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SpaceX entwickelt KI-Gerät, das schlanker als ein iPhone sein soll

by Milan
1. Juli 2026
in Apple Gerüchte
SpaceX KI-Gerät

Bild: Shutterstock / Samuel Boivin

Nicht nur Apple und OpenAI arbeiten an eigener KI-Hardware. Einem neuen Bericht zufolge hat auch SpaceX einen Prototypen entwickelt – ein Gerät, das schlanker als ein iPhone ausfallen und ausgewählten Investoren bereits gezeigt worden sein soll. Konkrete Details bleiben bislang aber rar.

Der Markt für eigenständige KI-Geräte ist längst umkämpft, auch wenn bisher kein Produkt den großen Durchbruch geschafft hat. Während Apple parallel an gleich mehreren KI-Wearables arbeitet und OpenAI gemeinsam mit einem ehemaligen Apple-Designer an einem eigenen Gerät feilt, reiht sich nun ein weiterer prominenter Name in die Liste ein: SpaceX. Laut einem Bericht des Wall Street Journal soll das Raumfahrt- und KI-Unternehmen von Elon Musk bereits über einen fertigen Prototypen verfügen. Gesichert ist dabei wenig – die meisten Angaben stammen aus dem Umfeld von Personen, die mit den Plänen vertraut sein sollen.

Ein Prototyp, der schlanker als ein iPhone ausfallen soll

Im Zentrum des Berichts steht ein Hardware-Prototyp mit einem betont schlanken Design. Das Gerät soll dünner ausfallen als ein iPhone und einigen Investoren sowie weiteren Beteiligten im Vorfeld des geplanten Mega-Börsengangs gezeigt worden sein. Technisch soll es auf einem eigenen, proprietären Betriebssystem laufen und einen Snapdragon-Chip von Qualcomm nutzen. Die KI-Funktionen würden dabei auf der eigenen Technologie von SpaceXAI basieren.

Mehr gibt der Bericht vorerst nicht her. Weder zu Funktionsumfang noch zu Bedienkonzept oder Preis liegen Angaben vor. Auffällig ist zudem die Einschränkung, dass das Produkt möglicherweise gar nicht auf den Markt kommt – ein Hinweis, der bei einem so frühen Entwicklungsstadium schwer wiegt.

Vom Raketenbauer zum breit aufgestellten KI-Konzern

Dass ausgerechnet ein Raumfahrtunternehmen an einem KI-Gerät arbeitet, ergibt vor dem Hintergrund der jüngsten Firmengeschichte durchaus Sinn. SpaceX hat zuletzt das von Musk gegründete KI-Unternehmen xAI übernommen, das hinter dem Chatbot Grok steht und inzwischen unter dem Namen SpaceXAI firmiert. Bereits zuvor war die frühere Plattform Twitter, heute X, in xAI aufgegangen – sodass all diese Teile nun unter dem Dach von SpaceX gebündelt sind.

Hinzu kommt eine weitere Zukauf-Meldung: Das Unternehmen hinter der agentischen Coding-Plattform Cursor wurde ebenfalls von SpaceX übernommen und erweitert das KI-Portfolio zusätzlich. Passend dazu treibt der Konzern auch den Ausbau der nötigen Rechenleistung voran – bis hin zu einem Chip-Großprojekt mit geplanten Rechenzentren im Weltraum. Ein eigenes Endgerät wäre in dieser Kette der logische letzte Baustein: von der Recheninfrastruktur über das KI-Modell bis zur Hardware in der Hand der Nutzer.

Der Zeitpunkt fällt mit den Börsenplänen zusammen

Bemerkenswert ist der Moment, zu dem der Prototyp präsentiert worden sein soll. Die Vorführung fand dem Bericht zufolge im Vorfeld des geplanten Mega-Börsengangs statt, mit dem SpaceX den Schritt an die öffentlichen Kapitalmärkte vollzieht. Ein greifbares KI-Gerät im Gepäck kann die Erzählung rund um ein solches Debüt spürbar aufwerten: Aus einem Raketen- und Satellitenbetreiber wird so eine Plattform, die von der Infrastruktur bis zum Konsumprodukt reicht.

Genau hier liegt aber auch der Vorbehalt. Ein Prototyp, der Investoren gezeigt wird, ist noch kein Produkt mit Marktreife. Der Hinweis, dass das Gerät möglicherweise nie erscheint, passt zu diesem Bild – und mahnt zur Vorsicht bei allen Erwartungen.

Apple und OpenAI verfolgen dasselbe Ziel

SpaceX ist nicht allein mit dem Vorhaben, KI in eine neue Geräteklasse zu gießen. Apple soll an mehreren KI-Wearables gleichzeitig arbeiten, darunter AirPods mit Kameras, eine smarte Brille und ein tragbarer Anhänger. OpenAI wiederum entwickelt gemeinsam mit dem früheren Apple-Designchef ein eigenes KI-Gerät, dessen Marktstart sich zuletzt bis 2027 verschoben hat.

Allen Projekten gemeinsam ist eine bislang ungelöste Grundfrage: Welche Form ein KI-Gerät annehmen muss, damit es sich neben dem Smartphone behauptet – und nicht nur als teures Zubehör endet. Bislang hat kein Anbieter darauf eine überzeugende Antwort geliefert.

Noch ist offen, ob aus dem Prototyp ein Produkt wird

Der Bericht macht vor allem eines deutlich: Die Konkurrenz um das erste massentaugliche KI-Gerät zieht immer mehr große Namen an. Ob SpaceX seinen Prototyp tatsächlich zur Marktreife bringt oder ob das Projekt im Entwicklungsstadium verharrt, lässt sich derzeit nicht abschätzen. Sicher ist nur, dass ein weiterer finanzstarker Akteur den Ehrgeiz hat, die Kategorie zu prägen. (Bild: Shutterstock / Samuel Boivin)

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