Nach dem ersten Test in der Android-Beta erreicht WhatsApp Plus jetzt auch iPhone-Nutzer. Der Rollout läuft zunächst nur in kleinem Umfang, doch erste Konditionen und Funktionen sind bereits sichtbar – und werfen die Frage auf, ob sich das Abo überhaupt lohnt.
Meta hatte das kostenpflichtige WhatsApp-Plus-Modell vor wenigen Wochen in der Android-Beta gestartet und damit ein neues Monetarisierungs-Kapitel für den Messenger eingeläutet. Die nun beginnende iOS-Ausrollung kommt für aufmerksame Beobachter nicht überraschend – ungewöhnlicher ist eher, wie überschaubar das Funktionspaket ausfällt, das WhatsApp seinen Nutzern künftig für rund 2,49 Euro im Monat anbietet.
Der iOS-Rollout startet – aber nur tröpfchenweise
Zunächst hat nur ein kleiner Kreis von iPhone-Nutzern Zugang zum Abo, weitere Accounts sollen in den kommenden Wochen folgen. In den USA ist die Funktion bisher nicht verfügbar. Der für Europa angekündigte Preis von 2,49 Euro pro Monat legt nahe, dass der US-Tarif zwischen 2,49 und 2,99 US-Dollar einpendeln dürfte (via WABetaInfo).
Diese Funktionen umfasst WhatsApp Plus
Wichtigster Punkt vorab: Sämtliche bisherigen Messaging-Funktionen bleiben in der kostenlosen App erhalten. Wer das Abo abschließt, erhält zusätzlich folgende Erweiterungen:
- Premium-Sticker im Versand
- Anpassbares App-Icon
- Individuell wählbare App-Themes
- Premium-Klingeltöne
- Erweiterte Listen-Funktionen
- Bis zu 20 angeheftete Chats statt der bisher drei
Die einzige Funktion mit echtem Alltagsmehrwert ist die deutlich erhöhte Zahl angepinnter Chats. Wer regelmäßig in 10 bis 15 wichtigen Gesprächen unterwegs ist, profitiert von der Erweiterung. Der Rest – Sticker, Klingeltöne, Themes, Icons – fällt eher in die Kategorie kosmetische Personalisierung.
Warum Meta das Abo trotzdem testet
Meta verfolgt mit WhatsApp Plus eine breit angelegte Strategie. Der Konzern plant Premium-Abos für seine gesamte App-Familie aus Instagram, Facebook und WhatsApp. Im Hintergrund sollen perspektivisch auch KI-Funktionen in die Pakete integriert werden – aktuell bleibt es bei WhatsApp Plus aber bei den genannten, eher überschaubaren Personalisierungs-Features. Das deutet darauf hin, dass die jetzige Phase primär dazu dient, Akzeptanz und Zahlungsbereitschaft auszuloten.
Wer braucht das Abo wirklich?
Die Antwort auf diese Frage fällt aus heutiger Sicht klar aus: die wenigsten. Wer WhatsApp als reines Messaging-Tool nutzt, bekommt mit der kostenlosen Version weiterhin den vollen Funktionsumfang. Power-User mit sehr vielen aktiven Chats können den Anpinn-Vorteil ins Feld führen, doch auch hier reicht etwas Aufräumarbeit in der Chat-Übersicht oft aus.
Spannender wird das Bild, sobald Meta die KI-Features ergänzt – beispielsweise verbesserte Such- oder Zusammenfassungsfunktionen für Konversationen. Bis dahin bleibt WhatsApp Plus ein Angebot, das vor allem Vielnutzer und Personalisierungs-Fans anspricht. Wer übrigens noch die maximale Integration in iOS sucht: Mit iOS 18.2 lässt sich WhatsApp als Standard-App für Nachrichten und Anrufe festlegen – ein Schritt, der für den Alltag oft mehr bringt als kostenpflichtige Sticker.
Was vom Plus-Modell zu erwarten ist
WhatsApp Plus ist der vorsichtige Einstieg in ein Geschäftsmodell, das Meta in den kommenden Jahren auf alle Plattformen ausweiten will. Aktuell ist das Paket noch zu klein, um eine breite Masse zu überzeugen – doch genau das dürfte sich ändern, sobald KI-Tools und produktivitätsorientierte Funktionen den Weg in die App finden. Für iPhone-Nutzer bleibt WhatsApp Plus damit vorerst ein Angebot, das man kennen sollte, aber nicht abschließen muss. (Bild: Shutterstock / Volt Design)
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