OpenAI hat seinen KI-Coding-Agenten Codex umfassend aktualisiert. Die Mac-App kann nun Desktop-Programme eigenständig bedienen, merkt sich wiederkehrende Arbeitsabläufe und generiert Bilder direkt in der App.
Der Wettbewerb zwischen KI-Coding-Assistenten auf dem Mac wird immer intensiver. Erst gestern hat Anthropic sein Claude-Code-Redesign mit parallelen Sessions und Routines veröffentlicht, dazu das neue Claude Opus 4.7. Jetzt kontert OpenAI mit einem großen Codex-Update, das den Funktionsumfang deutlich erweitert – und mit einem Feature aufwartet, das direkt an Anthropics Computer-Use-Ansatz erinnert.
Die auffälligste Neuerung: Codex kann jetzt Desktop-Apps auf dem Mac eigenständig bedienen. Der Agent sieht den Bildschirminhalt, bewegt den Cursor, klickt und tippt – alles ohne Eingriff des Nutzers. Mehrere Codex-Agenten können dabei parallel laufen, ohne die eigene Arbeit des Nutzers zu stören. OpenAI empfiehlt das Feature insbesondere für das Testen von Apps, das Iterieren von Frontend-Änderungen und das Automatisieren wiederkehrender Aufgaben.
Gedächtnis und Langzeit-Automatisierung
Codex merkt sich ab sofort Nutzerpräferenzen, wiederkehrende Workflows, Tech-Stacks und andere projektbezogene Informationen. Das heißt: Je länger man mit Codex arbeitet, desto weniger Kontext muss man bei neuen Aufgaben liefern.
Noch interessanter ist die neue Langzeit-Automatisierung: Codex kann nach einer Pause die Arbeit über bestehende Konversations-Threads wieder aufnehmen, sich zukünftige Aufgaben selbst einplanen und an einer Aufgabe über Tage oder Wochen hinweg arbeiten. Es schlägt zudem eigenständig neue Aufgaben auf Basis von Projektkontext, Gedächtnis und verbundenen Plugins vor.
Das ist ein deutlicher Schritt über das hinaus, was Claude Codes neue Routines bieten – dort müssen Automatisierungen noch manuell konfiguriert werden.
In-App-Browser und Bildgenerierung
Ein neuer In-App-Browser erlaubt es Nutzern, direkt auf Webseiten Kommentare zu hinterlassen und so dem Agenten präzisere Anweisungen zu geben. In Zukunft soll Codex den Browser vollständig nutzen können – Webseiten öffnen, User-Flows durchspielen, Screenshots erstellen und Outputs inspizieren.
Codex nutzt zudem jetzt OpenAIs Bildgenerierungsmodell gpt-image-1.5, um Bilder direkt in der App zu erstellen. Das ist besonders nützlich für Entwickler, die Platzhalter-Grafiken, Icons oder visuelle Prototypen für ihre Projekte brauchen, ohne die App wechseln zu müssen.
Claude Code vs. Codex: Das Rennen verschärft sich
Anthropic und OpenAI liefern sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die beste KI-Entwicklungsumgebung auf dem Mac. Beide Plattformen bieten parallele Sessions, Computer-Use-Fähigkeiten und projektübergreifendes Gedächtnis. Codex setzt stärker auf eigenständige Langzeit-Automatisierung, während Claude Code mit seinem überarbeiteten Interface und dem integrierten Terminal punktet.
Für Mac-Nutzer, die KI in ihren Entwicklungsworkflow integrieren wollen, bedeutet das: Beide Tools werden in rasantem Tempo besser – und der richtige Zeitpunkt zum Einsteigen war noch nie so gut wie jetzt. (Bild: OpenAI)
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