In den Akkutreibern der neuesten Entwickler-Beta stehen sechs iPhones, die es noch nicht gibt – mitsamt internen Codenamen. Die Liste reicht vom iPhone 18e bis zum faltbaren iPhone Ultra und deckt damit die komplette kommende Generation ab. Zwei Nummern in der Reihe fehlen allerdings.
Apple hat iOS 27 Beta 5 am Montag nach einer Woche Verzögerung an Entwickler verteilt. In den Systemdateien der Beta finden sich Verweise auf sechs Geräte, die das Unternehmen bislang nicht angekündigt hat, entdeckt von Macworld. Anders als bei Zuliefererberichten handelt es sich hier um ausgelieferten Code aus Apples eigener Software – die Existenz der Modelle ist damit belegt, ihre Ausstattung dagegen nicht.
Das Wichtigste in Kürze
- iOS 27 Beta 5 führt sechs unveröffentlichte iPhone-Modelle mit internen Codenamen von V62 bis V69 auf
- Genannt werden iPhone 18, iPhone 18 Pro, iPhone 18 Pro Max, iPhone 18e, iPhone Air 2 und iPhone Ultra
- Die Fundstelle liegt in den Systemkomponenten für Akkutreiber und Akku-Intelligenz
- Es ist das erste Mal, dass die komplette kommende Generation geschlossen im Code auftaucht
- Zu Ausstattung, Preisen oder Terminen enthält der Fund keinerlei Angaben
Sechs Codenamen im Akkutreiber
Die gefundenen Bezeichnungen ordnen sich lückenlos in Apples interne Zählweise ein. Neben den bereits erhältlichen Geräten listet die Beta diese sechs Einträge:
| Codename | Modell | Erwarteter Start |
|---|---|---|
| V62 | iPhone Air 2 | Anfang 2027 erwartet |
| V63 | iPhone 18 Pro | Herbst 2026 |
| V64 | iPhone 18 Pro Max | Herbst 2026 |
| V67 | iPhone 18 | Anfang 2027 erwartet |
| V68 | iPhone Ultra | Herbst 2026 |
| V69 | iPhone 18e | Anfang 2027 erwartet |
Codenamen tauchten in früheren Beta-Zyklen immer wieder auf, meist aber einzeln und selten so vollständig. Dass eine ganze Produktgeneration geschlossen in einer öffentlich verteilten Beta steht, ist der eigentliche Unterschied zu den bisherigen Funden.
Warum ausgerechnet die Akkuverwaltung
Die Fundstelle ist kein Zufall. Das System muss die Ladekurven, Kapazitäten und Schutzmechanismen jedes Modells kennen, bevor das erste Gerät ausgeliefert wird – entsprechende Profile landen deshalb früh im Code.
Genau dort waren in diesem Zyklus bereits zwei andere Auffälligkeiten aufgetaucht. Im Juni verdichteten sich in iOS 27 die Hinweise auf ein faltbares iPhone, im Juli kam der Hinweis auf ein Modell mit zwei getrennten Akkus dazu. Beides beschreibt Konfigurationen, die kein aktuelles iPhone hat, und beides passt zu einem Klappgerät, dessen Akkuzellen sich auf zwei Gehäusehälften verteilen.
Nebeneinandergelegt ergeben die drei Funde eine schlüssige Abfolge: erst die Display-Grundlagen, dann die Stromversorgung, jetzt die Modellzuordnung. Der aktuelle Fund ist damit weniger eine Überraschung als der letzte fehlende Baustein.
Die Lücke bei V65 und V66
Auffällig ist, was nicht in der Liste steht. Zwischen dem iPhone 18 Pro Max (V64) und dem iPhone 18 (V67) klaffen zwei Nummern, die im Code nicht auftauchen.
Apple vergibt seine internen Kennungen nicht zwingend lückenlos, und für eine belastbare Deutung reicht der Befund nicht aus. Denkbar wären ausgemusterte Entwicklungsstränge, regionale Varianten oder schlicht Nummern, die für spätere Geräte reserviert sind. Als Beleg für ein siebtes oder achtes Modell taugt die Lücke jedenfalls nicht – sie ist eine offene Stelle, keine versteckte Information.
Zwei Wellen statt einer Keynote
Der Fund stützt die Erwartung, dass Apple die Generation erstmals aufteilt. Im Herbst sollen die beiden Pro-Modelle zusammen mit dem faltbaren iPhone Ultra erscheinen. Die zweite Welle im Frühjahr 2027 umfasst dann gleich drei Geräte: das reguläre iPhone 18, das iPhone 18e und das iPhone Air 2.
Damit verschiebt sich das Gewicht des Herbst-Events deutlich nach oben. Auf der Bühne stünden ausschließlich Geräte oberhalb der Pro-Preisschwelle, während die komplette Mittel- und Einstiegsklasse ins Frühjahr rutscht – ein Bruch mit dem Rhythmus, den Apple seit dem iPhone X gefahren hat.
Ein Leak Ende Juni hatte bereits sechs neue iPhone-Modelle innerhalb eines Jahres in Aussicht gestellt. Dass nun exakt sechs unveröffentlichte Geräte im Code stehen, deckt sich mit dieser Zahl – ohne dass der Code etwas über die zeitliche Verteilung aussagt.
Was ein Codename belegt und was nicht
Der Unterschied zu einem Zuliefererbericht ist erheblich. Ein Codename in ausgelieferter Software zeigt, dass ein Gerät intern so weit gediehen ist, dass die Systemsoftware darauf vorbereitet wird. Das ist ein deutlich härterer Beleg als eine Bestellmenge in der Lieferkette, die auch zu einem verworfenen Prototyp gehören kann.
Was er nicht zeigt: Termine, Preise, Displaygrößen, Chips. Nichts davon steht in einem Treiberprofil, und die Verlockung, aus einer Codezeile ein fertiges Datenblatt zu bauen, geht regelmäßig schief. Auch die Zuordnung V68 zum iPhone Ultra bleibt bis zur Vorstellung eine plausible Ableitung aus Apples Namensschema, keine Ansage des Unternehmens.
Für dich heißt das vor allem eins: Wenn du diesen Herbst ein neues iPhone planst, stehen zunächst nur die teuren Modelle zur Wahl. Das reguläre iPhone 18 als Nachfolger des meistverkauften Modells käme nach heutigem Stand erst im Frühjahr – willst du den Aufpreis zum Pro nicht zahlen, wartest du damit ein halbes Jahr länger als in den vergangenen Jahren. Die erwarteten Preissteigerungen bei Pro und Foldable verschärfen diese Rechnung zusätzlich.
Bis zur Keynote bleiben wenige Wochen
Die Einladungen zum Herbst-Event werden in den kommenden Wochen erwartet, die finale Fassung von iOS 27 Mitte September. Bis dahin dürften weitere Betas folgen, und erfahrungsgemäß nimmt die Zahl solcher Fundstücke kurz vor einer Vorstellung eher zu als ab. Sicher ist bislang nur, woran Apple arbeitet – nicht, wann davon was auf den Tisch kommt. Am konkretesten ist die Erwartungslage beim iPhone 18 Pro, wo sich Berichte zu Kamera, Chip und Gehäuse seit Monaten decken. (Bild: Apple)
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