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Dem iPhone 17 fehlen zwei neue Siri-Funktionen

by Milan
10. Juni 2026
in News
iPhone 17 iOS 27 Siri

Bild: Apple

Apple hat offengelegt, was sein bislang leistungsfähigstes On-Device-Modell tatsächlich leistet – und die Liste fällt kürzer aus, als die Hardware-Anforderung vermuten lässt. Zwei Funktionen der neuen Siri setzen 12 GB Arbeitsspeicher voraus, und genau daran scheitert das reguläre iPhone 17.

Mit der Vorstellung von Siri AI zur WWDC hat Apple die Assistentin grundlegend neu aufgestellt: Sie versteht persönlichen Kontext, greift auf Weltwissen aus dem Netz zu und kann Inhalte auf dem Bildschirm einordnen. Wer wissen will, was hinter der neuen, deutlich gesprächigeren Version steckt, findet die Einordnung in der Vorstellung der neuen Siri durch Apple. Eine Detailangabe aus der Ankündigung sorgt nun für Diskussionen: Apples fortschrittlichstes On-Device-Modell, das zwei konkrete Siri-Funktionen antreibt, verlangt 12 GB Arbeitsspeicher – eine Schwelle, die das Basis-iPhone-17 nicht erreicht.

Zwei Funktionen verlangen 12 GB Arbeitsspeicher

Apple hat bestätigt, dass das leistungsfähigste On-Device-Modell zwei Dinge ermöglicht: ausdrucksstärkere Stimmen für Siri sowie einen deutlichen Genauigkeitssprung bei der systemweiten Diktierfunktion. Beide setzen 12 GB Unified Memory voraus.

Unter den aktuellen iPhones erfüllen nur das iPhone Air, das iPhone 17 Pro und das iPhone 17 Pro Max diese Anforderung. Hinzu kommen iPad-Modelle mit M4-Chip oder neuer, Macs mit M3 oder neuer sowie die Apple Vision Pro mit M5. Das reguläre iPhone 17 bleibt außen vor: Mit seinen 8 GB – dem Minimum, das Apple Intelligence seit dem Start verlangt – verfehlt das Einstiegs-Flaggschiff die neue Hürde. Es ist das erste Mal, dass Apple diese Grenze anhebt, nachdem Apple Intelligence seit der Einführung vor zwei Jahren durchgängig mit 8 GB ausgekommen ist.

Was die 12 GB konkret bringen

Auf der Stimm-Seite lassen sich Ausdrucksstärke und Sprechtempo von Siris Stimme anpassen, sodass die Assistentin so klingt, wie man es selbst bevorzugt. Die größere Neuerung steckt aber in der Diktierfunktion. Das fortschrittlichste On-Device-Modell wandelt Gesprochenes laut Apple direkt in sauber formatierten Text um: Groß- und Kleinschreibung, Zeichensetzung und Formatierung werden automatisch übernommen, während ein verbessertes Sprachverständnis die Fehlerquote senken soll. Wer regelmäßig längere Nachrichten oder Notizen diktiert, dürfte den Unterschied unmittelbar bemerken.

Was auch das Basis-iPhone-17 bekommt

Wichtig ist die Einordnung: Die 12-GB-Anforderung betrifft nicht Siri AI als Ganzes, sondern verbessert lediglich, wie Siri klingt und wie präzise sie transkribiert. Alle übrigen Bestandteile der neuen Siri laufen weiterhin auf der breiteren Apple-Intelligence-Geräteliste – darunter das persönliche Kontextverständnis, die Bildschirmwahrnehmung, Antworten aus dem Web, die eigenständige Siri-App, Visual Intelligence und die Schreibwerkzeuge. Diese Liste umfasst nach wie vor das iPhone 15 Pro, die iPhone-16-Reihe und das iPhone 17.

Mit anderen Worten: Besitzer eines regulären iPhone 17 erhalten mit iOS 27 ebenfalls die neue, chatbot-artige Assistentin. Sie müssen lediglich mit den bisherigen Stimmen und einer weniger präzisen Diktierfunktion auskommen.

Für Nutzer in der EU gilt eine größere Einschränkung

Für das deutschsprachige Publikum wiegt ein anderer Punkt schwerer als die RAM-Frage. Laut Apples eigener Ankündigung steht Siri AI in der EU zunächst nur auf Mac, Apple Watch und Apple Vision Pro zur Verfügung, sofern eine unterstützte Sprache eingestellt ist. Auf iPhone und iPad ist die neue Assistentin in der EU anfangs nicht verfügbar; Apple erklärt, an einer Lösung zu arbeiten, die Datenschutz und Sicherheit der Nutzer wahrt. Die regulatorischen Hintergründe dieser Verzögerung lassen sich in unserer Analyse dazu nachvollziehen, warum der DMA Siri AI auf iPhone und iPad ausbremst.

Für EU-iPhone-Käufer ist die Frage, ob das Basismodell zwei Zusatzfunktionen verpasst, damit vorerst zweitrangig – solange Siri AI auf dem iPhone hierzulande ohnehin nicht startet. Hinzu kommt, dass die neue Siri zunächst nur für Geräte mit englischer Spracheinstellung erscheint und Apple weitere Sprachen erst nach und nach ergänzen will. In China bleibt Siri AI vorerst ebenfalls außen vor, solange Apple die dortigen regulatorischen Vorgaben klärt.

Verfügbarkeit der neuen Siri

iOS 27 befindet sich derzeit in der Developer Beta; eine Public Beta folgt im kommenden Monat, die allgemeine Freigabe im Herbst. Die Siri-AI-Funktionen erscheinen den Angaben zufolge im weiteren Jahresverlauf als Beta – zunächst für unterstützte Geräte mit englischer Spracheinstellung.

Wann sich der Arbeitsspeicher bemerkbar macht

Ob der Unterschied im Alltag ins Gewicht fällt, hängt stark vom Nutzungsverhalten ab. Wer den ganzen Tag Nachrichten und Notizen diktiert, profitiert spürbar von der präziseren Texterkennung des größeren Modells. Für alle anderen dürfte der Verzicht auf feinere Stimmen und eine etwas genauere Diktierfunktion kaum ins Gewicht fallen. Bemerkenswert bleibt vor allem das Signal: Apple beginnt, seine KI-Funktionen stärker nach Arbeitsspeicher zu staffeln – ein Hinweis darauf, dass künftige Modelle die Hürde womöglich weiter anheben. (Bild: Apple)

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Tags: Apple DiensteApple IntelligenceiOSiOS 27iPhoneiPhone 17Siri
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