Nach der jüngsten Preisrunde bei Mac und iPad rechnet eine Analysefirma mit einem deutlich höheren Aufschlag beim iPhone 18 Pro als noch vor Kurzem. Statt 100 könnten es nun bis zu 200 Dollar mehr werden – und für ein bestimmtes Modell ruft die Prognose sogar die 3.000-Dollar-Marke auf.
Dass Apple beim iPhone 18 an der Preisschraube drehen würde, galt schon länger als wahrscheinlich. Doch die Erwartungen verschieben sich gerade spürbar nach oben. Auslöser ist die Preiserhöhung für Macs, iPads und die Vision Pro, die Apple in dieser Woche umgesetzt hat. Sie fiel so kräftig aus, dass die Marktforscher von IDC ihre Schätzung für die kommenden Pro-Modelle umgehend angehoben haben. Hinter den Aufschlägen steht in allen Fällen derselbe Treiber: die weltweite Knappheit bei Speicherbausteinen.
Eine nach oben korrigierte Prognose
Vor der Erhöhung bei Mac und iPad war IDC von einem Aufschlag von 100 Dollar für das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max ausgegangen, bei den Basismodellen von 50 Dollar. Nachdem einige Mac- und iPad-Modelle nun aber bis zu 300 Dollar teurer geworden sind, fällt die Einschätzung anders aus. Nabila Popal, Senior Director für Data & Analytics bei IDC, hält bei den Pro-Modellen inzwischen einen Aufschlag von bis zu 200 Dollar für möglich. Ihre Einschätzung fasst sie pointiert zusammen: Die Zeit der 50-Dollar-Erhöhungen sei vorbei.
Was das für die Startpreise bedeuten könnte
Einen Anhaltspunkt liefern Geräte mit vergleichbarer Speicherausstattung. Das iPhone 18 Pro und das iPhone 18 Pro Max werden mit 12 GB Arbeitsspeicher erwartet – dieselbe Menge, die auch im M4 iPad Air und im günstigeren M5 iPad Pro steckt. Bei diesen beiden iPads stiegen die Preise um 150 beziehungsweise 200 Dollar.
Überträgt man ähnliche Aufschläge auf die kommenden Pro-iPhones, ergäbe sich für das iPhone 18 Pro ein Startpreis zwischen 1.249 und 1.299 Dollar. Das iPhone 18 Pro Max läge demnach zwischen 1.349 und 1.399 Dollar. Zum Vergleich: Aktuell beginnt das iPhone 17 Pro bei 1.099 Dollar.
Das faltbare iPhone als Preisanker
Eine Sonderrolle spielt das erste faltbare iPhone, das Apple ebenfalls in diesem Jahr vorstellen dürfte. IDC veranschlagt für das Gerät einen durchschnittlichen Verkaufspreis von 2.500 Dollar, höhere Speicherstufen könnten bis zu 3.000 Dollar kosten. Interessant ist der strategische Nebeneffekt: Der hohe Preis des Premium-Modells könnte einen Teil der gestiegenen Speicherkosten auffangen und so größere Aufschläge bei den übrigen Modellen abfedern. Wie hoch das faltbare iPhone tatsächlich angesetzt wird, fügt sich in die Erwartungen rund um Apples teuerstes iPhone ein, die zuletzt auch aus anderen Quellen nach oben zeigten.
Warum der Aufschlag kaum abschrecken dürfte
Bemerkenswert ist die Einschätzung, dass ein höherer Preis die Zahl der Wechsler kaum drücken dürfte. IDC begründet das mit der neuen Siri-Generation: Wer ein iPhone 15 ohne Pro-Zusatz oder ein älteres Modell besitzt, wird dem Argument zufolge ohnehin zu einem neuen Gerät greifen wollen, um Siri AI nutzen zu können. Die Marktforscher schätzen, dass 54 Prozent der seit 2022 ausgelieferten iPhones ein Upgrade benötigen, um die neue Assistenz zu erhalten.
Hinzu kommt die Käuferschaft der Pro-Max-Modelle, die als premiumorientiert und wenig preissensibel gilt. Da viele Kunden zudem auf Ratenzahlung setzen, relativiert sich der Aufschlag im Alltag: Verteilt man 200 Dollar auf 36 Monate, bleiben rund fünf Dollar im Monat. Bestätigt ist von alldem bislang nichts – Gewissheit über Apples Preisgestaltung wird es erst zur Vorstellung im Herbst geben. (Bild: Shutterstock / Only_NewPhoto)
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