Londons Metropolitan Police arbeitet inzwischen direkt mit Apple zusammen, um Handydiebstahl einzudämmen – und die ersten Zahlen sind bemerkenswert. Der Schlüssel: ein Datenaustausch, der die Wirksamkeit von Apples Schutzfunktionen messbar macht und einen zentralen Trick der Diebe ausgehebelt hat.
Apple hat über die Jahre eine ganze Reihe von Funktionen eingeführt, die ein gestohlenes iPhone für Kriminelle möglichst wertlos machen sollen – darunter die Aktivierungssperre und der Schutz für gestohlene Geräte, der zu den wichtigsten Sicherheitsfunktionen des iPhones zählt. Wie wirksam diese Maßnahmen tatsächlich sind, lässt sich nun erstmals mit Polizeidaten belegen: Der Chef der Londoner Metropolitan Police hat öffentlich beschrieben, wie eng seine Behörde dabei mit dem Konzern kooperiert.
Eine Partnerschaft, die Daten teilt
Kern der Zusammenarbeit ist ein gegenseitiger Datenaustausch. Die Met Police hat damit begonnen, Informationen mit Apple zu teilen, um ein „globales Bild“ davon zu zeichnen, was mit gestohlenen Geräten passiert – etwa, ob sie wieder mit einem Mobilfunknetz verbunden werden. Für Apple bedeutet das wertvolles Feedback aus der realen Welt: Der Konzern erfährt, wie gut seine Schutzmechanismen greifen, und kann sie dort nachschärfen, wo es nötig ist.
Met-Commissioner Sir Mark Rowley bringt die Logik dahinter auf einen einfachen Nenner: Lassen sich gestohlene Telefone nicht mehr reaktivieren, breche ihr Wert zusammen – und mit ihm der Anreiz, sie überhaupt zu stehlen.
Apples Schutzfunktionen und der geknackte Reset-Trick
Funktionen wie die Aktivierungssperre und der Schutz für gestohlene Geräte sollen verhindern, dass ein entwendetes iPhone reaktiviert und weiterverkauft werden kann, und erschweren zugleich den Zugriff auf die persönlichen Daten auf dem Gerät und in iCloud. Eine entscheidende Schwachstelle blieb dabei lange bestehen: illegale Software, mit der sich iPhones auf Werkseinstellungen zurücksetzen ließen. So konnten gestohlene Geräte auf ausländischen Märkten als vermeintliche Neuware verkauft werden.
Mithilfe der Erkenntnisse aus der Partnerschaft konnte Apple diese Software identifizieren und blockieren. Nach Rowleys Worten geht der Konzern davon aus, das technische Problem gelöst zu haben – und die Daten der vergangenen Wochen zeigen, dass die große Mehrheit der zuletzt in London gestohlenen Telefone nicht mehr erfolgreich zurückgesetzt wurde.
Die Zahlen hinter dem Rückgang
Dass dieser Schritt einen Unterschied macht, lässt sich an der Kriminalstatistik ablesen. Zwischen Juni 2025 und Mai 2026 ging die Zahl der Diebstähle, bei denen Telefone entwendet wurden, um 14.000 Fälle zurück – ein Minus von 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders deutlich fällt der Effekt im Londoner Zentrum aus: In Westminster, wo wöchentlich zwischen 69 und 72 Prozent der Raubdelikte und Diebstähle an Personen ein Telefon betreffen, sank die Zahl in diesem Jahr bislang um 45,8 Prozent.
Straßenraub, E-Bikes und Drohnen
Parallel zur technischen Seite fährt die Londoner Polizei einen harten Kurs gegen den Straßenraub. Im Visier stehen vor allem Täter, die mit E-Bikes und Scootern an Passanten heranfahren und ihnen entsperrte Geräte aus der Hand reißen. Dafür wurde sogar die Einsatztaktik angepasst: Streifenwagen dürfen per „tactical contact“ gezielt eingreifen und Diebe von ihren Rädern stoßen. Zusätzlich setzt die Met inzwischen Drohnen ein, um flüchtende Täter auf E-Bikes zu verfolgen.
Druck auf die Hersteller zeigt Wirkung
Der Schulterschluss kommt nicht von ungefähr: Apple hatte den Schutz für gestohlene Geräte mit iOS 26.4 standardmäßig aktiviert und die Standardaktivierung anschließend auch auf verwaltete Firmen-iPhones ausgeweitet. Die jüngsten Londoner Zahlen liefern nun erstmals einen handfesten Beleg dafür, dass das Zusammenspiel aus konsequenter Polizeiarbeit und technischen Schutzmaßnahmen den Schwarzmarkt für gestohlene Geräte tatsächlich austrocknen kann – ein Ansatz, der weit über London hinaus Schule machen dürfte. (Bild: Shutterstock / BearFotos)
- Apple kontert Epics Vorstoß gegen die Supreme-Court-Beschwerde
- Tap to Share: iOS 27 bringt neue Händler-Funktion per NFC
- Slow Horses: Apple TV zeigt ersten Blick auf Staffel 6
- Apple listet über 250 Neuerungen für iOS 27 und Co.
- Apple und Jon Prosser wollen das Versäumnisurteil aufheben
- WhatsApp verlangt bald iOS 15.5 auf iPhone und iPad
- FaceTime nutzt in iOS 27 zwei Kameras gleichzeitig
- Rosetta 2 endet nach macOS 27
- Vision Pro Travel Case verschwindet in vielen Ländern
- Dem iPhone 17 fehlen zwei neue Siri-Funktionen
- AutoMix von Apple Music kommt auf den HomePod
- Apple Music bekommt mehr Songtext-Übersetzungen und Lossless auf dem Apple TV
- iPhone-Produktion wächst kräftig gegen den Branchentrend
- Apple verschärft die App-Store-Regeln für minderwertige Apps
- iOS 27: Die Passwörter-App tauscht unsichere Passwörter selbst aus
- Call Context in iOS 27: Wenn das iPhone den Anruf für dich vorbereitet
- Anthropic bringt mit Claude Fable 5 erstmals ein Mythos-Modell für alle
- visionOS 27: Das ist neu für die Apple Vision Pro
- macOS 27 Golden Gate: Das sind alle neuen Funktionen
- Warum Apple mit iOS 27 nun doch eine Siri-App baut
- iOS 27: Apple Music, Sperrbildschirm-Widget und Find My
- Streit um Siri AI: Die EU-Kommission widerspricht Apple



