Meta führt mit WhatsApp Plus ein kostenpflichtiges Abo ein. Enthalten sind vor allem kosmetische Verbesserungen wie exklusive Sticker, eigene App-Themes und mehr angepinnte Chats. Die Basisfunktionen bleiben weiterhin kostenlos.
WhatsApp war seit jeher eine der ganz wenigen großen Messenger-Apps, die komplett kostenlos blieb. Meta ändert diese Strategie jetzt – zumindest für Zusatzfunktionen. Das Unternehmen rollt WhatsApp Plus aus, ein Premium-Abo, das laut Bericht von WABetaInfo zunächst in ausgewählten Märkten getestet wird. Die Preise reichen von unter einem US-Dollar bis zu rund 2,49 Euro pro Monat.
Die Reaktion könnte gespalten ausfallen. Für viele WhatsApp-Nutzer ist der Messenger längst ein fest integrierter Teil des Alltags – was die Bereitschaft, für Zusatzfunktionen zu zahlen, potenziell erhöht. Andererseits handelt es sich bei den Premium-Features fast ausschließlich um kosmetische Verbesserungen. Echte funktionale Neuerungen sind nicht dabei. Das grenzt WhatsApp Plus klar von Abos wie iCloud+ oder Apple One ab, die konkrete Mehrwerte bieten.
Was WhatsApp Plus enthält
Laut der offiziellen Help-Center-Seite umfasst WhatsApp Plus folgende Features:
- Premium-Sticker mit Spezialeffekten, die anderen Nutzern nicht zur Verfügung stehen
- Personalisierbare App-Themes und -Icons
- Bis zu 20 angepinnte Chats statt der aktuell maximal drei
- Premium-Klingeltöne für bestimmte Kontakte
- Erweiterte Chat-Listen-Anpassungen mit individuellen Alerts, Klingeltönen und Themes
Zusätzlich plant WhatsApp laut WABetaInfo weitere Premium-Funktionen, die bisher noch nicht öffentlich bestätigt wurden. Auch die finalen Preise stehen noch nicht fest – die aktuellen Werte variieren je nach Region und befinden sich noch in der Testphase.
Was kostenlos bleibt
Meta paywallt keine der WhatsApp-Basisfunktionen. Nachrichten verschicken, Sprach- und Videoanrufe sowie die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bleiben für alle Nutzer kostenlos. Das ist wichtig – denn WhatsApp wurde groß als kostenloser Ersatz für klassische SMS, und eine Paywall für grundlegende Kommunikation wäre für viele Nutzer der Grund, zur Konkurrenz zu wechseln.
Die Strategie folgt einem bekannten Muster: Freemium-Modelle, bei denen die Kernfunktion gratis bleibt und nur Komfort- oder Status-Features kostenpflichtig sind. Auch Apple folgt dieser Logik bei iCloud, wo die Basisfunktion mit 5 GB kostenlos ist, größere Speicherpläne aber Geld kosten.
Teil einer größeren Meta-Strategie
WhatsApp Plus ist nicht die erste Monetarisierungs-Initiative von Meta. Parallel testet das Unternehmen bereits Instagram Plus, mit Features wie längeren Stories über 24 Stunden hinaus und „Super-Hearts“ für Content. Beide Abo-Modelle sind Teil einer größeren Strategie: Meta will seine Abhängigkeit von Werbeeinnahmen reduzieren und neue wiederkehrende Umsatzquellen erschließen.
Die Zahlen dahinter sind gewaltig. WhatsApp hat weltweit über zwei Milliarden aktive Nutzer. Wenn auch nur ein kleiner Prozentsatz davon das Abo bucht, würde Meta einen substanziellen neuen Einnahmestrom erschließen – ohne sein Kern-Geschäftsmodell zu verändern.
WhatsApp Plus: Was das für iPhone-Nutzer bedeutet
Für iPhone-Nutzer in Deutschland ändert sich zunächst nichts. Die kostenpflichtigen Features sind rein optional, die reguläre WhatsApp-Nutzung bleibt unverändert. Wer jedoch gerne sein App-Design personalisiert oder viele Chats parallel anpinnen möchte, könnte den neuen Premium-Dienst als sinnvoll empfinden.
Laut WABetaInfo soll WhatsApp Plus zudem mit einer einmonatigen Testphase für neue Abonnenten starten. Offiziell bestätigt hat Meta diese Testphase bisher nicht. Ein fester Rollout-Termin für Deutschland wurde ebenfalls noch nicht genannt. (Bild: Shutterstock / Diego Thomazini)
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