produktion erwartet TrendForce deshalb bis 2027 anhaltenden Druck nach unten. Dass die Speicherkrise die Anbieter unterschiedlich hart trifft, hat sich in den Marktanteilen bereits gezeigt.

Was die Kostenrechnung für Käufer hierzulande heißt

Die Zahl selbst ist eine Schätzung und kein Preisschild. Belastbar ist an ihr die Richtung: Ein Bauteil, das vor einem Jahr ein Zehntel der Materialkosten ausmachte und heute ein Drittel, verschwindet nicht wieder aus der Rechnung. Wir erwarten deshalb, dass die kommende iPhone-Generation teurer wird – und dass der Aufschlag eher in den Speicherstufen sichtbar wird als im Einstiegspreis, weil dort die Kosten tatsächlich anfallen.

Praktisch heißt das für dich: Liebäugelst du mit einem aktuellen iPhone 17 Pro, solltest du zugreifen. Willst du dagegen auf die neue Generation warten, solltest du beim Vergleich auf die Speichergröße achten statt nur auf den Startpreis – die Frage, was 512 GB oder 1 TB kosten, dürfte im September wichtiger werden als bisher. Welches Modell überhaupt zu deiner Nutzung passt, klärt unsere Kaufberatung zu iPhone 17, Air und 17e.

Was Apple im September tatsächlich aufruft, steht im Zusammenhang mit allem, was zur neuen Reihe erwartet wird – gesammelt in unserer Übersicht zum iPhone 18 Pro. (Bild: Apfelpatient)

  • iPhone Ultra 3: Größere Displays für die dritte Generation
  • Apple Upgrade: iPhone sollte fertig eingerichtet ankommen
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Tags: iPhoneiPhone 18iPhone 2026
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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