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WhatsApp rollt Liquid Glass auf iOS jetzt breiter aus

Milan Jovicic by Milan Jovicic
16. Mai 2026 - 01:04 CEST
in Apple News
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WhatsApp Liquid Glass

Bild: Shutterstock / Vasylisa Dvoichenkova

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Nach Monaten in engem Testkreis bringt WhatsApp die erste Stufe seines Liquid-Glass-Redesigns spürbar mehr Nutzern auf das iPhone. Seit dem 15. Mai 2026 berichten zahlreiche iOS-Anwender, dass die neue gläserne Optik in der unteren Navigationsleiste und in Teilen des Chats-Tabs sichtbar wird. Damit nähert sich Meta endlich dem Look an, den Apples eigene Apps mit iOS 26 vorgeben.

Die Anpassung an Apples Designsprache war für Meta ein langer Prozess in kleinen Schritten. Begonnen hatte alles im Oktober 2025 mit einem schmalen Test, bei dem nur ausgewählte Nutzer die neue Bottom Bar im Liquid-Glass-Stil sahen. Inzwischen hat WhatsApp das Designkonzept an mehreren Stellen weiterentwickelt – vom Sprachnachrichten-Player über die In-Chat-Oberfläche bis zu Reaktionen und Kontextmenüs. Wie tief der visuelle Umbau geht, hatten wir zuletzt am Beispiel der Vorabansicht für Reaktions-Tray und Kontextmenüs beschrieben. Mit der jüngsten Welle erreicht das Redesign jetzt breitere Nutzergruppen.

Was sich in WhatsApp aktuell ändert

Sichtbar wird das neue Design vor allem an drei Stellen. Die untere Navigationsleiste, die zwischen Chats, Updates, Communities, Anrufen und Einstellungen wechselt, wirkt jetzt deutlich transluzenter. Inhalte aus der darüberliegenden Liste scheinen leicht hindurch und reagieren auf Scroll-Bewegung. Auch die obere Navigationsleiste des Chats-Tabs übernimmt diesen Look. Hinzu kommen einzelne In-Chat-Elemente, die nun zur restlichen iOS-26-Optik passen.

Andere Bereiche bleiben vorerst unverändert. Der Sprachnachrichten-Player und das Reaktionsmenü zeigen weiterhin das ältere Design und wirken im direkten Vergleich nun deutlich blickdichter als der Rest der App. Dass diese Komponenten als nächstes folgen, gilt als wahrscheinlich, weil Meta in den vergangenen Wochen genau hier öffentlich an Prototypen gearbeitet hat.

Wie der Rollout abläuft

Die neue Optik wird nicht über eine spezielle App-Version verteilt, sondern serverseitig durch Meta freigeschaltet. Das bedeutet: Auch wer die aktuellste WhatsApp-Version aus dem App Store installiert hat, sieht das Liquid-Glass-Design nicht zwangsläufig sofort. In den sozialen Netzwerken kursieren bereits Screenshots, die den neuen Look auf dem iPhone zeigen, während andere Nutzer parallel berichten, dass sich an ihrer Oberfläche bisher nichts geändert hat.

Ein einheitlicher Zeitplan ist nicht öffentlich bekannt. Da der Rollout in Wellen erfolgt, dürfte sich der neue Look in den kommenden Tagen und Wochen schrittweise verbreiten. Wer bisher leer ausgeht, kann meist nur warten – ein manuelles Aktivieren über die App-Einstellungen ist nicht vorgesehen.

Geteiltes Echo aus der Community

Die Reaktionen sind gemischt. Einige Nutzer begrüßen, dass WhatsApp endlich mit dem iOS-26-Look gleichzieht und nicht mehr wie ein optischer Fremdkörper wirkt. Andere kritisieren, dass die Transparenz Lesbarkeit kostet, weil hinterliegende Inhalte durch die neuen Flächen schimmern und das Auge länger braucht, um Elemente klar zuzuordnen.

Diese Diskussion ist nicht neu. Sie begleitet Liquid Glass seit dem Start von iOS 26 und ist ein Grund, warum Apple selbst die Möglichkeit eingebaut hat, die Liquid-Glass-Effekte über eine Einstellung abzuschwächen. Wer mit der neuen Optik in WhatsApp unzufrieden ist, kann über diese systemweite Einstellung zumindest die Transparenz dämpfen – eine eigene Option innerhalb der App existiert bisher nicht.

Einordnung in Apples Designstrategie

Mit dem breiteren Rollout schließt sich für Meta ein Kapitel, das mit Apples WWDC 2025 begonnen hatte. Damals stellte Apple Liquid Glass als erste große visuelle Überarbeitung seit iOS 7 vor und kündigte an, das Material durch alle Systembereiche zu ziehen. Die Designsprache reicht inzwischen weit über das iPhone hinaus, wie unsere Übersicht zu allen Neuerungen rund um das Liquid-Glass-Design ausführlicher zeigt.

Für Drittanbieter wie WhatsApp ist die Anpassung kein optionaler Schritt. Apps, die in einer Liquid-Glass-Umgebung weiterhin auf altem Material setzen, fallen optisch deutlich aus dem Raster und wirken unzeitgemäß. Genau diesem Problem entkommt WhatsApp jetzt schrittweise – auch wenn die volle Umsetzung noch aussteht.

Der nächste Schritt steht aus

Mit der ersten Stufe des Rollouts ist der Umbau nicht abgeschlossen. Wann genau Reaktionsmenü, Sprachnachrichten-Player und weitere Detailbereiche das neue Design erhalten, hat Meta nicht kommuniziert. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass weitere Etappen folgen, sobald die jetzige Welle stabil bei der breiten Masse angekommen ist. Bis dahin bleibt WhatsApp auf iOS ein optischer Hybrid – moderner als noch vor wenigen Wochen, aber noch nicht vollständig im Liquid-Glass-Zeitalter angekommen. (Bild: Shutterstock / Vasylisa Dvoichenkova)

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Tags: iOSMetaWhatsApp
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Milan hat Apfelpatient 2016 gegründet und verantwortet seit 2018 sämtliche redaktionellen Inhalte – News, Gerüchte, Anleitungen und Produkttests. Apple-Geräte sind hier kein Testmaterial für zwei Wochen, sondern Alltagswerkzeug: Vom iPhone über MacBook Pro, MacBook Air und iMac bis zur Apple Vision Pro läuft aus fast jeder Produktkategorie mindestens ein Gerät im täglichen Einsatz, viele davon jährlich erneuert. Jeder Menüpfad in einer Anleitung wird am Gerät nachgeprüft, bevor er veröffentlicht wird.

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