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WhatsApp bringt Multi-Account-Support breiter auf das iPhone

by Milan
12. Juni 2026
in News
WhatsApp Multi-Account iPhone

Bild: Shutterstock / Diego Thomazini

Wer beruflich und privat über getrennte Nummern erreichbar sein will, musste auf dem iPhone bislang zu einem zweiten Gerät oder zu Umwegen greifen. Genau dieser Zwang fällt nun weg: WhatsApp verteilt seinen Multi-Account-Support deutlich breiter über den App Store. Zwei vollständig getrennte Konten laufen damit parallel in einer einzigen App.

WhatsApp hat seine iPhone-App in den vergangenen Monaten Schritt für Schritt erweitert – zuletzt etwa mit dem kostenpflichtigen WhatsApp-Plus-Abo auf dem iPhone. Die Möglichkeit, mehrere Konten innerhalb derselben App zu verwalten, zählte dabei zu den am längsten geforderten Funktionen überhaupt. Auf Android-Geräten ist der Mehrfach-Account seit 2023 verfügbar, während iPhone-Nutzer bislang außen vor blieben. Erste Spuren des Features hatte der auf WhatsApp spezialisierte Dienst WABetaInfo bereits im App-Code entdeckt – gemeinsam mit den Grundlagen für das geplante Nutzernamen-System. Im November 2025 startete dann eine Beta-Phase auf dem iPhone, und seit einigen Monaten ist die Funktion offiziell angekündigt. Jetzt erreicht sie über die reguläre App-Store-Version einen deutlich größeren Kreis.

Was der zweite Account leistet

Mit dem Multi-Account-Support lassen sich zwei separate WhatsApp-Konten auf demselben iPhone betreiben – ohne ein zweites Telefon und ohne den Umweg über die Business-App. Beide Accounts bleiben strikt voneinander getrennt: Jeder behält seine eigenen Chats, Benachrichtigungen, Einstellungen und Datenschutz-Optionen. Damit eignet sich die Funktion vor allem dazu, berufliche und private Konversationen sauber auseinanderzuhalten. Die Obergrenze liegt aktuell bei zwei Konten pro Gerät. Voraussetzung ist jeweils eine eigene Rufnummer für den zweiten Account.

So lässt sich ein zweiter Account einrichten

Ob die Funktion bereits freigeschaltet ist, zeigt ein Blick in die App-Einstellungen: Unter Einstellungen → Account taucht dort die Option auf, einen weiteren Account hinzuzufügen. Erscheint sie, läuft die Einrichtung über denselben Ablauf wie bei der erstmaligen Registrierung von WhatsApp. Es gibt zwei Wege: Entweder wird eine neue Telefonnummer registriert, oder ein bereits bestehendes Konto wird per QR-Code-Scan als verknüpftes Gerät eingebunden. Nach der Bestätigung über den Verifizierungscode steht der zweite Account bereit.

WhatsApp Multi-Account iPhone
Bild: Apfelpatient

Schneller Wechsel zwischen den Konten

Ist die Einrichtung abgeschlossen, erfolgt der Wechsel zwischen den Accounts direkt im Account-Menü. WhatsApp kennzeichnet dabei deutlich, welches Konto gerade aktiv ist, sodass Nachrichten nicht versehentlich aus dem falschen Profil verschickt werden. Bei Konten, die zusätzlich abgesichert sind, greift beim Umschalten die Authentifizierung per Face ID oder Touch ID. So bleibt der Zugriff auf das jeweils andere Profil geschützt, auch wenn beide auf demselben Gerät liegen.

Warum noch nicht jeder die Funktion sieht

Auch wenn das Feature schon vor einigen Monaten offiziell angekündigt wurde, konnten zunächst nicht alle Nutzer sofort ein zweites Konto anlegen – die Verfügbarkeit war auf einen begrenzten Kreis beschränkt. Dieses gestaffelte Vorgehen ist für WhatsApp typisch: Funktionen erreichen die breite Nutzerschaft oft erst nach und nach. Das Liquid-Glass-Redesign brauchte über sieben Monate, um nach der ersten Testphase einen größeren Kreis zu erreichen – und selbst jetzt ist es nicht bei allen angekommen. Wer die Multi-Account-Option noch nicht findet, muss sich also voraussichtlich nur etwas gedulden.

Ein lang gefordertes Feature kommt in der Breite an

Mit dem breiteren Rollout schließt WhatsApp eine Lücke, die auf dem iPhone jahrelang nur über zweite Geräte oder Drittanbieter-Apps zu umgehen war. Das ergänzende Nutzernamen-System befindet sich weiterhin in Entwicklung, sodass beim WhatsApp-Konto auf dem iPhone in den kommenden Monaten weitere Neuerungen anstehen dürften. (Bild: Shutterstock / Diego Thomazini)

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Tags: MetaWhatsApp
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