Beim Festival in Cannes hat die Kreativbranche Apples Eddy Cue zur „Entertainment Person of the Year 2026″ gekürt. Die Auszeichnung würdigt weniger den Manager als das Unterhaltungs-Imperium, das unter seiner Führung entstanden ist – von preisgekrönten Serien bis zum erfolgreichsten Sportfilm aller Zeiten.
Auf dem Cannes Lions International Festival of Creativity im französischen Cannes ist Eddy Cue, bei Apple Senior Vice President für Services und Health, als „Entertainment Person of the Year 2026″ ausgezeichnet worden. Der Preis honoriert die zentrale Rolle, die Unterhaltung in der Marketing- und Kommunikationswelt spielt, und damit die Kreativität hinter wirklich sehenswerten Inhalten. Hintergrund der Ehrung ist ein Rekordjahr für den Streamingdienst Apple TV, dessen aktuelles Programm von „Severance“ bis „Ted Lasso“ reicht und Apple binnen weniger Jahre zu einer festen Größe in Hollywood gemacht hat.
Die Auszeichnung in Cannes

Die Übergabe fand am Abend des 21. Juni statt. Cue nahm den Preis von Cannes-Lions-CEO Simon Cook entgegen, an der Zeremonie nahm zudem Cannes-Lions-Chairman Phil Thomas teil. In seiner Dankesrede stellte Cue den Anspruch des Streamingdienstes in den Mittelpunkt: Apple habe nie danach gestrebt, der Größte zu sein, sondern der Beste – und beim Start vor gut sechs Jahren das Ziel ausgegeben, den besten Geschichtenerzählern der Welt eine Bühne für ihre beste Arbeit zu bieten.
Ergänzend betonte er, Geschichten könnten Emotionen wecken und Menschen über Sprach- und Kulturgrenzen hinweg verbinden – genau darum gehe es Apple, und man stehe damit erst am Anfang.
Vom Newcomer zum meistausgezeichneten Anbieter
Apple TV startete vor gut sechs Jahren als reine Plattform für Eigenproduktionen und zählt heute zu den meistprämierten und prägendsten Diensten der Branche. Fünf Jahre in Folge belegt das Angebot den Spitzenplatz für das am besten bewertete Originalprogramm unter allen Streamingdiensten.
Getragen wird dieser Ruf von Titeln wie „The Studio“, „Pluribus“, „Severance“ und „Ted Lasso“. „The Studio“ stieg jüngst zur meistausgezeichneten Debüt-Comedyserie aller Zeiten auf, „Severance“ war im vergangenen Jahr die Emmy-stärkste Dramaserie. Im Filmbereich brach der oscarprämierte Blockbuster „F1″ aus Apple Original Films Rekorde und ist der erfolgreichste Sportfilm aller Zeiten. Insgesamt summiert sich Apples Engagement auf mehr als 840 gewonnene Auszeichnungen und über 3.600 Nominierungen. Zuletzt zählte das Magazin TIME Apple zu den einflussreichsten Unterhaltungsunternehmen der Welt.
Mehr als Streaming: Cues Verantwortungsbereich

Cue hat über die Jahre maßgeblich das Unterhaltungs-Ökosystem von Apple aufgebaut. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen neben Apple TV auch Apple Music, Apple Podcasts, Apple Books, Apple Pay, Apple News, Apple Fitness+, Apple Card, Apple Maps und iCloud sowie die Produktivitäts- und Kreativitäts-Apps des Unternehmens.
Apple Music erreichte zuletzt Höchstwerte bei Hörerschaft und neuen Abonnenten. Hinzu kommt Apples wachsendes Sportgeschäft: die exklusive US-Übertragungspartnerschaft mit der Formel 1, dazu Vereinbarungen mit der Major League Soccer, deren Spiele Apple ohne Zusatzkosten ins Apple-TV-Abo integriert hat, sowie dem Friday Night Baseball. Der Streamingdienst Apple TV ist inzwischen in über 100 Ländern und auf mehr als einer Milliarde Bildschirmen verfügbar.
Der Bruckheimer-Auftritt und ein Ausblick
Bereits tagsüber stand Cue gemeinsam mit Produzent Jerry Bruckheimer auf der Bühne des Grand Théâtre Lumière. In einem Keynote-Seminar sprachen beide über die Zusammenarbeit von Apple und Bruckheimer, etwa beim rekordträchtigen und oscarprämierten „F1″. Thema war außerdem ein kommender Film zum Themenkomplex der unidentifizierten Flugobjekte, der Bruckheimer erneut mit Regisseur Joseph Kosinski zusammenbringt.
Die Auszeichnung in Cannes ist damit weniger Schlusspunkt als Zwischenstand: Sie markiert, wie weit Apple seine Entertainment-Sparte in wenigen Jahren getragen hat – und lässt erkennen, dass das Tempo bei Inhalten und Partnerschaften eher zunehmen als nachlassen dürfte. (Bild: Apple)
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