Beim Display soll Apple sein günstigstes iPhone der nächsten Generation erneut ausbremsen: Das iPhone 18e dürfte bei einem 60-Hertz-Panel bleiben, während der Rest der Reihe längst flüssigere 120 Hertz bietet. Ein neuer Hinweis aus China deckt sich mit einem früheren Bericht – und verschiebt den ersehnten Sprung weit in die Zukunft.
Das iPhone 18e soll bei der Bildwiederholrate seines Bildschirms auf dem Stand des aktuellen iPhone 17e verharren. Diese Einschätzung stammt vom chinesischen Leaker Digital Chat Station, der sich auf Weibo zu Apples Produktplänen für 2027 äußerte. Demnach würde das nächste Einsteigermodell dasselbe 60-Hertz-Panel in LTPS-Technik nutzen wie der Vorgänger – also ohne die schnellere ProMotion-Anzeige, die das übrige Lineup auszeichnet. Das günstigste Modell der nächsten iPhone-Generation soll gemeinsam mit dem Standard-iPhone 18 ohnehin erst im Frühjahr 2027 erscheinen – der Display-Hinweis fügt dem Bild nun ein weiteres Detail hinzu.
60 Hertz statt ProMotion
Konkret soll im iPhone 18e weiterhin ein LTPS-TFT-Panel (Low Temperature Polycrystalline Silicon) mit einer festen Bildwiederholrate von 60 Hertz stecken. Damit blieben dem Gerät zwei Funktionen verwehrt, die für den Rest der iPhone-18-Generation erwartet werden: die mit 120 Hertz deutlich flüssigere ProMotion-Darstellung sowie das Always-On Display, das Uhrzeit und Hinweise dauerhaft im Standby einblendet.
Die Aufteilung wäre kein Bruch, sondern eine Fortschreibung des bekannten Musters: Schon bei der iPhone-17-Reihe trennt Apple die höhere Bildrate von den günstigeren Modellen ab. Pikant ist der Vergleich nach außen – konkurrierende Android-Geräte bieten 120-Hertz-Bildschirme längst auch in der Preisklasse, in der sich das iPhone 17e bewegt.
Ein früherer Bericht stützt die Einschätzung
Der Weibo-Hinweis steht nicht allein. Bereits Anfang des Jahres berichteten Quellen aus Korea, dass Apple beim Einsteigermodell erst mit der vierten Generation auf ein moderneres LTPO-Panel umsteigen werde – also voraussichtlich beim iPhone 19e, das für Anfang 2028 erwartet wird. LTPO steht für Low Temperature Polycrystalline Oxide und beschreibt eine Display-Technik, die die Bildwiederholrate dynamisch zwischen 1 und 120 Hertz anpassen kann. Genau diese variable Steuerung ist die technische Voraussetzung sowohl für ProMotion als auch für ein stromsparendes Always-On Display.
Warum der Sprung an einer neuen Technik hängt
Ob der Wechsel 2028 tatsächlich gelingt, soll maßgeblich von einer Weiterentwicklung namens „LTPO+“ abhängen. Diese nächste Display-Generation setzt Oxid-Halbleiter sowohl in den Schalt- als auch in den Treibertransistoren ein und gilt als deutlich sparsamer im Energieverbrauch. Apple plant Berichten zufolge, LTPO+ zunächst den höherwertigen Modellen des Jahrgangs 2028 vorzubehalten – darunter eine neue Version des iPhone Air sowie das faltbare iPhone Ultra. Erst dadurch würden klassische LTPO-Panels für den Rest der Reihe frei, einschließlich des Einsteigermodells.
Genau hier liegt allerdings der Haken: Sollte die neue Technik nicht rechtzeitig serienreif sein, könnte sich das Durchsickern der LTPO-Panels bis zum iPhone 19e verzögern. Gesichert ist der Zeitplan damit nicht – wie bei allen Hinweisen, die noch zwei Generationen in der Zukunft liegen.
iPhone 18e: Höhere Bildrate bleibt vorerst ein Premium-Merkmal
Sollten sich die Hinweise bestätigen, müsste Apples günstigstes iPhone noch mindestens eine weitere Generation ohne ProMotion auskommen. Wer beim Einsteigermodell auf flüssiges Scrollen und ein Always-On Display hofft, dürfte sich also weiter gedulden müssen. Der Abstand zum Standardmodell iPhone 18, das die höhere Bildrate gemeinsam mit dem übrigen Lineup erhalten soll, bliebe damit ausgerechnet beim Display ein zentrales Unterscheidungsmerkmal – auch wenn sich die beiden Geräte bei Chip und Arbeitsspeicher zuletzt deutlich angenähert haben. (Bild: Apple)
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