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Mac Studio: M5 Ultra holt 512 GB Arbeitsspeicher zurück

Milan Jovicic by Milan Jovicic
25. August 2026 - 15:36 CEST
in Apple News
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Mac Studio mit M5 Ultra in Silber von vorn mit zwei USB-C-Anschlüssen und SD-Kartensteckplatz

Bild: Apple

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Apple stellt den Mac Studio mit M5 Max und dem neuen M5 Ultra vor – mit bis zu 80 GPU-Kernen und einer Speicherausstattung, die im Frühjahr noch aus dem Konfigurator verschwunden war. Vier Geräte lassen sich künftig zu einem Rechenverbund koppeln. Die größte Ausbaustufe kommt allerdings später als der Rest.

Der Mac Studio war 2026 vor allem durch das aufgefallen, was er nicht mehr konnte: Über Monate strich Apple beim M3 Ultra eine Speicherstufe nach der anderen, bis am Ende nur noch 96 GB bestellbar waren. Mit der neuen Generation dreht sich das um. M5 Max und M5 Ultra bringen Neural Accelerators in jeden GPU-Kern, und die Spitzenkonfiguration steht wieder bei 512 GB Unified Memory. Wie sich das Gerät gegen die kleineren Desktops abgrenzt, zeigt unsere Kaufberatung zu Mac mini, Mac Studio und iMac.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Mac Studio kommt mit M5 Max und dem neuen M5 Ultra, dem bislang stärksten Apple-Chip
  • M5 Ultra bietet bis zu 36 CPU-Kerne, bis zu 80 GPU-Kerne und bis zu 512 GB Unified Memory
  • Die Speicherbandbreite steigt auf 1,2 TB/s, rund 50 Prozent mehr als bei der Vorgängergeneration
  • Über Thunderbolt 5 und RDMA lassen sich mehrere Geräte zu einem Rechenverbund koppeln
  • Vorbestellungen laufen ab heute, Auslieferung ab dem 22. September – die 512-GB-Variante folgt erst Ende Oktober

Der M5 Max zielt auf kompakte Profi-Arbeitsplätze

Die kleinere Ausbaustufe bringt eine 18-Kern-CPU mit sechs Super-Kernen und zwölf Performance-Kernen. Die GPU wächst auf bis zu 40 Kerne und arbeitet laut Apple bis zu 50 Prozent schneller als die Vorgängergeneration. Der Arbeitsspeicher reicht bis 128 GB bei bis zu 614 GB/s Bandbreite.

Bei der Verarbeitung von Prompts in LM Studio nennt Apple das 3,9-Fache gegenüber dem M4 Max, bei der Bildgenerierung aus Text das 3,5-Fache. In DaVinci Resolve Studio soll die Magic-Mask-Funktion dreimal so schnell laufen. Alle Vergleichswerte beziehen sich auf Messungen, die Apple im Juli 2026 vorgenommen hat.

Der M5 Ultra bringt Neural Accelerators erstmals in die Ultra-Klasse

Die Spitzenvariante skaliert auf bis zu 36 CPU-Kerne mit zwölf Super- und 24 Performance-Kernen sowie auf bis zu 80 GPU-Kerne – laut Apple die stärkste GPU, die je in einem Apple-Chip steckte. Entscheidend ist eine Neuerung: Neural Accelerators sitzen erstmals auch in den GPU-Kernen eines Ultra-Chips. Daraus ergibt sich bis zur 4,3-fachen KI-Rechenleistung gegenüber dem M3 Ultra und dem 9,8-Fachen gegenüber dem M1 Ultra.

Bei klassischer Rechenarbeit fällt der Sprung kleiner aus: Die Multithread-Leistung liegt beim 1,3-Fachen des M3 Ultra, die Grafikleistung beim 1,8-Fachen. Die Media Engine verdoppelt gegenüber dem M5 Max die Zahl der Encode- und Decode-Blöcke; Apple nennt bis zu 33 gleichzeitige Streams in 8K ProRes 422 bei 30 Bildern pro Sekunde.

MerkmalMac Studio mit M5 MaxMac Studio mit M5 Ultra
CPU18 Kernebis zu 36 Kerne
GPUbis zu 40 Kernebis zu 80 Kerne
Arbeitsspeicherbis 128 GBbis 512 GB
Speicherbandbreitebis 614 GB/s1,2 TB/s
Preis (Deutschland)ab 2.999 Euroab 6.599 Euro

Die 512 GB kehren zurück – nach einem Jahr des Streichens

Diese Zahl hat eine Vorgeschichte. Apple hatte den Mac Studio mit M3 Ultra im März 2025 mit bis zu 512 GB eingeführt und dies als größten Arbeitsspeicher beworben, der je in einem Personal Computer verbaut wurde. Ein Jahr später verschwand die 512-GB-Option aus dem Konfigurator, im April folgten Bestellstopps für weitere Konfigurationen im deutschen und US-Store, im Mai fiel auch die letzte verbliebene Upgrade-Stufe. Am Ende war der M3 Ultra ausschließlich mit 96 GB bestellbar. Ursache war die weltweite Knappheit bei Speicherchips.

