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Apple prüft KI-Server mit M8-Chips und Nvidia-Technik

Milan Jovicic by Milan Jovicic
16. September 2026 - 17:18 CEST
in Apple Gerüchte
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Apple KI-Server: Gasse zwischen Server-Racks in Apples Werk in Houston, Mitarbeitende in Schutzkleidung prüfen die Geräte

Server-Fertigung in Apples Werk in Houston, hier entstehen die Server für Private Cloud Compute (Bild: Apple)

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Apple hat den Servermarkt 2011 mit dem Xserve verlassen. Jetzt soll ein neuer Anlauf in Arbeit sein, diesmal für Unternehmen, die KI-Modelle auf eigener Hardware betreiben wollen. Ausgerechnet Nvidia könnte dafür ein Schlüsselbauteil liefern.

Apple entwickelt Pläne für einen Server mit eigenen Chips, der an externe Kunden verkauft werden soll. Das berichtet The Information unter Berufung auf Personen, die mit dem Projekt vertraut sind. Grundlage sollen Chips der M8-Generation sein, für die Verbindung der Prozessoren untereinander hat Apple demnach mit Nvidia gesprochen.

Hintergrund ist die Nachfrage aus der KI-Branche. Unternehmen kaufen Mac mini und Mac Studio in großen Stückzahlen, um KI-Modelle lokal zu betreiben – die KI-Nachfrage nach Mac mini und Mac Studio hatte Apple nach einem früheren Bericht derselben Zeitung überrascht. Ein eigener Server wäre der Schritt von Desktop-Rechnern zu Geräten für das Rechenzentrum.

Das Wichtigste in Kürze

  • Apple soll einen KI-Server mit Chips der M8-Generation für externe Kunden erwägen.
  • Im Gespräch ist Nvidias Verbindungstechnik NVLink Fusion, um mehrere Apple-Chips zu koppeln.
  • Ein möglicher Marktstart wird für 2029 genannt, das Projekt kann laut Bericht vorher eingestellt werden.
  • Apple-Chef John Ternus soll das Vorhaben unterstützt haben, als die Arbeit vor rund einem Jahr begann.

Was über den geplanten Server bekannt ist

Der Server soll sich an Unternehmen richten, die KI-Modelle auf eigener Hardware betreiben wollen. Im Mittelpunkt steht laut Bericht die Inferenz, also das Erzeugen von Antworten aus bereits trainierten Modellen.

Beschlossen ist nichts. Weder der Server selbst noch eine Vereinbarung mit Nvidia sollen endgültig feststehen. Als möglicher Zeitraum für den Marktstart gilt 2029, eine Einstellung vorher ist ausdrücklich möglich. Bis dahin lägen gut drei Jahre zwischen heute und dem Start – und 18 Jahre seit dem Ende des Xserve.

Angestoßen wurde das Projekt laut Bericht vor rund einem Jahr, als John Ternus noch die Hardwareentwicklung leitete. Er soll die Arbeit damals unterstützt haben. Seit dem 1. September führt er Apple als CEO.

Welche Rolle Nvidia spielen könnte

Eine der geprüften Optionen ist NVLink Fusion. Nvidia bietet darüber Hardware und Software an, mit der sich Daten zwischen Chips austauschen lassen – auch zwischen Prozessoren anderer Hersteller. Apple könnte damit mehrere M8-Chips in einem System verbinden.

Für Nvidia wäre das eine ungewöhnliche Konstellation. Das Unternehmen würde Technik für ein Apple-Produkt liefern, das mit den eigenen KI-Systemen konkurrieren könnte. Gleichzeitig passt es zur Strategie hinter NVLink Fusion, die Verbindungstechnik auch Firmen mit eigenen Prozessoren zu verkaufen.

Die Zusammenarbeit wäre nicht die erste. Apple lässt das leistungsstärkste Modell der dritten Foundation-Model-Generation auf Nvidia-GPUs in Servern von Google laufen, die ausschließlich für Apple reserviert sind. Wie dieser Aufbau funktioniert, beschreibt die Übersicht zu Apple Intelligence und Datenschutz.

Warum Apple nicht einfach die eigene Technik nutzt

Eigene Server-Hardware hat Apple bereits. Sie läuft in Private Cloud Compute, der Infrastruktur für Apple-Intelligence-Anfragen, die das Gerät nicht selbst verarbeitet. Laut Bericht würde es aber Kosten- und Geschwindigkeitsprobleme bringen, Apples bestehende Chip-Verbindungen auf Servergröße zu skalieren – deshalb der Blick zu Nvidia.

Anfragen von Partnern, die Private-Cloud-Compute-Server selbst zu nutzen, soll Apple abgelehnt haben. Die eigene Server-Infrastruktur stand schon im Frühjahr in der Kritik, als Berichte von ungenutzten KI-Servern bei Apple auf Basis modifizierter M2-Ultra-Chips sprachen.

Was der Mac Studio heute schon leistet

Für lokale KI-Inferenz verkauft Apple bereits Hardware. Der Mac Studio mit M5 Ultra lässt sich mit bis zu 512 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher bestellen – eine Konfiguration, die laut Apple Ende Oktober kommt. Die Rückkehr der 512 GB im Mac Studio war einer der Kernpunkte der Vorstellung im August.

Mehrere Geräte lassen sich außerdem koppeln. Laut Apples Mitteilung zum neuen Mac Studio ermöglicht Thunderbolt 5 Cluster aus mehreren Mac Studio, die bei verteilter KI-Inferenz bis zu dreimal schneller arbeiten als ein Einzelsystem. Die Verbindung zwischen den Chips ist zugleich der Punkt, den Apple laut Bericht für einen Server nicht mit eigener Technik skalieren will.

Was Apple für ein Servergeschäft noch fehlt

Der Bericht selbst nennt die Hürden jenseits der Hardware. Apple bräuchte eine stärkere Betreuung von Geschäftskunden und mehr Software für KI-Entwickler, darunter weitere Investitionen in das eigene Framework MLX.

Die Quellenlage trägt eine Absicht, keinen Plan. The Information stützt sich auf Personen aus dem Projektumfeld, nicht auf Angaben von Apple oder Nvidia. Der genannte Zeitraum liegt drei Jahre in der Zukunft, und der Bericht hält eine Einstellung ausdrücklich für möglich.

Für Unternehmen, die jetzt lokale KI-Hardware brauchen, ändert sich damit nichts: Apples Angebot dafür bleibt bis auf Weiteres der Mac Studio, einzeln oder im Verbund über Thunderbolt 5.

Traust du Apple zu, im Rechenzentrum gegen Nvidia zu bestehen, oder bleibt der Mac Studio die realistischere KI-Maschine von Apple? Schreib uns deine Prognose in die Kommentare.

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Tags: Apple SiliconTechPatient
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Milan Jovicic

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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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