Apple steht offenbar vor dem nächsten großen Entwicklungsschritt im Wearable-Bereich. Während weiterhin auf eine umfassend überarbeitete Siri mit echter KI-Integration gewartet wird, verdichten sich die Hinweise, dass mehrere KI-Wearables in Arbeit sind. Besonders im Fokus stehen neue AirPods, die noch in diesem Jahr erscheinen könnten. Im Gespräch ist ein AirPods Pro 3-Modell mit integrierten IR-Kameras. Diese Neuerung wirkt zunächst unscheinbar. Doch bei genauerer Betrachtung ergibt es strategisch durchaus Sinn, dass ausgerechnet die AirPods Apples erstes KI-Wearable werden könnten.
Nach Berichten von Mark Gurman bei Bloomberg sowie Analyst Ming-Chi Kuo arbeitet Apple derzeit an drei KI-Produkten. Dazu zählen AirPods mit Kameras, Apple Glasses und ein Anhänger mit integrierter Kamera. Der erwartete Zeitplan ist klar gestaffelt: Die neuen AirPods sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen, die Apple Glasses im kommenden Jahr, während der Kamera-Anhänger zeitlich noch nicht konkret eingeordnet ist.
Im Mittelpunkt steht dabei ein neues AirPods Pro 3-Modell, das angeblich nur eine große technische Neuerung erhalten soll: eingebaute IR-Kameras. Diese Kameras sollen visuelle Intelligenz ermöglichen und damit Funktionen bereitstellen, die über klassische Audiofeatures hinausgehen. Dazu könnten auch erste KI-Begleiter-Funktionen gehören, die später ebenfalls in den Apple Glasses zum Einsatz kommen sollen.
Je länger man sich mit dieser Entwicklung beschäftigt, desto schlüssiger wirkt es, dass Apple den Einstieg in die KI-Wearables nicht mit einer Brille, sondern mit den AirPods wagt.
Drei KI-Produkte mit klarer Rollenverteilung
Die Berichte zeichnen ein relativ klares Bild von Apples Strategie. Die AirPods mit Kameras bilden offenbar den ersten Schritt. Sie sollen noch in diesem Jahr erscheinen und als Testfeld für neue KI-Funktionen dienen. Die Apple Glasses folgen voraussichtlich im nächsten Jahr und dürften deutlich stärker auf visuelle Interaktion ausgerichtet sein. Der Anhänger mit integrierter Kamera bleibt bislang das am wenigsten greifbare Produkt, da konkrete Details oder ein Zeitrahmen fehlen.
Auffällig ist, dass Apple nicht sofort mit einer komplett neuen Produktkategorie startet. Stattdessen wird ein bestehendes, erfolgreiches Produkt erweitert. Genau darin liegt der entscheidende Unterschied.
Der Markt für KI-Wearables ist noch nicht gefestigt
KI-Wearables gelten weiterhin als junges Marktsegment. Erste Produkte haben gezeigt, wie unterschiedlich die Resonanz ausfallen kann. Die KI-Brille von Meta wird häufig als Beispiel für einen gelungenen Markteinstieg genannt. Sie hat bewiesen, dass grundsätzlich Interesse an tragbarer KI-Technologie besteht.
Gleichzeitig zeigt der Humane AI Pin, wie schwierig sich dieser Markt entwickeln kann. Das Produkt blieb deutlich hinter den Erwartungen zurück und konnte weder technisch noch im Alltag überzeugen.
Trotz einzelner Erfolge sind KI-Brillen bislang kein Mainstream-Produkt. Sie richten sich vor allem an technikaffine Nutzer und Early Adopters. Eine breite gesellschaftliche Akzeptanz steht noch aus. Genau hier unterscheidet sich die Situation der AirPods grundlegend.
AirPods sind längst im Alltag angekommen
AirPods gehören inzwischen selbstverständlich zum öffentlichen Bild. In Zügen, Cafés, Büros oder auf der Straße sind kabellose Ohrhörer allgegenwärtig. Das Tragen von AirPods wird nicht hinterfragt und fällt kaum auf. Sie sind sozial akzeptiert und technisch etabliert.