Mit dem M5 Ultra steht die Spitzenkonfiguration wieder bei 512 GB, und die Bandbreite liegt mit 1,2 TB/s deutlich über den 819 GB/s des M3 Ultra. Welche Speichermenge für welche Arbeitslast tatsächlich sinnvoll ist, lässt sich anhand unserer RAM-Empfehlungen für Apple Silicon abschätzen – nachrüsten geht bei integriertem Speicher nicht.

Ein Vorbehalt bleibt: Diese Variante kommt erst Ende Oktober und damit gut fünf Wochen nach dem Rest der Reihe.

Vier Geräte als ein Rechner

Der Mac Studio unterstützt jetzt RDMA über Thunderbolt 5, also den direkten Zugriff auf den Speicher eines anderen Systems. Damit lassen sich mehrere Geräte zu einem gemeinsamen Speicherpool koppeln. Ein Verbund aus vier Mac Studio erreicht laut Apple bis zur dreifachen Geschwindigkeit bei verteilter KI-Inferenz gegenüber einem einzelnen Gerät.

Dazu kommt Core AI, ein neues Framework zum Erstellen, Ausführen und Bereitstellen von Modellen auf Apple Silicon, das CPU, GPU, Neural Engine und den gemeinsamen Speicher zusammenführt. Zusammen mit MLX richtet sich das an Entwickler, die vollständige Sprachmodelle lokal betreiben wollen – ohne laufende Kosten für Rechenzeit in der Cloud.

Anschlüsse: Wi-Fi 7 kommt erstmals in den Mac Studio

Der hauseigene N1-Chip bringt Wi-Fi 7 und Bluetooth 6 erstmals in dieses Modell. Thunderbolt 5 liefert bis zu 120 Gb/s, die SSD-Architektur setzt auf PCIe Gen 6 und arbeitet bis zu doppelt so schnell wie bisher. Neu ist außerdem Genlock über USB-C zur exakten Synchronisation von Display und Kamera, etwa einem iPhone 17 Pro.

Rückseite des Mac Studio M5 Ultra mit vier Thunderbolt-Anschlüssen, Ethernet, zwei USB-A, HDMI und Kopfhörerbuchse
Bild: Apple

Bis zu acht Displays lassen sich anschließen, alternativ vier Studio Display XDR mit voller 5K-Auflösung bei 120 Hz. Wie sich das zu den übrigen Modellen verhält, steht in unserer Übersicht dazu, wie viele externe Displays ein Mac unterstützt.

Ausgeliefert wird mit macOS 27, dessen Funktionsumfang seit Juni feststeht. Siri AI erscheint dort später im Jahr als Beta, zunächst für Systeme in englischer Spracheinstellung.

Preise und Verfügbarkeit

Vorbestellungen sind ab heute in 30 Ländern und Regionen möglich, ausgeliefert wird ab dem 22. September.

In Deutschland startet die Variante mit M5 Max bei 2.999 Euro, die mit M5 Ultra bei 6.599 Euro. In den USA liegen die Einstiegspreise bei 2.499 beziehungsweise 5.499 Dollar, für Bildungskunden dort bei 2.299 und 5.099 Dollar.

Beim Material gibt Apple einen Recycling-Anteil von 35 Prozent an, beim Aluminium des Gehäuses und den Seltenen Erden in den Magneten jeweils 100 Prozent. In der Fertigung stammen 40 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen.

Ein Chip-Fahrplan, der quer zur Namenslogik liegt

Wer die Mac-Reihe dieses Jahres nebeneinanderlegt, findet ein bemerkenswertes Muster: Der Mac mini bekommt heute den neuen M6 im Basismodell und den M5 Pro darüber, der Mac Studio dagegen M5 Max und M5 Ultra. Die Generationsnummer sagt damit wenig über die Leistungsklasse aus. Der Grund liegt in Apples Entscheidung, die Entwicklung von M6 Pro und M6 Max zugunsten der M7-Reihe einzustellen – oberhalb des Basischips gibt es in der M6-Generation schlicht nichts.

Praktisch heißt das für dich: Die Chipbezeichnung taugt beim Mac-Kauf nicht mehr als Wegweiser. Entscheidend sind Speichermenge, Bandbreite und die Zahl der GPU-Kerne. Das Zitat zur Vorstellung stammt entsprechend von Chefentwickler Johny Srouji, dessen Laufbahn über Apples Chipentwicklung führte.

Der Schreibtisch als Rechenzentrum

Auffällig ist, wie deutlich Apple den Mac Studio als lokale Alternative zur Cloud positioniert: gemeinsamer Speicherpool über mehrere Geräte, ein eigenes Framework für lokale Modelle, 512 GB in der Spitze. Das richtet sich an eine kleine, aber zahlungskräftige Gruppe – und beantwortet die Frage, warum Apple die großen Speicherstufen trotz anhaltender Chip-Knappheit zurückholt.

Wäre ein Verbund aus mehreren Geräten für dich überhaupt interessant – oder reicht dir ein einzelner Mac Studio mit viel Arbeitsspeicher? Schreib uns in die Kommentare, wie du lokal rechnest.

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Tags: Apple SiliconMacMac StudioOverview
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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