Lange war es still um Apples möglichen smarten Ring – nun taucht das Gerücht wieder auf. Ein Leaker will erfahren haben, dass Apple ein solches Gerät in Entwicklung hat. Befeuert wird die Spekulation offenbar vom anhaltenden Erfolg des Oura Ring.
Ein Ring am Finger statt einer Uhr am Handgelenk: Diese Idee verfolgt Apple in Form von Patenten und vereinzelten Berichten schon seit Jahren. Zuletzt war es jedoch ruhig um das Thema geworden. Eine neue Wortmeldung aus der Gerüchteküche bringt das mögliche Wearable nun zurück ins Gespräch – und reiht sich in Apples wachsende Gesundheitsambitionen ein, die zuletzt vor allem über die erweiterten Funktionen der Health-App in iOS 27 sichtbar wurden. Konkrete technische Angaben gibt es bislang allerdings nicht.
Der neue Hinweis aus der Gerüchteküche
Auslöser ist eine knappe Aussage des Leakers und Prototypen-Sammlers Kosutami, wonach sich ein solches Gerät bei Apple in Entwicklung befinde. Demnach arbeitet der Konzern an einem smarten Ring, der es mit Produkten wie dem Oura Ring und dem Samsung Galaxy Ring aufnehmen könnte. Weitere Details – etwa zu Sensorik, Design oder einem möglichen Zeitplan – nannte die Quelle nicht. Es bleibt damit zunächst bei dem Hinweis, dass das Projekt überhaupt existiert.
Eine Idee mit langer Vorgeschichte
Neu ist der Gedanke nicht. Mehrere Patente deuten seit Längerem darauf hin, dass Apple ein am Finger getragenes Wearable zur Erfassung von Biometriedaten prüft. Bereits 2024 hieß es, der Konzern wäge einen solchen Ring als sinnvolle Erweiterung seines Wearable-Sortiments ab. Der Reiz liegt auf der Hand: Ein Ring wäre ein deutlich unauffälligeres Gesundheits-Accessoire als die Apple Watch und könnte jene ansprechen, die sich kein sichtbares Gerät ans Handgelenk binden möchten. In den vergangenen zwei Jahren ebbten die Gerüchte jedoch ab – bis jetzt.
Warum gerade jetzt: der Oura-Faktor
Dass das Thema ausgerechnet wieder hochkocht, dürfte mit dem Erfolg des Oura Ring zusammenhängen. Der aktuelle Oura Ring 5 startet bei 399 Dollar und hat offenbar Apples Aufmerksamkeit geweckt. Den ursprünglichen Oura Ring brachte das finnische Gesundheitstechnik-Unternehmen Oura bereits 2015 auf den Markt. Das Gerät erfasst Aktivität, Herzfrequenz, Atemfrequenz und Schlafdaten und überträgt sie per Bluetooth an die zugehörige App.
In seiner fünften Generation ist der Ring spürbar kleiner als die Vorgänger und bringt neue Funktionen zur Gesundheitsüberwachung mit – darunter die Erkennung von Blutdrucktrends, eine Analyse der nächtlichen Atmung sowie Werkzeuge zum Erfassen einer GLP-1-Medikation. Gerade die Schlafanalyse ist ein Feld, in dem auch Apple Watch-Daten zunehmend Aufschluss geben.
Was ein iRing für Apple bedeuten würde
Ein smarter Ring wäre für Apple keine Konkurrenz zur Apple Watch, sondern eine Ergänzung – ein zweiter, dezenterer Zugang zu denselben Gesundheitsdaten. Dass der Anstoß ausgerechnet von einem Mitbewerber kommt, passt ins Bild: Apple lässt Produktkategorien gern reifen, bevor es selbst einsteigt. Ob aus dem Projekt ein marktreifes Gerät wird, ist damit aber noch lange nicht gesagt. Ein einzelner Hinweis ohne technische Details ist ein schwaches Fundament – zumal ein Smart Ring bei Apples Roadmap derzeit eher am Rand auftaucht. Bestätigt ist bislang nichts, und bis sich das ändert, bleibt der iRing ein Gerücht mit Geschichte. (Bild: Shutterstock / Erman Gunes)
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