Dieser Umstand verschafft Apple einen entscheidenden Vorteil. Während eine KI-Brille zunächst erklären muss, warum sie notwendig ist und welchen Mehrwert sie bietet, existiert diese Hürde bei den AirPods nicht. Sie sind bereits ein bewährtes Produkt mit klar definiertem Nutzen: hochwertiger Klang, aktive Geräuschunterdrückung, enge Integration ins Apple-Ökosystem und hohe Alltagstauglichkeit.
Ein neues AirPods Pro 3-Modell mit IR-Kameras würde diese Basis nicht infrage stellen. Es würde sie lediglich erweitern.
IR-Kameras als technischer Wendepunkt
Die erwarteten IR-Kameras stellen das zentrale Element der neuen AirPods dar. Anders als klassische Kameras sollen sie nicht primär Fotos aufnehmen, sondern visuelle Informationen erfassen, die von KI-Systemen verarbeitet werden können. Damit würde sich der Funktionsumfang der AirPods deutlich verändern.
Visuelle Intelligenz könnte es ermöglichen, die Umgebung besser zu erfassen und kontextbezogene Informationen bereitzustellen. Auch KI-Begleiter-Funktionen wären denkbar, die im Alltag unterstützen und Informationen situationsabhängig liefern. Diese Funktionen gelten zugleich als Vorbereitung auf die späteren Apple Glasses.
Entscheidend ist, dass diese Technologie in eine bestehende Form integriert wird. Es entsteht keine neue Geräteklasse, sondern eine Weiterentwicklung eines etablierten Produkts.
Strategischer Nutzen für Apple Glasses
Ein oft unterschätzter Aspekt ist die Datengrundlage. Wenn AirPods mit integrierten IR-Kameras auf den Markt kommen, kann Apple analysieren, wie Nutzer mit KI-Funktionen im Alltag umgehen. Es lässt sich beobachten, welche Features tatsächlich genutzt werden und welche weniger relevant sind. Auch Akzeptanzfragen können auf dieser Basis realistisch bewertet werden.
Diese Erkenntnisse könnten direkt in die Entwicklung der Apple Glasses einfließen. Anstatt eine völlig neue Produktkategorie ohne belastbare Erfahrungswerte einzuführen, würde Apple auf realen Nutzungsdaten aufbauen. Das reduziert Risiken und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass spätere KI-Wearables besser auf die Bedürfnisse abgestimmt sind.
AirPods als strategischer Startpunkt für Apples KI-Offensive
Die Entscheidung, AirPods als erstes KI-Wearable zu positionieren, wirkt bei direkter Betrachtung konsequent. Apple arbeitet laut aktuellen Berichten an drei KI-Produkten: AirPods mit Kameras, Apple Glasses und einem Anhänger mit integrierter Kamera. Der Zeitplan sieht vor, dass die neuen AirPods noch in diesem Jahr erscheinen, während die Glasses im kommenden Jahr folgen sollen.
Das erwartete AirPods Pro 3-Modell mit IR-Kameras würde visuelle Intelligenz ermöglichen und die AirPods erstmals zu einem echten KI-Begleiter machen. Gleichzeitig bleibt die vertraute Produktform erhalten. Genau das könnte den entscheidenden Unterschied ausmachen.
Statt mit einer auffälligen neuen Geräteklasse zu starten, setzt Apple offenbar auf eine schrittweise Erweiterung eines etablierten Produkts. In einem noch unsicheren Marktumfeld für KI-Wearables erscheint dieser Ansatz nachvollziehbar und strategisch gut durchdacht. Die besten Produkte für dich: Unsere Amazon Storefront bietet eine breite Auswahl an Zubehörteilen, auch für HomeKit. (Bild: Shutterstock / Ivan_Shenets)
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