Wer „Mit Apple anmelden“ oder „E-Mail-Adresse verbergen“ nutzt, erhält künftig Adressen einer einzigen, gemeinsamen Domain. Für die meisten Nutzer läuft die Umstellung unbemerkt – an einer Stelle ist sie jedoch alles andere als nebensächlich.
Mit „Mit Apple anmelden“ lassen sich Konten bei Apps und Diensten anlegen, ohne die eigene E-Mail-Adresse offenzulegen. Genau dieser Login-Dienst und die iCloud+-Funktion „E-Mail-Adresse verbergen“ sollen ihre bislang getrennten Adress-Domains zusammenführen. Apple hat die Änderung in einer Mitteilung an Entwickler angekündigt: Noch in diesem Sommer wandern beide Dienste auf die neue, gemeinsame Domain private.icloud.com.
Was sich an den Domains ändert
Bisher liefen die beiden Funktionen über unterschiedliche Adressräume. „Mit Apple anmelden“ stellte seine anonymisierten Adressen über die Domain privaterelay.appleid.com aus, während „E-Mail-Adresse verbergen“ auf icloud.comsetzte. Künftig vergeben beide Dienste neu erzeugte Adressen einheitlich unter private.icloud.com.
Die zufällig generierten Weiterleitungsadressen von „E-Mail-Adresse verbergen“ leiten weiterhin an den persönlichen Posteingang weiter – nur eben unter einheitlicher Domain. An der Funktionsweise selbst ändert sich nichts, lediglich der hintere Teil neuer Adressen wird vereinheitlicht.
Bestehende Adressen bleiben aktiv
Wer bereits Adressen auf den bisherigen Domains angelegt hat, muss nichts unternehmen. Apple stellt klar, dass die alten Adressen weiterhin funktionieren und Nachrichten ohne Unterbrechung weitergeleitet werden. Auch alle anderen Abläufe bleiben für Endnutzer unverändert – beide Datenschutz-Funktionen arbeiten wie gewohnt weiter.
Damit reiht sich die Neuerung in die Reihe der iCloud+-Werkzeuge ein, mit denen sich ein iPhone gezielt absichern lässt– von Private Relay bis zur Verschleierung der echten E-Mail-Adresse.
Was Entwickler und Mail-Anbieter beachten müssen
Anders sieht es auf der technischen Seite aus. Entwickler, deren Apps oder Websites „Mit Apple anmelden“ einsetzen, müssen sicherstellen, dass ihre Konten-Systeme, die E-Mail-Validierung und etwaige Allowlists die neue Domain private.icloud.com zusätzlich zu den bestehenden Domains akzeptieren. Andernfalls drohen abgelehnte Anmeldungen mit den neuen Adressen.
Auch E-Mail-Dienstanbieter stehen in der Pflicht: Domainbasierte Filter, Sperrlisten oder Routing-Regeln, die die bisherigen Relay-Domains ausdrücklich aufführen, sollten um private.icloud.com ergänzt werden. Wird die neue Domain dort nicht hinterlegt, können Nachrichten fälschlich aussortiert werden.
Für Nutzer Routine, für Entwickler Pflichtprogramm
Hinter der Umstellung steckt vor allem Konsistenz: Statt zweier separater Adressräume bündelt Apple seine privaten Weiterleitungsdienste unter einer klar benannten Domain. Für die meisten Nutzer ist das eine Änderung, die im Hintergrund abläuft – während App-Anbieter und Mail-Dienste rechtzeitig nachziehen sollten, damit Adressen auf private.icloud.com von Beginn an reibungslos durchlaufen. (Bild: Apple)
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