Nach drei Wochen Pause liefert Apple die fünfte Testversion von iOS 27 – und diesmal ist die Änderung sofort auf dem Home-Bildschirm sichtbar. Gleich mehrere Systemapps tragen neue Symbole, die Stimmenanpassung von Siri AI wächst deutlich, und im Kontrollzentrum verschwindet eine Anzeige.
Die fünfte Beta fällt sichtbarer aus als die vorangegangenen Runden, in denen vor allem am Unterbau gearbeitet wurde. Neue App-Symbole treffen jeden Nutzer beim Entsperren, und die erweiterte Stimmenanpassung ist die erste größere Funktionsänderung seit Wochen. Wir haben die Änderungen zusammengetragen, die sich in der aktuellen Testversion finden lassen – der Überblick zur vierten Beta zeigt zum Vergleich, wie klein der Sprung zuletzt ausfiel.
Das Wichtigste in Kürze
- Fünf Systemapps haben überarbeitete Symbole erhalten, darunter Safari, Einstellungen und Vorschau.
- Die Regler für Tempo und Ausdrucksstärke gelten jetzt für elf statt zwei Stimmen – als Teil von Siri AI, das in der EU auf iPhone und iPad gesperrt bleibt.
- Im Kontrollzentrum verschwindet die Anzeige des Mobilfunkstandards, sobald das iPhone im WLAN hängt.
- Ein neuer Bereich in den Sucheinstellungen steuert, was vor der Eingabe angezeigt wird.
- Zwischen Beta 4 und Beta 5 lagen drei Wochen; danach wird ein wöchentlicher Takt erwartet.
Neue Symbole für fünf Systemapps
Die auffälligste Änderung betrifft die App-Symbole. Apple hatte bereits zum Beta-Auftakt Symbole wie Karten, Fotos und Wallet überarbeitet, andere aber zunächst im Zustand von iOS 26 belassen. Beta 5 holt einen Teil davon nach.
| App | Was sich ändert |
|---|---|
| Safari | Kräftigeres Blau, feiner gezeichnete Kompasslinien und Pfeile |
| Siri | Das Symbol ähnelt jetzt stärker der Blase, die beim Aufruf erscheint |
| Einstellungen | Deutlich mehr Transluzenz im Zahnrad |
| Vorschau | Komplett neuer Entwurf: Lupe über farbigem Hintergrund |
| Fernbedienung | Mehr Details, grauer statt schwarzer Hintergrund |


Dass Apple in den kommenden Betas weitere Symbole anfasst, ist wahrscheinlich: Der Konzern hatte angekündigt, allen Symbolen einen stärker geschichteten Aufbau für Liquid Glass zu geben.
Stimmenanpassung von Siri AI wächst auf elf Stimmen
Die zweite größere Änderung betrifft Siri AI. Die Regler für Tempo und Ausdrucksstärke, die in früheren Betas nur für zwei neu eingeführte Stimmen mit amerikanischem Akzent bereitstanden, gelten nun für sämtliche amerikanischen sowie alle britischen Stimmen. Damit lassen sich elf Stimmen anpassen, jeweils in fünf Stufen für beide Regler.
Zu finden sind die Einstellungen unter Einstellungen, Siri, Stimme. Auf einem aktuellen iPhone stehen acht amerikanische und vier britische Stimmen zur Wahl, die die Anpassung unterstützen.
Die Hardware-Anforderungen sind allerdings eng gesteckt. Die neuen Stimmen setzen auf ein Modell, das direkt auf dem Gerät läuft, und verlangen ein iPhone 17 Pro oder ein iPhone Air, ein iPad Pro mit M4 oder neuer oder einen Mac mit M3-Chip und mindestens 12 GB Arbeitsspeicher. Siri AI selbst läuft ab dem iPhone 15 Pro; auf älteren Geräten bleibt es bei der bisherigen Sprachausgabe.
Was sich sonst geändert hat
Zwei kleinere Anpassungen fallen im Alltag auf. Im Kontrollzentrum blendet iOS die Anzeige des Mobilfunkstandards aus, sobald das iPhone mit einem WLAN verbunden ist – die Information war in dieser Situation ohnehin ohne Belang.
Dazu kommt ein neuer Abschnitt in den Sucheinstellungen, der steuert, was vor der Eingabe erscheint: die Zahl der App-Vorschläge, Vorschläge für App-Kurzbefehle und zuletzt gesuchte Begriffe. Das betrifft die Suche auf dem Home-Bildschirm.
Unter der Oberfläche steckt außerdem ein Fund, der über Feinschliff hinausgeht: Codeteile verweisen auf einen Herkunftsnachweis für Fotos aus der iPhone-Kamera. Sichtbar ist davon in der Beta nichts.
Drei Wochen Pause, dann Wochentakt
Der Abstand zur vorherigen Runde ist der eigentlich bemerkenswerte Punkt. Beta 4 erschien am 20. Juli, Beta 5 kommt am 10. August – drei Wochen statt der zuvor üblichen zwei. Für die Schlussphase vor einem September-Release ist das eine lange Pause.
Für die verbleibenden Wochen wird ein wöchentlicher Rhythmus erwartet, wie er sich in früheren Zyklen kurz vor der Freigabe eingespielt hat. Wir rechnen damit, dass die kommenden Runden entsprechend kleinteiliger ausfallen und sich auf Fehlerbehebungen verlagern. Der Umfang von Beta 5 spricht dafür: Wer drei Wochen lang testet und dann überarbeitete Symbole und einen erweiterten Regler liefert, hat den Funktionsumfang im Wesentlichen festgezurrt.
Was davon in Deutschland ankommt
Die erweiterte Stimmenanpassung ist die einzige echte Funktionsänderung dieser Beta – und sie gehört zu Siri AI. Auf iPhone und iPad ist die neue Assistenz in der EU wegen des Digital Markets Act gesperrt, die Regler für Tempo und Ausdrucksstärke bleiben hier also außer Reichweite. Die Schweiz gehört weder zur EU noch zum EWR und fällt nicht unter den DMA; dort ist Siri AI verfügbar.
Dazu kommt eine enge Hardware-Hürde: Die neuen Stimmen setzen ein iPhone 17 Pro oder ein iPhone Air voraus. Für Nutzer in Deutschland und Österreich bleiben damit die überarbeiteten Symbole als spürbare Änderung dieser Runde – wer mehr aus der Beta holen will, findet in den Reglern für die Liquid-Glass-Transparenz eine Stellschraube, die unabhängig davon funktioniert.
iOS 27 Beta 5: So geht es weiter
Die Testversion steht Entwicklern über die Softwareaktualisierung bereit; die öffentliche Fassung folgt üblicherweise kurz darauf. Wer einsteigen möchte, findet die Schritte in unserer Anleitung zur öffentlichen iOS-Beta – auf einem Zweitgerät und nach vollständigem Backup.
Bis zur Freigabe im September stehen noch mehrere Runden an. Ob Apple weitere Symbole überarbeitet, dürfte sich in der nächsten Beta zeigen. (Bild: Apfelpatient)
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