Anthropic hat sein neuestes KI-Modell Claude Opus 4.7 veröffentlicht. Das Update bringt deutliche Verbesserungen bei komplexen Coding-Aufgaben, bessere Bildverarbeitung und eine optimierte Speicherfunktion für mehrteilige Projekte.
Anthropic hält seinen Zwei-Monats-Rhythmus für Modell-Updates konsequent ein: Nach Opus 4.5 im November, 4.6 im Februar folgt jetzt Opus 4.7 im April. Das Unternehmen – das mit Apple im Rahmen von Project Glasswing an Cybersecurity zusammenarbeitet – positioniert das neue Modell als direktes Upgrade mit Schwerpunkt auf fortgeschrittener Softwareentwicklung.
Claude Opus 4.7 ersetzt Opus 4.6 als das leistungsfähigste allgemein verfügbare Modell von Anthropic. Laut Anthropic zeigt das Modell die größten Verbesserungen bei den schwierigsten Aufgaben – genau jenen Coding-Problemen, die bei früheren Modellen noch enge Begleitung durch den Entwickler erforderten. Opus 4.7 soll komplexe, lang laufende Aufgaben zuverlässiger bearbeiten, Anweisungen präziser befolgen und seine eigenen Ergebnisse verifizieren, bevor es sie zurückmeldet.
Was Opus 4.7 besser macht
Die Hauptverbesserungen betreffen mehrere Bereiche. Bei der Softwareentwicklung liegt der Schwerpunkt auf agentischem Coding – also dem selbstständigen Bearbeiten komplexer, mehrstufiger Aufgaben. Nutzer berichten laut Anthropic, dass sie ihre anspruchsvollsten Programmieraufgaben an Opus 4.7 delegieren können, ohne ständig kontrollieren zu müssen.
Das Modell verfügt zudem über eine deutlich verbesserte Bildverarbeitung: Es kann Bilder in höherer Auflösung analysieren. Bei professionellen Aufgaben wie dem Erstellen von Benutzeroberflächen, Präsentationen und Dokumenten liefere das Modell qualitativ hochwertigere Ergebnisse.
In Benchmarks liegt Opus 4.7 bei agentischem Coding und Computer Use vor dem Vorgänger Opus 4.6, OpenAIs GPT-5.4 und Googles Gemini 3.1 Pro. Nur Claude Mythos Preview – das spezialisierte Cybersecurity-Modell, das ausschließlich Partnern wie Apple zugänglich ist – schneidet breiter betrachtet noch besser ab.
Besseres Gedächtnis und Token-Änderungen
Eine weitere Verbesserung betrifft das Datei-basierte Gedächtnis: Opus 4.7 merkt sich wichtige Informationen über lange, mehrteilige Arbeitssitzungen hinweg und benötigt bei Folgeaufgaben weniger Kontext von vornherein. Für Entwickler, die über Tage an einem Projekt arbeiten, ist das ein relevanter Produktivitätsgewinn.
Zwei Änderungen sollten API-Nutzer bei der Migration beachten: Ein neuer Tokenizer kann dazu führen, dass dieselbe Eingabe 1,0- bis 1,35-mal so viele Tokens verbraucht wie zuvor. Außerdem denkt Opus 4.7 auf höheren Aufwandsstufen ausführlicher nach, was die Zuverlässigkeit bei schwierigen Problemen verbessert, aber auch mehr Output-Tokens produziert.
Claude Code: Neue Features für Mac-Nutzer
Parallel zum neuen Modell erweitert Anthropic auch Claude Code für den Mac. Der Auto-Modus, der Entwicklern eine sicherere Alternative zum manuellen Bestätigen jedes Schritts bietet, ist ab sofort auch für Max-Plan-Abonnenten verfügbar. Neu ist außerdem der Befehl „/ultrareview“, der eine dedizierte Review-Sitzung startet und Änderungen so prüft, wie es ein sorgfältiger menschlicher Reviewer tun würde.
Anthropics zweimonatiger Update-Rhythmus signalisiert, dass das Unternehmen bei der Modellentwicklung keine Verlangsamung plant. Wer auf die Claude-Desktop-App oder die API setzt, kann sich auf regelmäßige, substanzielle Verbesserungen einstellen. (Bild: Shutterstock / Stockinq)
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