Während der globale Smartwatch-Markt zu Jahresbeginn nur leicht zulegte, zog die Apple Watch deutlich an. Ein neuer Marktbericht sieht Apple klar als treibende Kraft im Segment – mit einem Wachstum, das den Rest der Branche weit hinter sich lässt. Gesundheitsfunktionen und ein günstiges Einstiegsmodell sollen dabei eine zentrale Rolle gespielt haben.
Die Apple Watch gehört seit Jahren zu den meistverkauften Wearables überhaupt, doch das erste Quartal 2026 fiel besonders deutlich aus. Laut einer aktuellen Marktauswertung wuchs Apple im Smartwatch-Segment spürbar stärker als der Wettbewerb. Parallel entwickelt Apple die Uhr kontinuierlich weiter und stattet sie mit watchOS 27 unter anderem mit einem neuen App-Raster und smarteren Fitness-Funktionen aus. Die neuen Zahlen zeigen, dass diese Mischung aus Hardware und Software beim Publikum ankommt.
Deutlich schneller als der Gesamtmarkt
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Counterpoint Research legten die weltweiten Smartwatch-Lieferungen im ersten Quartal 2026 um vier Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Apple übertraf diesen Wert deutlich: Die Auslieferungen der Apple Watch stiegen um 21 Prozent, der Marktanteil kletterte auf 23 Prozent. Damit setzte sich Apple klar an die Spitze des Segments.
Wie sich die Konkurrenz schlägt
Hinter Apple behauptete Huawei den zweiten Platz mit einem Lieferplus von zwölf Prozent und einem Anteil von 17 Prozent. Xiaomi steigerte seine Auslieferungen um neun Prozent, Imoo um zwei Prozent – bei beiden blieb der Marktanteil unverändert. Deutlich unter Druck geriet dagegen Samsung: Die Lieferungen brachen um 28 Prozent ein, der Anteil sank um zwei Prozentpunkte.
| Marke | Lieferungen (Veränderung) | Marktanteil |
|---|---|---|
| Apple | +21 % | 23 % |
| Huawei | +12 % | 17 % |
| Xiaomi | +9 % | unverändert |
| Imoo | +2 % | unverändert |
| Samsung | −28 % | zwei Punkte niedriger |
Gesundheitsfunktionen und ein günstiges Modell als Treiber
Woher das Wachstum kommt, ordnet Counterpoint-Analystin Anshika Jain ein. Demnach entfiel über die Hälfte von Apples Auslieferungen auf Nordamerika, während China und Europa das schnellste Wachstum für die Marke verzeichneten. Als Gründe nennt sie spürbare Gesundheits-Neuerungen sowie das vergleichsweise günstige Einstiegsmodell Apple Watch SE 3, das neue Käufer angezogen habe. Apple positioniert die Uhr seit Jahren konsequent als Gesundheitsgerät, etwa mit Auswertungen zum Schlaf in den Wechseljahren.
Smartwatches werden im Schnitt teurer
Ein weiterer Punkt aus dem Bericht betrifft den Durchschnittspreis: Er stieg im Quartal um sechs Prozent. Als Ursachen nennt Counterpoint den Einbau verbesserter Sensoren und fortgeschrittener Technik für Gesundheitsüberwachung und KI-Funktionen. Hinzu komme die wachsende Nachfrage nach höherwertigen Modellen in aufstrebenden Märkten wie Indien.
Warum Speicherpreise die Uhren weniger treffen
Abschließend geht der Bericht auf die zuletzt gestiegenen Speicherpreise ein, die im Smartphone-Markt zunehmend ins Gewicht fallen. Bei Smartwatches dürfte ihr Einfluss dem Bericht zufolge deutlich geringer ausfallen, da die gesamten Materialkosten dieser Geräte niedriger liegen.
Apple baut seinen Vorsprung aus
Die Zahlen markieren eine spürbare Verschiebung an der Spitze des Smartwatch-Markts: Apple wächst, während mit Samsung ein direkter Wettbewerber kräftig verliert. Dass ausgerechnet Gesundheitsfunktionen und ein erschwingliches Modell als Wachstumstreiber genannt werden, passt zur Strategie der vergangenen Jahre – und dürfte mit kommenden Modellen wie der Apple Watch Ultra 4 weiter an Bedeutung gewinnen. (Bild: Shutterstock / Wongsakorn 2468)
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